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Jetzt haben die Macher der Musikshow nicht nur einen, sondern gleich zwei Moderatoren für ihre Sendung gefunden. Neu und jung, einen Mann und eine Frau. Mit ihnen soll das volkstümliche Format jünger werden. — Personell gesehen ist die Zukunft des „Musikantenstadls“ nun in trockenen Tüchern. Einmal darf Andy Borg (54) seinen „Stadl“ im Juni noch präsentieren, danach übernehmen zwei deutlich jüngere Kollegen: Alexander Mazza (42) und Francine Jordi (37), ein deutscher Moderator und eine Schweizer Schlagersängerin. Das teilten ARD, ORF und SRF am heutigen Donnerstag mit. Am 12. September in Offenburg werden sie erstmals durch den „Musikantenstadl“ führen. Ein Zeichen dafür, wie ernst es die Verantwortlichen mit ihrer angekündigten Verjüngung meinen. Mazza und Jordi stehen laut Sendermitteilung für eine „inhaltliche und personelle Öffnung der Musikshow“. Und mit den beiden wählt man keine Unbekannten. Jordi gewann den „Grand Prix der Volksmusik“ (1998) und vertrat die Schweiz beim Eurovision Song Contest (2002), ist thematisch also bestens gewappnet. Mazzas TV-Karriere begann bei ProSieben. Er moderierte Sendungen wie „SAM“, „Herzblatt“, „Brisant im Ersten und „Mona Lisa“ im ZDF. — „Volksmusik liegt im Trend“ — „Ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung! Volksmusik liegt im Trend, vor allem die moderne, weiterentwickelte Form erfreut sich beim jungen Publikum großer Beliebtheit“, erklärt Alexander Mazza und ist sich sicher: „Das wird ein großes Volksfest mit 'ner Menge Überraschungen und guter Stimmung.“ Francine Jordi sieht vor allem auch eine Herausforderung in ihrer neuen Aufgabe: „Wir werden sicher auch an dem unvergessenen Karl Moik und an Andy Borg gemessen werden. Dies ist eine Verpflichtung und eine große Ehre. Am wichtigsten ist es mir, das Publikum zu unterhalten.“
Sonntag kam der letzte „Tatort“ aus Leipzig – und damit der letzte mit Simone Thomalla als Kommissarin Eva Saalfeld. Sophia Thomalla versteht nicht, warum der „Tatort“ ihrer Mutter aus dem Programm genommen wurde. Sie schrieb einen Brief an das Wochenmagazin Stern — Seit Januar 2014 ist bekannt, dass der MDR seinen Leipziger „Tatort“ zu Ende erzählen will. Seit Sonntag sind Keppler und Saalfeld nun tatsächlich Fernsehgeschichte. Einem jungen Team moderner Frauen gewichen. Genau das beklagt Sophia Thomalla, die 25-jährige Tochter der ehemaligen „Tatort“-Darstellerin, jetzt in einem offenen Schreiben auf stern.de. — — „Liebes Deutsches Fernsehen... was machst'n da für Sachen?“, beginnt Sophia Thomalla und kritisiert in den nachfolgenden Zeilen die radikale Verjüngung in der TV-Unterhaltungsbranche. „10,5 Millionen Zuschauer an einem Abend! So schnell macht Muttern das erstmal keiner nach!“ Doch Quote allein sei eben kein Garant mehr. Gekündigt wird trotz beeindruckender Zuschauerzahlen. Wenn es nicht am Erfolg lag, dann, so schlussfolgert Sophia Thomalla, am Alter: „Der Jugendwahn hat also auch die Bastion ‚Tatort‘ erreicht.“ Jung ersetzt alt. Warum, das erschließt sich Sophia Thomalla einfach nicht. Wütend schreibt sie zum Schluss: „Was für eine Scheiße! Denn auch wir, die sogenannte ‚jugendliche Zielgruppe‘, wollen gar keine Verjüngung. Wir wollen glauben können und gut unterhalten werden. Authentisch ist uns wichtig – egal wie alt.“ — — Die neuen MDR-Ermittler  Karin Hanczewski, Alwara Höfels und Jella Haase füllen 2016 die Lücke, die der Leipziger „Tatort“ am Sonntag hinterlassen hat. Ermittelt wird dann aber in Dresden.

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