Bewegung & Fitness

Badminton – Rasanter Ballwechsel

Badminton ist die härtere und schnellere Schwester des Federballs. Das Spiel trainiert Schnelligkeit, Beweglichkeit, Reaktionsvermögen, Koordination und Konzentration. Allerdings stresst es die Gelenke und belastet Herz und Kreislauf.

Federball und Badminton sind zwei ungleiche Schwestern. Beiden gemeinsam ist der gefiederte Ball, um den sich alles dreht, und der mit Saiten bespannte Schläger, mit dem die Spieler ihn hin und her schießen. Dabei ist das Ziel des Spiels Federball, dass Sie den Ball möglichst lang in der Luft halten. Beim Badminton dagegen geht es darum, dass sie den Ball, Shuttlecock genannt, so schlagen, dass der Gegner ihn nicht erwischt.

Laufen, springen, drehen, auf den Ball zielen und abschlagen – Badminton fordert Ihren ganzen Bewegungsapparat. Da der Federball Geschwindigkeiten von 300 Stundenkilometern erreichen kann, sind zudem Ihr Reaktionsvermögen, Schnelligkeit, Gleichgewichtssinn, Koordination und Konzentration gefragt.

Badminton-Matches finden in der Halle statt. Dadurch können Sie unabhängig vom Wetter das ganze Jahr spielen.

Für wen sich der Ballsport eignet

Badminton ist der richtige Sport für Sie, wenn Sie

  • gern im Team spielen,
  • Wettkämpfe mögen,
  • eine gute Kondition mitbringen oder aufbauen wollen,
  • schnell reagieren können.

Die positiven Effekte von Badminton

Badminton ist ein anspruchsvolles Ganzkörpertraining. So profitieren Sie:

  • Herz und Kreislauf: Ein Badminton-Match dauert 90 Minuten, währenddessen laufen Profispieler über sieben Kilometer. Doch auch wenn Sie kein Profi sind, bringt der Ballsport Sie ordentlich in Bewegung, trainiert Ihre Kraft und Ausdauer.
  • Muskulatur: Die schnellen Richtungswechsel nach links, rechts, vor und zurück trainieren Ihre gesamte Rückenmuskulatur sowie Ihre geraden und seitlichen Bauchmuskeln. Der tiefe Ausfallschritt kräftigt Ihre Oberschenkel- und Gesäßmuskeln.
  • Koordination: Den Ball im Auge behalten, danach laufen, zielen und abschlagen gehören zu den anspruchsvollen Bewegungsabläufen des Badmintons, die Balance und Koordination fördern.
  • Konzentrationsfähigkeit: Die schnellen Ballwechsel zwingen Sie dazu, sich absolut zu konzentrieren. Dadurch können Sie abschalten und Alltagsprobleme hinter sich lassen. Die Spielversion „Black Minton“ verstärkt den Aspekt noch. Dabei spielen Sie in der dunklen Halle bei Schwarzlicht mit einem leuchtenden Shuttlecock.
  • Teamgeist: Da Sie Badminton mit einem Gegner oder im Doppel mit einem Partner gegen ein Team spielen, schulen Sie damit noch die soziale Kompetenz. Im Verein haben Sie zudem die Möglichkeit, noch andere Spieler kennenzulernen.
  • Figur: Profis verbrennen bis zu 1000 Kalorien pro Stunde. Doch auch Freizeitspieler verbrauchen ordentlich Energie, was zusammen mit dem Muskeltraining der Figur bekommt.
Badminton

Badminton oder Federball kann als Sport verbinden. (c) ANNA BERDNIK / Fotolia

Die Risiken des schnellen Ballwechsels

Mit Badminton können Sie rasch große Trainingseffekte erzielen. Allerdings birgt der Sport auch einige Gefahren, vor allem für den Bewegungsapparat. Für Sie nicht geeignet ist er, wenn Sie bereits Schädigungen haben an

Falls Sie Probleme mit Herz und Kreislauf oder einen erhöhten Blutdruck haben, ist der rasante Sport ebenfalls weniger für Sie geeignet.

Weiteres Risiko sind Verletzungen im Doppel durch

  • Zusammenstöße der Spieler,
  • Treffer mit dem Schläger,
  • Aufprall des Federballs auf die Haut, Augen, Ohren.

Alles in allem empfiehlt sich Badminton für alle, die Wettkampfsituationen lieben und gern schnelle koordinierte Bewegungen ausüben. Um die Verletzungsgefahr zu reduzieren, empfiehlt es sich, anfangs ein paar Trainerstunden zu nehmen. Dadurch lernen Sie, den Schläger gelenkschonend zu benutzen und Knie sowie Hüften zu entlasten.