Von seinem Image als “deutscher Bruce Willis” hat sich Heino Ferch längst befreit und gehört seit über 20 Jahren zu den gefragtesten Schauspielern des Landes.

Lange klebte das Image “Der deutsche Bruce Willis” an Heino Ferch, ausgelöst 1999 durch seine Rolle als Ex-Fremdenlegionär im Actionfilm “Straight Shooter”. Dabei ist der Schauspieler weitaus vielseitiger als sein US-Kollege, wie er in den letzten Jahren vielfach unter Beweis stellte.

Geboren 1963 in Bremerhaven, war Ferch als Kunstturner erfolgreich, ehe er am Salzburger Mozarteum sein Schauspielstudium absolvierte. Ein erstes Engagement erhielt er an der Freien Volksbühne Berlin und feierte fast zeitgleich 1988 sein Spielfilmdebüt in der Komödie “Schloss Königswald”. 1997 gelang ihm mit “Comedian Harmonists” der große Durchbruch.

Vielseitig in jeder Hinsicht

Seither ist Ferch national wie international gut beschäftigt und mehrfach preisgekrönt. So erhielt er für das Drama “Ein Kind wird gesucht” 2018 den Deutschen Fernsehkrimipreis. 2019 ermittelt er in der düsteren Fortsetzung von “Die verschwundene Familie” erneut als Kommissar Kessler. Wird ein aufwendiger historischer TV-Film gedreht, ist der  Schauspieler ebenfalls meist nicht weit. So war Ferch u.a. in “Der Tunnel”, “Die Luftbrücke”, “Das Adlon. Eine Familiensaga”, “Der WagnerClan. Eine Familiengeschichte” und “Ku’damm 56” zu sehen. Seit 2010 verkörpert er zudem in der ZDF-Reihe “Spuren des Bösen” den Kriminalpsychologen Richard Brock.

Auch auf die Kinoleinwand zieht es Ferch hin und wieder. Ob Tragikomisches wie “Vincent will Meer”, Kinderfilme wie “Hanni & Nanni” und “Connie & Co” oder Komödien wie “Hot Dog”: Auch hier zeigt sich Ferch extrem vielseitig. Apropos: Verheiratet ist der Mime seit 2005 mit der Vielseitigkeitsreiterin Marie-Jeanette Steinle. Mit ihr und den beiden gemeinsamen Kindern lebt er in Bayern am Ammersee.

| rtv Redaktion | 26. Juli 2019