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Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Kein anderes Märchen holt jedes Jahr an Weihnachten von jung bis alt so viele Zuschauer vor die TV-Bildschirme wie der Klassiker “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel. Die Geschichte von der jungen Magd, die auf rätselhafte Weise das Herz des Prinzen erobert, berührt die ganze Familie. Bei uns finden Sie alles, was Sie zur deutsch-tschechischen Cinderella-Version wissen müssen.

Die Sendetermine für “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” an Weihnachten im Überblick – Heiligabend fünfmal im Fernsehen!

Montag, 24. Dezember 2018

  • 12.00 Uhr, ARD
  • 15.05 Uhr, WDR
  • 16.20 Uhr, NDR
  • 18.50 Uhr, One
  • 20.15 Uhr, RBB

Dienstag, 25. Dezember 2018

  • 10.25 Uhr, ARD
  • 23.15 Uhr, HR

Mittwoch, 26. Dezember 2018

  • 8.00 Uhr, SWR
  • 9.00 Uhr, BR
  • 9.00 Uhr, RBB
  • 16.10 Uhr, MDR

Drei Dinge, die Sie noch nicht über den Film “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” wussten

Skurrile Fakten zum Wintermärchen

  1. Der Schnee gehört zum Märchenklassiker wie die verwunschene Haselnuss! Aber wussten Sie, dass der Film eigentlich im Sommer spielen sollte? Spontan wurden die Dreharbeiten in den Winter verlegt – was eine Herausforderung für die Filmemacher darstellte, denn der Winter 1972/73 war kein weißer! So mussten die Produzenten Fischmehl verwenden, was zwar dem weißen Pulver optisch nahekommt, aber fürchterlich stinkt!
  2. Der Film spielt sowohl in Tschechien als auch in der (damaligen) DDR. Die Szenen am Hof wurden am Schloss Moritzburg bei Dresden gedreht. Bei den Filmtieren brach die Maul- und Klauenseuche aus, sodass Aschenbrödels Pferd Nikolaus nicht reisen durfte und von zwei verschiedenen Hengsten verkörpert werden musste – schaut doch mal hin!
  3. Auch wenn das Schloss Moritzburg die Kulisse für die Außenszenen des Films bietet, so wurden die Szenen des Balls in den Filmstudios in Babelsberg gedreht. Hier wurde der Prinz von der drallen “Kleinröschen” zum Tanz aufgefordert – und dabei ordentlich überrascht. Als Kleinröschen ihn kurzerhand hochhebt und er über die Tanzfläche schwebt, dürfte Schauspieler Pavel Trávníček überrascht gewesen sein – den von dieser “luftigen” Wendung des Märchens wusste er bis zu diesem Zeitpunkt nichts.

Darum geht’s:

In einem verschneiten Hof in der Nähe des königlichen Schlosses leidet das junge Aschenbrödel (Libuše Šafránková) unter den Schikanen ihrer bösen Stiefmutter (Carola Braunbock) und deren verwöhnten Tochter Dora (Dana Hlaváčová). Als der König (Rolf Hoppe) mit seinem Gefolge eines Tages auf dem Hof haltmacht, gelingt es der Stiefmutter, eine Einladung zum königlichen Ball im Schloss zu ergattern – Tochter Dora soll dort dem Prinz (Pavel Trávníček) den Kopf verdrehen. Der interessiert sich aber so gar nicht für’s Heiraten und tollt lieber mit seinen beiden Freunden durch den Wald. Dort begegnet er zum ersten Mal der vom Hof entflohenen Aschenbrödel, das die drei Königlichen mit Schneebällen ärgert – sie entkommt nur knapp.

Als Hofknecht Vinzek (Vladimír Menšík) ein paar Tage später in die Stadt aufbricht, um der Stiefmutter Stoffe für den Ball zu besorgen, bittet auch Aschenbrödel ihn, ihr etwas mitzubringen: “Was dir auf deinem Weg vor die Füße fällt”. Das nimmt der Knecht beim Wort, von einem Baum fallen ihm drei magische Haselnüsse in den Schoß. Mithilfe ihrer befreundeten Eule Rosalie erfährt Aschenbrödel von der Zauberkraft der Nüsse. In der ersten Haselnuss befindet sich eine Jägerstracht, in der das als Mann getarnte Aschenbrödel dem Prinz und seinem Gefolge abermals im Wald begegnet und ihnen eine Lektion in Sachen Schießen erteilt.

Als der Tag des Balls kommt, bittet Aschenbrödel die Stiefmutter, sie und Dora begleiten zu dürfen – dafür erntet sie Spott von der Witwe ihres Vaters: sie soll einen Haufen Erbsen und Linsen vom Boden aufheben und in zwei getrennte Schüsseln sortieren. Doch Aschenbrödel kann erneut auf ihre tierischen Freunde zählen: Die Tauben vom Hof kommen durch’s Fenster geflattert und erledigen die Arbeit für die junge Frau: “Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen!”.

Auf ihrem Pferd Nikolaus eilt Aschenbrödel in Richtung Schloss – die zweite Haselnuss enthielt ein Ballkleid. Als sie schlussendlich dort eintrifft hat der Prinz nur noch Augen für die schöne Unbekannte. Er will Aschenbrödels Namen wissen, doch stattdessen gibt sie ihm ein Rätsel auf und flieht. Der Prinz reitet ihr hinterher und trifft auf dem verlassenen Hof ein – er will die Entflohene unbedingt finden!

Aschenbrödels Rätsel

“Die Wangen sind mit Asche beschmutzt, aber der Schornsteinfeger ist es nicht.

Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.

Zum Dritten: Ein silbergewirktes Kleid mit Schleppe zum Ball, aber eine Prinzessin ist es nicht.”

Die böse Stiefmutter und Dora finden Aschenbrödel zuerst und versuchen den Prinzen mit einer List zu täuschen. Der kommt dahinter, findet Aschenbrödel in einem Brautkleid (der Inhalt der dritten Nuss) auf dem Hof wieder, löst das Rätsel und bittet sie, seine Frau zu werden. Begleitet von der prägnanten Musik des Märchens reiten Prinz und Prinzessin durch den Schnee davon.

| Katharina Montada | 20. Dezember 2018