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Angespielt – was ist E-Sport?

Angespielt – was ist E-Sport?

Das Phänomen E-Sport findet – gerade in Corona-Zeiten ohne Live-Sport-Events – immer mehr Anhänger. Doch was steckt eigentlich dahinter?

Die Zahlen und Fakten

E-Sport oder Electronic Sport sind professionell organisierte Videospiel-Wettkämpfe. Jährlich erzielt die Spiele-Industrie damit einen Umsatz von bis zu einer Milliarde Dollar. Wer denkt, das sei ein neumodisches Phänomen, der irrt. Das erste E-Sport-Großereignis fand 1972 an einer Universität in den Staaten statt, gespielt wurde Spacewar. Das Preisgeld: Ein Jahresabo des „Rolling Stone“ – kein Vergleich zu den aktuellen Preisgeldern. League of Legends ist das derzeit beliebteste Spiel und verzeichnet die höchsten Zuschauerzahlen. 2019 betrug da das Preisgeld 2,25 Mio. Dollar. Eine Studie der GfK ergab für mehr als 34 Millionen deutsche „Zocker“ ein Durchschnittsalter von 37 Jahren, bei denen das Spiel Minecraft besonders beliebt ist. Während Südkorea seine E-Sport-Mannschaften aktiv und effektiv fördert, bewegen sich die deutsche Mannschaften international noch auf den hinteren Rängen.

Spiele und Turniere live auf Twitch

Die Plattform für Gamer und Gaming-Interessierte ist ganz klar: Twitch! 15 Millionen Nutzer sind täglich darauf unterwegs, chatten mit Spielern und schauen sich Live- wie auch aufgezeichnete Events an. Die Stars der Seite verdienen bis zu 1500 Euro täglich durch Spenden ihrer Zuschauer.

Fußball am Controller: FIFA

Aktuell pausiert der Fußball vielerorts – doch 10 Millionen Zocker spielen weiter FIFA 2020. Das geht in mehreren Varianten: etwa im Karrieremodus als Trainer und Manager zugleich. Oder man tritt mit seiner Lieblingsmannschaft gegen andere Spieler an – online wie offline. Mittlerweile ist das Spiel hyperrealistisch, von den Bewegungen bis hin zur Grimasse.

Senioren am Hebel: Silver Snipers

Das bekannteste Seniorenteam, das an E-Sport-Wettbewerben teilnimmt, kommt aus Schweden und nennt sich „Silver Snipers“. Mit einem Durschnittsalter von 72 Jahren bewegt sich die fünfköpfige Gruppe rasant und erfolgreich durch die Shooter-Welten von „Counter-Strike: Global Offensive“.

Klassische E-Sport-Verletzungen

Eigentlich nicht so lustig: Viele professionelle Gamer (kurz: Pro Gamer) müssen ihre Karriere aufgrund von Verletzungen vorzeitig beenden. Die Top 3 sind Karpaltunnelsyndrom, Tennisarm und Rückenprobleme. Die häufigen Resultate mangelnder Bewegung.

| Anh Phi | 19. Mai 2020