Einst war Travis Fimmel das bestbezahlte männliche Model der Welt. Heute will der australische Hüne lieber mit seinen darstellerischen Qualitäten überzeugen.

Travis Fimmels Karriere hat etwas von einer Cinderella-Geschichte. 2002 spazierte der 1979 geborene Australier vollkommen pleite und barfuß ins Büro der Agentur “LA Models” – und avancierte in kürzester Zeit zu einem der ersten männlichen Models, das einen sechsstelligen Exklusivvertrag erhielt.

Nur schmückendes Beiwerk zu sein, war Fimmel bald nicht mehr genug. Zwei Jahre lang studierte er Schauspiel, bevor er sich zu seinem ersten Vorsprechen traute – und 2003 für die Titelrolle der Serie “Tarzan” besetzt wurde. Obwohl das Format nach 13 Folgen eingestellt wurde, hinterließ Fimmel einen bleibenden Eindruck. Es folgten Filme wie “Southern Comfort” oder “Surfer, Dude” mit Matthew McConaughey.

Als Wikinger zum Serienstar

2009 schaffte Fimmel mit der Krimiserie “The Beast” an der Seite von Patrick Swayze den Durchbruch. In “The Experiment” und dem schrägen Indie-Hit “Baytown Outlaws” bewies Fimmel seine Wandlungsfähigkeit. Der internationale Erfolg kam mit der Historienserie “Vikings”. Von 2013 bis 2017 spielte Fimmel die Hauptrolle des abenteuerlustigen Kriegerkönigs Ragnar Lothbrok. Obwohl Travis viele seiner eigenen Stunts drehte, hält der Mime sich für einen schlechten Wikinger. “Ich hätte damals nicht lange überlebt. All diese Kämpfe, die sind ein großer Teil der Show. Manchmal glaube ich, ich werde dafür zu alt.”

Mit dem Kämpfen war allerdings auch nach seinem Abschied aus der Serie noch längst nicht Schluss: 2016 kam Fimmel mit der martialischen Videospiel-Verfilmung “Warcraft” ins Kino. Dass er durchaus auch leisere Töne anschlagen kann, bewies der Mime u.a. als exzentrischer Guy in der Arthouse-Beziehungsgeschichte “Maggies Plan”.

| rtv Redaktion | 26. Juli 2019