Der Schauspieler Jan Fedder hat sich als “typischer Norddeutscher” ins Herz der ganzen Nation gespielt und dabei zahlreiche Krisen überwunden.

Raue Schale, weicher Kern: Jan Fedder ist ein Hamburger Jung. Seit über 25 Jahren sorgt er im “Großstadtrevier” als Dirk Matthies auf dem Kiez für Ordnung. In der 32. Staffel der Erfolgsserie wirkt Fedder so agil wie lange nicht. Das ist sicher auch einer Reha zu verdanken, die der Schauspieler vor dem Dreh einlegte, um wieder mehr Kraft in den Beinen zu bekommen.

Nicht nur seine Serienfigur, auch Fedder selbst musste einige Schicksalsschläge einstecken. Nachdem bei ihm 2011 ein Mundhöhlenkarzinom festgestellt wurde, unterzog er sich 30 Bestrahlungen. Die Krebserkrankung, die er besiegte, und später noch Brüche an den Beinen hätten ihn “fast aus dem Leben geworfen”. Zum Glück konnte Fedder in dieser schweren Zeit auf seine Frau Marion bauen, mit der er seit 18 Jahren verheiratet ist.

Ein halbes Jahrhundert im Geschäft

Im Herbst 2018 feierte der Volksschauspieler sein 50-jähriges Film- und Bühnenjubiläum. Bereits mit 13 Jahren stand er in der Serie “Reisedienst Schwalbe” vor der Kamera. Ob als Bootsmann Pilgrim in “Das Boot”, als Bauer Kurt Brakelmann in “Neues aus Büttenwarder” oder in jüngerer Zeit auch als “Hafenpastor” Stefan Book: Fedders Figuren haben das Herz am richtigen Fleck. Ebenso wie der Schauspieler selbst.

2005 nahm er für das ganze Team des “Großstadtreviers” die Goldene Kamera, Kategorie “Beste Kultserie”, in Empfang. Im Jahr darauf wurde er für die Rolle des Tauchers Hinrichs im Fernsehfilm “Mann im Strom” mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Neben der Schauspielerei macht das in St. Pauli aufgewachsene Nordlicht mit seiner Band “Big Balls” Musik. Auch wenn er gesundheitlich kürzer treten muss, will er so lange wie möglich vor der Kamera stehen. “Wenn ich nicht mehr drehen darf, dann falle ich tot um.”

| rtv Redaktion | 26. Juli 2019