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Drei Mal Vintage – drei Mal anders

Drei Mal Vintage – drei Mal anders

Einzigartige Vintage-Schätze verschönern jedes Zuhause. Romantisch, edel oder schnörkellos – probieren Sie diese Stilrichtung einfach mal aus.

Der Vintage-Look bringt Gemütlichkeit ins Zuhause: weiße Möbel im Shabby Chic, gemütliche Samtkissen, zarte Spitzendecken, bunte Glasvasen oder alte Kupfertöpfe – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt die verschiedensten Vintage-Stile mit jeweils eigenen Gestaltungsmöglichkeiten. Um sich in der Vielzahl der Möglichkeiten nicht zu verzetteln, lohnt es sich, wenn Sie sich zunächst ein Konzept überlegen und dieses bei der Einrichtung und Dekoration verfolgen. Auf den folgenden Seiten stellen wir drei verschiedene Vintage-Stile vor. Lassen Sie sich inspirieren!

Tipps für die Umgestaltung

Als “Vintage” werden Gegenstände bezeichnet, die zwischen 1920 und 1980 hergestellt wurden. Wird der alte Look künstlich hergestellt, spricht man von „Vintage-Stil“. Doch egal, ob antik oder auf alt getrimmt, (selbst gemachte) Vintage-Unikate machen das Heim einzigartig und sorgen dafür, dass es unverwechselbar zu seinem Bewohner passt. Echte Vintage-Schätze sind häufig auf Flohmärkten oder auf Verkaufsplattformen im Internet zu finden. Das Haus im Vintage-Stil umzugestalten muss nicht zwingend viel kosten. Vielleicht haben Sie schon vereinzelt alte Möbel und Accessoires zu Hause oder können auf Erbstücke zurückgreifen.

Dunkles Holz kann leicht mit Kreidefarbe gestrichen werden und erstrahlt so in hellen, freundlichen Farben. Haben Sie dagegen neues Holz, können Sie dieses schnell “alt aussehen” lassen. Auf der nächsten Seite stellen wir Ihnen hierzu verschiedene Techniken vor. Der angesagte Shabby Chic wird mithilfe von Schleifpapier selbst erzeugt. Wunderbar machen sich auch alte Fensterläden oder Türen als Deko-Elemente etwa hinter einem Nachtschränkchen oder der Schminkkommode. Neben größeren Elementen und Möbeln kommt es vor allem auf die Details an: Kerzenhalter, Kissen und Vasen an den richtigen Stellen platziert, lassen die Einrichtung erst wohnlich und gemütlich wirken.

Der perfekte Vintage-Look

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Umgestalten leicht gemacht: Mit diesen Tipps kreieren Sie im Handumdrehen Ihren ganz persönlichen Vintage-Stil.

  • NICHT ZU VIEL ALTES: Damit der Vintage-Look modern und nicht angestaubt wirkt, kombinieren Sie alte Stücke mit modernen Teilen. So holen Sie den Einrichtungsstil ins Hier und Jetzt.
  • LOGIK: Bei der Einrichtung sollten Sie sich auf einen Stil festlegen, etwa auf den Industrial- oder den Sixties-Look. Sonst wirkt der Raum schnell unruhig und der Stil zusammengewürfelt.RAUM GEBEN: Echte Klassiker sollten für sich stehen, damit sie ihre volle Wirkung entfalten können. Versuchen Sie deshalb, beim Einrichten und Dekorieren zwischen den verschiedenen Highlights einen gewissen Abstand einzuhalten.
  • VORSICHT VOR BETRÜGERN: Antike Schätze sind vor allem auf Flohmärkten oder im Internet bei Privatverkäufern zu finden. Hier sollte vor dem Kauf unbedingt die Echtheit überprüft werden – Betrüger verlangen teilweise viel Geld für Fälschungen.

Shabby Chic: Romantik pur mit verwittertem Holz

Adobe Stock

Wer es lieblich und verspielt mag, für den ist der romantische Shabby Chic genau das Richtige. Mit zarten Pastellfarben, viel Weiß und feinen Stoffen wird ein Look erzeugt, der zum Träumen einlädt.

  • MÖBEL: Für den romantischen Shabby Chic muss es viel helles Holz sein, am besten weiß und mit Abnutzungsspuren. Die Kanten sollten nicht zu hart sein, lieber verschnörkelt oder im Landhausstil. Schön sind auch Bettgestelle oder Tagesbetten mit verzierten Metallrahmen. Im Schlafzimmer an Romantik kaum zu toppen
    ist ein Himmelbett mit Spitzenvorhängen.

  • STOFFE: Spitze, Rüschen und Gehäkeltes passen perfekt zum romantischen Shabby Chic und bilden mit ihrer filigranen Machart einen schönen Kontrast zum rustikalen, abgenutzten Holz Rosen- oder andere florale Muster sorgen für Romantik. Farblich eignen sich neben Weiß besonders gut Rosétöne oder auch Flieder. Als Akzente geben goldene oder silberne Elemente dem Raum eine edle Note.

  • ACCESSOIRES: Tapeten mit verschnörkeltem oder floralem Muster sowie in Pastelltönen gestrichene Wände geben ein Gefühl der Wärme. Weiche Kissen und Decken laden zum Kuscheln ein. Kerzen in schönen Haltern und Windlichter dürfen natürlich auch nicht fehlen. Einen besonderen Charme verströmen frische oder getrocknete
    Blumen. Mit Vasen unterschiedlicher Farben, Größen und Formen können schöne Akzente gesetzt werden.

Holz altern lassen

Wir müssen nicht jahrelang warten, um abgenutztes Holz zu erhalten. Mit diesen Techniken kann der Effekt ganz leicht selbst erzeugt werden.

  • BÜRSTEN: Mit einem Drahtbürstenaufsatz für die Bohrmaschine wird das Holz parallel zur Holzmaserung und nur mit der Kante aufgesetzt abgebürstet. Raue Stellen mit einer Kunststoffbürste glätten.

  • ABFLAMMEN: Hier wird mit einem Gasbrenner die obere Holzschicht verbrannt. Anschließend die Kohle mit einer
    Drahtbürste abschrubben und das Holz mit Wasser abwaschen.

  • GEBRAUCHSSPUREN ERZEUGEN: Mit Hammer, Schraubenzieher und Kronkorken Kratzer und Macken ins Holz schlagen. Die Spuren sollten unregelmäßig und wie zufällig aussehen.

Industrial: Klare Linien und Farben

Bei diesem Stil kommen klare Linien und oft auch kräftige Farben zum Einsatz. Im Gegensatz zum romantischen Shabby Chic ist der Industrial-Look aufgeräumter, und man setzt Akzente mit Elementen wie schweren Ledersofas.

  • MÖBEL: Wichtig sind Ecken und Kanten sowie klare Formen – bloß keine Schnörkel oder andere verspielte Akzente: Den Industrial-Look zeichnet vor allem seine „Coolness“ aus. Dabei sorgen Vintage-Stücke aus Fabriken für die nötigen Highlights: Alte Spinde halten als Schränke her, und eine Werkbank wird zum Schreibtisch umfunktioniert.

  • MATERIALIEN: Beim industriellen Vintage-Look kommen vor allem schwere Materialien zum Einsatz: Metall, Leder und dunkles Holz in warmen Farbtönen bilden die perfekte Grundlage. Schön ist es, wenn Textur zu sehen ist und das Metall Patina hat. Als Textilien sind festere Stoffe wie Samt, Canvas oder auch Leinen geeignet – gerne in dunklen Tönen bis hin zu Schwarz.

  • ACCESSOIRES: Grünpflanzen lockern den Industrial-Look auf und verbessern ganz nebenbei das Raumklima. Als Hingucker – nicht nur über dem Esstisch – fungieren nackte Glühbirnen mit interessant geformten Leuchtdrähten. Für die nötige Wärme im sonst eher kühlen Industrial-Look sorgen zum Beispiel kupferfarbene Elemente.

Barocker Charme: Edle Schnörkel und Ornamente

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Den barocken Stil kennzeichnen Ornamente, Schnörkel und filigrane Schnitzereien. Er wirkt sehr edel und elegant. Mit den richtigen Accessoires lässt er jedes Zimmer wie Räume eines Schlosses wirken.

  • MÖBEL UND FARBEN: Hauptmaterial ist Holz – am besten in Weiß, gerne mit Kratzern und Macken. Die Möbel sollten viele Schnörkel und Schnitzereien aufweisen – je verspielter, desto besser. Sessel und Sofas im französischen Stil wie auf dem oberen Bild passen perfekt zum barocken Stil. Die Farben sollten sich auf kühle Töne wie Weiß, Hellgrau und Silber sowie wenige dunklere Töne beschränken. Warme Farben wie im romantischen Shabby Chic kommen nicht zum Einsatz. Echte Hingucker sind alte Truhen und Koffer, die elegant dekoriert wie richtige Schatzkisten wirken.

  • ACCESSOIRES: Schwere Kandelaber aus Silber, glänzende Seiden- oder Satinkissen, verschnörkelte Bilderrahmen – durch solche Details wird der Stil erst richtig edel. Spiegel verbreiten mit einem verschnörkelten Rahmen im Shabby Chic eine elegante Atmosphäre. Gerne darf das Spiegelglas schon an manchen Stellen blind sein. Ein schwerer Kronleuchter rundet das Bild ab.
| rtv Redaktion | 16. Juli 2019