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Dienstag, 02. September 2014
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Das ARD-Jahr 2013
Das ARD-Jahr 2013
Von Robert Nehr

Welche Erstausstrahlungen im Ersten sollte man sich vormerken? Welche Kinohöhepunkte gibt es im Sommer bei der ARD zu sehen?

 

Die ARD stellt die Höhepunkte des Filmjahrs traditionell in Hamburg vor – auch 2013 ist rtv vor Ort. Und hat den Eindruck: Bedrückende und anspruchsvolle Themen geben den Ton an. Darüber kann auch die Themenwoche "Glück" nicht hinwegtäuschen. In der soll sich alles um Träumereien und menschliche Bedürfnisse dreht. Ein starker Gegensatz zum Vorjahr: Da ging's in der Themenwoche ums Sterben.

Düster beginnt es auch 2013 in der ARD. Jan Josef Liefers und Anna Loos müssen am 20. Februar den rechten Terror vor der "Nacht über Berlin" erleben. Bei dem Drama geht es um die Vorgeschichte zum Reichstagsbrand im Jahr 1933. Eindringlich gespielt, der historische Stoff ist ein sicherer Quotenbringer – frei nach dem Motto: Der Horror des Dritten Reichs beschäftigt das TV-Publikum weiter. "Die Spionin" mit Valerie Niehaus schlägt in die gleiche Kerbe, hier müssen Interessierte aber noch bis zum Ende des Jahres auf die Ausstrahlung warten.

Um den Krieg am Hindukusch geht es in "Entscheidung bei Kunduz", das im 3. Quartal laufen wird. Die Besetzung ist schon einmal vielversprechend: Matthias Brandt, Axel Millberg und Matthias Koeberlin sind mit dabei. Die Affäre um die Bombardierung von zwei entführten Tanklastern auf Befehl von Oberst Georg Klein, die im Jahreswechsel 2009/10 auch erste Kratzer am Image von Karl-Theodor zu Guttenberg hinterließ, steht im Fokus. Mit "Auslandseinsatz" hatte die ARD ja auch schon im vergangenen Jahr einen gelungenen Film über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr im Programm – die Erwartungen sind also hoch.

Mit "Die Auslöschung" und "Stiller Abschied" befassen sich gleich zwei Dramen mit dem schwierigen Thema Alzheimer. Ab wann kann ein Mensch nicht mehr alleine für sich entscheiden? Wie gehen die Angehörigen mit der Lage um? Und wie nimmt der Alzheimer-Patient die Entwicklung hin? In "Die Auslöschung" (2. Quartal) verliert Klaus-Maria Brandauer das Gedächtnis, in "Stiller Abschied" (4. Quartal) Christiane Hörbiger – bewährte Kräfte.

Bewährt hat sich auch die Serie Weißensee, die ab dem 3. Quartal in die 2. Staffel geht. Florian Lukas, Katrin Saß und Co. führen die Saga aus der DDR-Zeit weiter. Und zwar ab dem Jahr 1987, also sechs Jahre nachdem Julia Hausmann verhaftet wurde. 2011 räumte Staffel 1 nicht nur quotenmäßig groß ab: Über zwei Deutsche Fernsehpreise und einen Bambi durften sich die Macher freuen.

Freuen dürfen sich auch die Freunde des bayerischen Idioms: Zwei Kultkrimis aus dem Süden wurden verfilmt. Herbert Knaup gibt zum dritten Mal den kauzigen Allgäuer Ermittler Kluftinger. "Seegrund" heißt die launige Episode der Reihe, die im 4. Quartal laufen soll. Bereits im 2. Quartal kommt ein weiterer Provinzkrimi ins TV: "Dampfnudelblues" von Rita Falk war ein voller Erfolg, wie bei Kluftinger ist auch bei dieser Verfilmung mit Sebastian Bezzel immer ein Augenzwinkern dabei. Für Norddeutsche wird's aber schwer, dem Geschehen zu folgen – der bayerische Dialekt macht in beiden Werken einen wichtigen Teil des Charmes aus.

Ganz andere sprachliche Probleme hat Colin Firth in dem Höhepunkt des ARD-Kinosommers. In "The King's Speech" spielt Firth den britischen König George VI., der stottert und versucht, dies abzustellen. Geoffrey Rush hilft als Sprachtrainer. Auch das deutsche Kino kommt nicht zu kurz: Mit "Türkisch für Anfänger" und "Sommer in Orange" zeigt die ARD zwei Erfolgsfilme erstmals im frei empfangbaren TV.

 

 
 

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