Loading
Donnerstag, 27. November 2014
23:53 Uhr
Guten Abend!
| Jetzt anmelden
Interview mit Erol Sander
Interview mit Erol Sander
Autor:
Stefanie Moissl
 

Nach dem Aus des Klassikers „Stars in der Manege“ hat die ARD nun für ihr Adventsprogramm einen würdigen Nachfolger gefunden: „Einfach magisch“ heißt die neue Show, in der vier Promis mit jeweils einem Meistermagier darum kämpfen, das beste Zauberteam 2012 zu werden. Das Konzept samt den überdimensionalen Glitzerkulissen stammt aus England. Der Erfolg, den die BBC damit landete, lässt nun die ARD von einem neuen Lagerfeuer der Fernsehnation träumen, um das sich die ganze Familie versammelt.

Mit entsprechend hohem Aufwand wird im November vor der Aufzeichnung im Europa-Park Rust geprobt. Schauspieler Erol Sander tritt mit Topas auf: Der 40-jährige Schwabe zählt zu den zehn besten Magiern der Welt. Wieder und wieder „zaubert“ er Erol Sander neben sich auf die Bühne – um selbst  plötzlich 20 Meter weiter mitten im Studiopublikum wieder aufzutauchen. Beeindruckend. Für Topas aber auch nach vielen Wiederholungen nur „fast perfekt“. „Fast?!“ Erol Sander kann es nicht fassen, schickt aber schnell jenes Lächeln hinterher, mit dem er üblicherweise in gefühligen TV-Filmen und gelegentlich als Kommissar Özakin in „Mordkommission Istanbul“ seine Charme-offensive startet. Dieses Lächeln zeigt er auch während der Proben und beim Interview, in dem er aber durchaus über ernste Dinge spricht. Zum Beispiel darüber, wie er zur Religion steht.

Das Interview

Herr Sander, zur Promi-Riege, die sich sonst in den TV-Shows tummelt, zählen Sie nicht. Wie kommt’s, dass Sie ausgerechnet in einer Zaubershow mitmachen?

Erol Sander: Jeder kennt Stars wie David Copperfield. Aber wir haben auch im eigenen Land tolle Magier. Als Kind warst du verzaubert von dem, was da passiert. Und jetzt darfst du sogar selbst mitmachen. Unglaublich! (lacht). Ein paar Tricks haben ja auch mit echter Magie zu tun. Die Magie liegt darin, den Menschen so zu beeinflussen, dass man den Trick durchziehen kann, ohne dass es jemand merkt. 

Wie lange proben Sie schon?

Erol Sander: Wir haben im September angefangen. Ich habe zu dieser Zeit in Istanbul gedreht. Deshalb habe ich das Ganze erstmal über Video einstudiert.

Sie sind mit fünf Jahren nach Deutschland gekommen. Welche Erinnerungen haben Sie an die erste Zeit in Bayern?

Erol Sander: Kinder sind ein bisschen wie Unkraut. Sie passen sich schnell an. Natürlich fühlt man sich erst mal fremd. Aber das Wichtigste für uns Kinder war, dass die Mama da ist.

Später waren Sie auf einer Klosterschule am Chiemsee …

Erol Sander: Da war ich auch zwei Jahre Ministrant.

Wäre das etwas, das Sie sich auch für Ihre Kinder vorstellen könnten?

Erol Sander: Religion ist etwas ganz Wichtiges für die Kinder. Egal, welche. Es ist gut, dass es noch jemanden neben den Eltern gibt, der den Kindern das Gute und das Böse unterscheiden lässt. Und dass da noch jemand da ist, an den man sich wenden kann, wenn man ein Problem hat. Ich bin inzwischen „Deist“. Ich glaube an Gott, aber an keine Religion mehr.

Bevor Sie Schauspieler wurden, arbeiteten Sie lange als Model …

Das Ziel war die Schauspielerei – und der Weg führte über die Kamera. Ich hatte von meiner Familie her nicht die Möglichkeiten, Schauspieler zu werden. Es war ein langer Weg, aber ein guter.

Wie eitel muss man sein, um in diesem Geschäft Erfolg zu haben?

Erol Sander: Ich kann nur von mir sprechen. Und für mich ging es nie um Eitelkeit, sondern darum, das Publikum zu unterhalten. Der Zuschauer übergibt einem eine Aufgabe. Nämlich ihn durch den Film zu führen – oder zu verführen. 

Sind Sie eitel?

Erol Sander: Ich war zehn Jahre Fotomodell. Wenn ein Punk in den Spiegel schaut, um auszusehen wie ein Punk, und ein Hippie, um auszusehen wie ein Hippie - dann bin ich auch eitel, ja.

Sie sind „Gesundheitsmann 2012“. Wie wird man das?

Erol Sander: Die Fans haben mich über die Zeitschrift „Bunte“ gewählt. Ich fühle mich geehrt – das ist ein wunderschönes Kompliment. Es passt auf jeden Fall wie die Faust aufs Auge, denn ich habe in diesem Jahr 13 Kilo abgenommen. Ich habe einfach das Weizen und die Schokolade reduziert.

Und sie treiben viel Sport …

Erol Sander: Ich muss nicht bei Olympia mitmachen, und ich muss niemandem etwas beweisen. Die Zeiten sind vorbei. Aber ich bewege mich bewusst und esse bewusst. Schließlich bin ich jetzt 44 geworden, Wahnsinn! (lacht). Wenn ich Sport vor dem Fernseher mache, dann springe ich Seil auf einer 1 qm Tatami-Matte.

Und was läuft?

Erol Sander: Ich sehe viel Sport, die ganzen Skykanäle - Euronews und „Tagesschau“ finde ich super.  Belehrende Sachen. Oder Sachen, die neugierig machen auf mehr.
 
 

Jetzt im TV

Sendeschluss
Magazin
KI.KA 21:00 bis 06:00
Seit 174 Min.
WWE RAW
Show
Tele 5 22:14 bis 00:22
Seit 100 Min.
Revolution
Actionserie
RTL 22:15 bis 00:00
Seit 99 Min.
Matrix Revolutions
SciFi-Film
VOX 22:15 bis 00:50
Seit 99 Min.

©2014 rtv media group GmbH

10.61.5.112