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Freitag, 31. Oktober 2014
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Zu Besuch bei den Bergrettern
Zu Besuch bei den Bergrettern
Ein Drehbericht vom Dachstein
Bei den Dreharbeiten zur ZDF-Serie "Die Bergretter" am Dachstein in Österreich zeigte sich nicht nur Hauptdarsteller Martin Gruber bestens gelaunt. Der Bericht vom Set.
Autor:
Robert Nehr
 

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Schnee im Juli?
Auf Österreichs Gletschern nahe Ramsau keine Überraschung. Aber doch irgendwie ungewohnt. Herrschten im Tal am Morgen um 9 noch um die zwanzig Grad, so ist es nach der Seilbahnfahrt über 1000 Meter Richtung Dachstein doch schon merklich kühler geworden. Neblig ist es und eben schneebedeckt – ohne dicke Jacke, Mütze und Bergschuhe geht hier gar nichts. Das Ziel: Der heutige Drehort zur neuen Staffel der erfolgreichen ZDF-Serie „Die Bergretter“. Nette, aber bestimmte Helfer von der Bergrettung bringen die Gäste von der Bergstation zum  Set – im dichten Nebel soll niemand verlorengehen. 45 Minuten geht es im Schnee Richtung Berghütte, die auf 2700 Metern liegt. Da kommt so mancher trotz der Kälte ins Schwitzen. Große Teil des Filmteams sind schon vor Ort, in nur einem Tag sollen die Szenen im Kasten sein. Pistenraupen haben Kameratürme und sonstige schwere Gerätschaften am Morgen nach oben befördert, circa 50 Leute sind für die Produktionsgesellschaft bis in den November hinein in Österreich vor Ort, um die neue Staffel in den Kasten zu bringen.

Heute schauen Crew und Gäste zu Beginn doch etwas enttäuscht drein. Denn die Anstrengung scheint sich anfangs nicht so richtig zu lohnen. Statt des versprochenen Bergpanoramas herrscht auch hier Nebel satt. Die Sicht: 25 Meter. Das drückt auf die Stimmung. Schlechtwetter gibt es bei den Filmleuten aber nicht – gedreht werden die Szenen auch bei dieser Witterung. Zwei Nebendarsteller legen sich für eine kleine Kletterszene ins Zeug. 300 Meter geht es hinter ihnen in den Abgrund, den man zum Glück nur erahnen kann. Vorsicht ist also geboten, auch für die Kameraleute und die Darsteller. Für anspruchsvollere Umbauten am Set sind acht Helfer von der Bergrettung abgezogen. Die Sicherheit hat Vorrang.

Familiär geht es im Team und im Verhältnis zu den Mitarbeitern der Bergrettung und der Berghütte zu, man kennt sich. Die Fluktuation innerhalb der Mannschaft sei minimal, heißt es. Am Dachstein habe man schon öfter gedreht. Die Hütte dient als eine Art Basislager und als Möglichkeit, sich die Füße zu wärmen – ein Satz, der im Juli doch eher skurril anmutet. In diesem Fall ist die Chance aber Gold wert. Geselligkeit und Offenheit ist hier Programm. Zwischen die Menschen vom TV mischen sich auch immer wieder normale Bergwanderer. Alles kein Problem: Beim Drehzeichen des Aufnahmeleiters verhalten sich alle andächtig ruhig.

Und dann hellt es gegen Mittag tatsächlich noch auf. Pünktlich zum Erscheinen der Hauptdarsteller Martin Gruber, Markus Brandl, Robert Lohr und Martin Klempnow bessert sich das Wetter. Nun wird auch klar, warum Klempnow von der traumhaften Umgebung schwärmt und nach mittlerweile drei Staffeln urteilt: „Es ist wie Heimkommen.“ Ein toller Blick auf die Bergwelt Österreichs eröffnet sich vom Set aus. Nun geht es richtig zur Sache! Eine Action-Szene mit einer kleinen Rangelei steht auf dem Programm. Martin Gruber versucht einen Suizid zu verhindern und wird dabei von dem bösartigen Bruder des suizidwilligen Mannes angegangen. Wie alle anderen Szenen ist auch diese Sequenz schnell im Kasten. Zwischen den einzelnen Versuchen wird der aufgewühlte Schnee immer wieder glatt gerückt.

Sichtlich Spaß macht es der Crew unter strahlend blauem Himmel. Allen voran der leidenschaftliche Bergfan Martin Gruber ist in seinem Element. Ihm ist anzumerken, wie sehr ihn die beeindruckende Wirkung der Alpen auf die Besucher freut. Er fiebert schon auf die weiteren Drehs hin: „Im Sommer ist das Wetter nicht unbedingt am besten. Bei den vergangenen Staffeln hatten wir immer einen goldenen Herbst. Dann ist es hier oben wunderbar.“ 10- bis 15-mal drehen Gruber & Co. für die Episoden der 4. Staffel wohl am Dachstein. An Schnee im Hochsommer sind sie dann wohl mehr als gewöhnt.


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