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Ein Verwandlungskünstler: Hasendraht

Ein Verwandlungskünstler: Hasendraht

Die feinen Drahtmaschen kommen hier ganz anders zum Einsatz: Ob Glocke oder Karaffen-Dekoration – lassen Sie sich überraschen.

Sechseckgeflecht nennt der Fachmann das, was wir gemeinhin als Hasen- oder Hühnerdraht kennen. Und diese Namen kommen nicht von ungefähr, denn eigentlich verwendet man das Geflecht in der Kleintierhaltung. Wer je einen Zaun daraus gebaut hat, kennt die Qualitäten: Hasendraht ist biegsam, leicht und wetterfest. Grund genug, einmal darüber nachzudenken, ob das Gewebe nicht auch für dekorative Basteleien zweckentfremdet werden kann, um das Zuhause damit zu verschönern.

Auch wenn „Dekoration“ nicht die erste Assoziation ist, die man landläufig mit Hasen- oder Hühnerdraht verbindet, sollte die Idee nicht gleich voreilig verworfen werden. Denn nicht nur Nagetiere und Federvieh sind hinter dem Drahtnetz gut aufgehoben, sondern auch Glasflaschen, Kerzen oder Pflanzen. Die Einsatzgebiete für dieses nützliche Geflecht sind wirklich erstaunlich vielseitig. So kann man daraus filigrane Käfigglocken basteln, unter denen so manche Kleinigkeit plötzlich ganz groß zur Geltung kommt. Kaum zu glauben: Das rustikale Material ist auch perfekt, um einer Karaffe ein neues Aussehen zu geben. Wichtigstes Werkzeug zum Basteln mit Sechseckgeflecht ist ein guter Seitenschneider, mit dem der Draht zugeschnitten wird. Versuchen Sie es nicht mit einer normalen Schere! Die wäre danach ruiniert, und Ihren Händen täte es auch nicht gut. Um Verletzungen
durch die Drahtenden zu vermeiden, macht es Sinn, Handschuhe zu tragen.

Beim Kauf des Maschendrahtes gilt: Je kleiner das Dekoobjekt sein wird, das daraus gebastelt werden soll, desto kleiner die Maschenweite des Sechseckgeflechts wählen!

KREATIVE FLECHTWERKE

Eine Rolle von dem Hasendraht kostet nicht viel, aber der Effekt ist spektakulär. Dabei sind Ihrer Kreativität keine
Grenzen gesetzt, denn mit ein bisschen Schneiden, Biegen und Fantasie können Sie aus der unscheinbaren Drahtrolle viele weitere Objekte kreieren: Da wird aus einem alten Einmachglas mit einem Hasendraht-Kleid ganz schnell ein originelles Windlicht, auf einen Keilrahmen gezogen ist der Draht Basis für eine praktische Pinnwand, und auch der minimalistische Lampenschirm auf der rechten Seite ist schnell gemacht. Wer einmal mit dem Material gearbeitet hat, merkt: Hasendraht hat viel Potenzial!

Übrigens: Wenn er Ihnen pur zu rustikal aussieht, können Sie auch bunte Bänder durch die Löcher flechten – probieren Sie es doch einfach einmal aus!

Die Drahtglocke

© www.dekopress.de/ Katja v. Lipinski

Sie benötigen: Teller, Hasendraht, Maßband, Handschuhe, Seitenschneider, Zange, Draht, eventuell Farbe und einen Schwamm.

1 - Abmessen

Messen Sie den Umfang Ihres Tellers. Dann übertragen Sie das Maß auf den Hasendraht. Mit dem Seitenschneider
knipsen Sie nun Masche für Masche hinter den Verzwirbelungen durch.

2 - Verbinden

Jetzt den Draht zu einem Zylinder biegen und die Drahtenden verzwirbeln. Die Höhe nach Wunsch einkürzen. Durch die letzte Maschenreihe fädeln Sie einen Draht.

3 - Zusammenziehen

Nun ziehen Sie die Öffnung mit dem Draht zusammen und verknoten die Drahtenden fest. Wer möchte, färbt die entstandene Drahtglocke nun mit Acrylfarbe und einem Schwamm ein.

Der Karaffen-Mantel

© www.dekopress.de/ Katja v. Lipinski

Anleitung:

Sie benötigen: Karaffe, Hasendraht, Maßband, Handschuhe, Seitenschneider, Zange, Drahtstück

1 - Anpassen

Messen Sie den Umfang Ihrer Glaskaraffe und markieren Sie den Hasendraht an passender Stelle mit einem Permanentmarker. Den Seitenschneider zur Hand nehmen und den Draht passend zurechtschneiden.

2 - Umbiegen & Verbinden

Legen Sie den Hasendraht um die Karaffe. Mit festen Handschuhen oder einer Zange nun die scharfen Enden nach innen umbiegen, sodass keine scharfen Kanten mehr vorhanden sind. Um die Seiten zu verschließen, den Draht wie einen Schnürsenkel durch die Öffnungen fädeln (siehe Bild oben). Dann die Drahtenden oben und unten mit dem Hasendraht verknoten.

Fotos: © www.dekopress.de/ Katja v. Lipinski

| rtv Redaktion | 16. Juli 2019