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Isabelle Huppert in "Captive – Entführt"
Isabelle Huppert in "Captive – Entführt"
Montag, 24.11.2014, 22.00 Uhr, Arte

Sie wurde so oft für den Filmpreis César nominiert wie keine andere. Heute ist Schauspielerin Isabelle Huppert in "Captive – Entführt" auf Arte zu sehen.

 

Internationale Hilfskräfte werden von Terroristen auf die Insel Basilan verschleppt. Dort entwickelt sich ein Machtspiel zwischen den Geiselnehmern und ihren Opfern, das bald außer Kontrolle gerät. Isabelle Huppert zeigt als Thérèse Bourgoine in dem Drama "Captive – Entführt", wie glaubhaft sie solch emotionale Extremsituationen darstellen kann: "Das Wichtigste für mich ist die Seele meiner Rollen – und ihr Geheimnis", sagt die französische Aktrice selbst über ihr Spiel.

Huppert kam 1953 in Paris zur Welt. Schon als 14-Jährige besuchte sie Schauspielkurse und begann ihre Karriere nach dem Studium am Konservatorium in Versailles zuerst am Theater. 1971 gab sie ihr Filmdebüt in "Faustine et le belle été". Ein Jahr später war sie an der Seite von Romy Schneider in "César und Rosalie" zu sehen: "Sie war äußerst liebenswürdig zu mir. Wenn so jemand derart gut zu einer jungen Schauspielerin ist, bedeutet das unendlich viel. Ich schöpfte daraus viel Selbstvertrauen."

Vor allem mit Rollen trostloser Frauen wie in "Die Kameliendame" wurde Huppert berühmt. 1978 wurde sie erstmals als beste Darstellerin für "Violette Nozière" bei den Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet. Weitere Preise wie der César für "Biester" (1996) oder der Europäische Filmpreis für "Die Klavierspielerin" (2001) folgten.

Ein Ausflug nach Hollywood endete 1980 im Desaster. Der Western "Heaven’s Gate" wurde zu einem der größten kommerziellen Flops aller Zeiten. Vielleicht ein Grund, warum Huppert seitdem kaum noch in US-Filmen zu sehen war. Eine der wenigen Ausnahmen bildet ihr Auftritt in der Komödie "I Heart Huckabees".

Statt in Hollywood durchzustarten wurde sie Stammschauspielerin des 2010 verstorbenen Regisseurs Claude Chabrol. Auch mit Michael Haneke oder Benoit Jacquot dreht sie immer wieder: "Für einen Regisseur einen Film zu machen, das ist auch ein Liebesbeweis, ein weiterer ist dann dessen Bekräftigung. Das ist so, als würde man den Schwur jedes Mal erneuern."

Über 100 Filme hat Huppert bisher gedreht, im Schnitt ist sie zwei- bis dreimal pro Jahr im Kino zu sehen. Zufrieden mit ihrer Arbeit wird sie nie sein: "Sobald man zufrieden und selbstgerecht ist, ist man auch kein Künstler mehr. Ich traue mir nichts zu. Gerade deshalb bin ich zu allem fähig."

 
 

Sendungen zum Thema

Captive - Entführt
Seit 92 Minuten
ARTE 22:00 - 00:00 24.11.
Drama, F, D, PHI, GB 2012
Film
3

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