Der Schauspieler Michael Fassbender gibt bei Dreharbeiten alles – und hat keine Angst vor Blamagen.

Angst sich vor der Kamera lächerlich zu machen, hat Michael Fassbender nicht. Oft geht der 1977 in Heidelberg geborene und in Irland aufgewachsene Mime bis über die Schmerzgrenze hinaus. Für Steve McQueens Drama “Hunger” über den Hungerstreik des IRA-Terroristen Bobby Sands magerte sich der 1,80 m große Fassbender 2008 auf 59 Kilo herunter.

In “Shame”, seiner zweiten Kooperation mit McQueen, legte er 2011 Körper und Seele bloß – und wurde mit einer Golden-Globe-Nominierung belohnt. Den Durchbruch schaffte Fassbender 2004 in der Mysteryserie “Hex”. 2006 wurde er im Schlachtenepos “300” zum Blickfang, 2009 war er als Lt. Archie Hicox in “Inglourious Basterds” zu sehen.

Zwischen Kommerz und Anspruch

Seitdem schafft Michael den Spagat zwischen Kommerz-Kino wie dem Reboot der “X-Men”- oder der “Prometheus”-Reihe und anspruchsvollen Werken wie “Macbeth”. In John Macleans “Slow West” gab Fassbender den Revolverhelden Silas, der dem schottischen Adligen Jay helfen soll, seine große Liebe aufzuspüren. Auch seine Zusammenarbeit mit McQueen trägt weiterhin Früchte: Sein Part als psychotischer Sklavenbesitzer in “12 Years a Slave” trug Michael Fassbender 2014 Nominierungen für den Oscar und den Golden Globe ein.

2015 gehörte er für seine Darstellung der AppleIkone Steve Jobs wieder zu den Nominierten. Dass Leonardo DiCaprio ihm den Oscar wegschnappte, kann der Wahl-Londoner verkraften: Sein Terminkalender ist voll. Seit 2017 ist Fassbender außerdem mit seiner Kollegin Alicia Vikander verheiratet. Die beiden hatten 2016 gemeinsam für “Liebe zwischen den Meeren” vor der Kamera gestanden.

| rtv Redaktion | 26. Juli 2019