Anna Fischer wurde bei einem Gesagsauftritt von Hans-Christian Schmid für den Film entdeckt und mauserte sich zur preisgekrönten Nachwuchs-Schauspielerin.

Die Berlinerin Anna Fischer steuerte als Teenie eigentlich eine Karriere als Musikerin an: Sie war Mitglied der Girlgroup “Zungenkuss” und sang in Musicals. Nach ihrer Entdeckung durch den Regisseur Hans-Christian Schmid, der ihr 2003 eine Nebenrolle in “Lichter” gab, fokussierte Fischer sich jedoch auf eine Schauspielkarriere.

Sie übernahm mehrere Rollen in Filmen und Serien, wie etwa “SOKO Leipzig” und “Bomben auf Berlin”. Nach der zehnten Klasse entschied die Mimin sich, die Schule zu verlassen. Noch im selben Jahr folgte mit dem Inzest-Drama “liebeskind” Fischers Durchbruch. Ende 2006 erhielt sie dafür den Max-Ophüls-Preis als beste Nachwuchsdarstellerin. Für ihre Rolle der wissbegierigen, trotzigen Teenagerin Hildegard in “Teufelsbraten” wurde Fischer 2007 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

Vielfach preisgekrönte Darstellerin

Damit begann ihre Erfolgsserie in deutschen Fernsehproduktionen: Fischer spielte unter anderem in “Die Rebellin” und “Wir sind das Volk – Liebe kennt keine Grenzen”. Für beide Nebenrollen erhielt die Schauspielerin den Deutschen Fernsehpreis. Eine ihrer neuesten Produktionen ist “Die Bestatterin – Der Tod zahlt alle Schulden”, in der sie Lisa Taubenbaum spielt, die bei der Rückkehr in die schwäbische Heimat das familiäre Bestattungsunternehmen übernimmt.

Als Taubenbaum bei zwei Todesfällen Ungereimtheiten entdeckt, ermittelt sie auf eigene Faust. Für diese Rolle ging Fischer mehrmals ins Leichenschauhaus und ließ sich in der Thanologie unterrichten. “Die Wiederherstellung des ästhetischen Erscheinungsbilds des Verstorbenen hat mich fasziniert”, so Fischer. Die Musik hat die Mimin nie aufgegeben: Seit 2004 ist sie Leadsängerin der Band “Panda”, die an die Beatmusik der 70er Jahre anknüpft.

| rtv Redaktion | 26. Juli 2019