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August Wittgenstein

August Wittgenstein

August Wittgenstein ist ein waschechter Prinz, allerdings spricht der Schauspieler nicht so gerne über seine Herkunft, sondern lieber über seine Arbeit – und Bier.

August-Frederik Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg – seinen vollständigen Namen verschweigt August Wittgenstein bei Castings gerne. Wenn man nur zwei Minuten habe, um für eine Rolle vorzusprechen, wolle er nicht die Hälfte davon mit der Namensnennung verschwenden, erklärte der Schauspieler einmal. Außerdem spreche er lieber über seine Rollen und Projekte als über seine Ahnentafel – die sich übrigens mindestens bis ins Jahr 1605 zurückverfolgen lässt. Vielleicht hat August Wittgenstein deshalb zunächst Geschichte studiert, bevor er sich voll und ganz der Schauspielerei widmete. Sein Studium hilft ihm immer noch, sich auf Rollen einzustellen. Denn der 1,85 Meter große Beau wird gerne für historische Stoffe besetzt, etwa in „Ludwig II.“ und „The Crown“. Als Vorbereitung auf seinen Part in „Das Boot“ las er Zeitzeugenberichte und Briefe von der Front.

Paraderolle: Männer kurz vorm Zerbersten

Übrigens erblickte Wittgenstein im gleichen Jahr das Licht der Welt wie Wolfgang Petersens Kultfilm, der der Serie als Vorbild diente: 1981. Seine erste Rolle hatte der Siegerländer, der in Schweden zur Schule ging, in England und den USA studierte und ein Jahr in Paris verbrachte, 2009 als Schweizer Gardist in „Illuminati“. Der Durchbruch aber kam erst 2016 mit dem ZDF-Mehrteiler „Ku’damm 56“ – als heimlich homosexueller Jurist: „Ich habe schon auf der Schauspielschule Rollen geliebt, die nach außen eine gewisse Härte hatten, die kurz vor dem Zerbersten waren.“ Trotzdem findet er es ganz angenehm, auch mal seine komische Seite zu zeigen, etwa als schnöseliger Anwalt in der Serie „Jenny – echt gerecht“. Mit Filmpartnerin Birte Hanusrichter betreibt er seit Oktober 2019 übrigens einen Podcast: In „Schaumgeboren“ sprechen die beiden über Biersorten.

| rtv Redaktion | 18. Mai 2020