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Montag, 16. Januar 2017
18:16 Uhr
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Action/Science Fiction
Batman v Superman: Dawn of Justice
USA 2015
Regie: Zack Snyder
Altersempfehlung: ab 12
Laufzeit: 152 Minuten
 

Inhalt

Nachdem die Schlacht mit General Zods kryptonischem Raumschiff Verwüstung hinterlassen und vielen Unschuldigen das Leben gekostet hat, wächst die Kritik an Superman. Während die Politik Kontrolle fordert, schmiedet auch Batman einen Plan, den Mann aus Stahl an die Leine zu legen. Weil auch die gewalttätigen Missionen des Gotham-Rächers Superman provozieren, kommt es schließlich zum direkten Duell der Titanen - und beide erkennen zu spät, dass sie von einem psychopathischen Superhirn meisterhaft manipuliert wurden.

Langbesprechung

Die erste Kollision zwischen den Titanen von Licht und Dunkel erfüllt alle Erwartungen an bombastisches, die Sinne überwältigendes Spektakelkino.
Nach "Man of Steel" führt Zack Snyder erneut den Taktstock in dieser Comicoper, die die Ereignisse aus "Man of Steel" weiterführt und zudem als Appetizer für das Superheldengipfeltreffen von DC-Comics fungiert, das Snyder mit "The Justice League" 2017 in die Kinos bringen wird. Dabei kämpfen erstmals die beiden größten Comicprotagonisten, wie gewohnt aber auch Überwältigungskino und emotionaler Zugang gegeneinander, bleibt es Amy Adams' Lois Lane vorbehalten, der Wucht an Eindrücken Seele zu geben.
Lane und ansatzweise auch der Gott aus Krypton sind Botschafter der Liebe in diesem schwermütigen Monumentaltableau von Krieg und Terror, das Motive aus Frank Millers Graphic Novel "Die Rückkehr des Dunklen Ritters" aufgreift. Als angegrauter, vom jahrelangen Einsatz in Gotham und traumatischen Erinnerungen zermürbter Batman überzeugt Neuzugang Ben Affleck - wie auch Henry Cavill, der Superman im ungewohnten Zornmodus agieren lassen und gleichzeitig majestätisch-göttliches Posing zeigen muss. Dass die Grenzen zwischen Licht und Dunkel verschwimmen und bei der Kollision der Ikonen auch Gemeinsamkeiten sichtbar werden, ist ein Verdienst des Drehbuchs, das Charaktere aber grundsätzlich nur skizzieren kann - darunter auch das psychotische Superhirn Lex Luthor und Wonder Woman, die mit ihrem Erstauftritt für ihre Franchiseouvertüre 2017 wirbt.
Der Plot thematisiert wie auch das neue Captain-America-Abenteuer die Kollateralschäden, die Superheldenmissionen mit sich bringen, ist aber wie das Figurenpersonal letztlich den Actionelementen und der Bildgestaltung unterstellt. Maßlosigkeit im Bombardement der Sinne, nicht zuletzt auch durch den martialischen Soundtrack, ist typisch für die Comicopern der Gegenwart, die alle für die Verehrung ihrer Götter wuchtige Kathedralen für Körperkult und Zerstörung bauen. Unbestritten aber bietet "Batman v Superman" fantastische Schauwerte. Jedes Bild ist als visuelles Kunstwerk angelegt, ist sehenswerter Baustein in einem düster-albtraumhaften Mosaik, das auf der Breitwand optisch hypnotische Wirkung entfalten kann. kob.

Kritik

Nach "Man of Steel" inszeniert Zack Snyder sein zweites Superman-Abenteuer, das den Kryptonflüchtling erstmals gegen Batman ins Gefecht ziehen lässt. Unweigerlich bringt dieses Titanenduell, in dessen Sog weitere DC-Superhelden für neue Franchise eingeführt werden, eine gewisse Maßlosigkeit an Actionbombast mit sich, der emotionalen Zugang erschwert. Amy Adams' Lois Lane bleibt es vorbehalten, der wuchtigen, düster-albtraumhaften Actionoper Seele zu geben, deren Schauwerte unbestritten spektakulär sind.

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