Ein wahrer Löwe braucht eine Mähne. In “Lion – der lange Weg nach Hause” stand Dev Patel erstmals mit wallendem Haar und Bart vor der Kamera. Das autobiografische Drama über die Odyssee eines jungen Mannes, der nach seinen Wurzeln sucht, brachte Patel eine Oscar-Nominierung ein.

Löwenstark!

Der gebürtige Londoner, dessen Eltern aus Nairobi stammen, hatte es in seiner Kindheit nicht leicht. Er flog oft aus dem Unterricht, war hyperaktiv. Auf der Suche nach einem Ventil für seine überbordende Agilität entdeckte er die Schauspielerei. “Ich wollte mir meine Energie nutzbar machen.” Das funktionierte: Als 16-Jähriger gab Patel in der Serie “Skins” sein TV-Debüt. Seine erste Filmhauptrolle verhalf ihm kurz darauf zu Weltruhm: Der achtfache Oscargewinner “Slumdog Millionär” brachte Patel nicht nur unzählige Auszeichnungen ein, sondern auch privates Glück. Seine Filmpartnerin Freida Pinto verliebte sich in den Nachwuchsstar. Sieben Jahre waren sie liiert.

Im Anschluss an diesen Filmerfolg begab sich Patel auf anderes Terrain. Mit “The Sixth Sense”-Regisseur M. Night Shyamalan machte er das Fantasyspektakel “Die Legende von Aang” zum Kinohit. 2011 zeigte er in der Komödie “Best Exotic Marigold Hotel” neben rüstigen Stars wie Judi Dench, Maggie Smith und Bill Nighy seine Wandlungsfähigkeit. 2015 folgte die Fortsetzung. Ein Touristen-Domizil stand auch in “Hotel Mumbai” im Fokus, jedoch mit tragischem Hintergrund. Das Drama, in dem Patel einen Hotelangestellten spielt, verarbeitet die Terroranschläge im Taj Mahal von 2008. Zuletzt gab Patel in “The Personal History of David Copperfield” dem namensgebenden Dickens-Helden ein Gesicht. Außerdem gehört er zum Cast der Amazon-Serie “Modern Love”.

| rtv Redaktion | 5. August 2019