Magen & Darm

Blähungen – so klappt´s mit der Verdauung

Blähungen sind ein Signal, dass mit der Verdauung etwas nicht stimmt.Was Sie gegen zu viel Luft im Bauch tun können, erfahren Sie hier.

Zu den häufigsten Auslösern von Blähungen gehören Ernährungsgewohnheiten, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und der Lebensstil. Wer beispielsweise sein Essen hektisch hinunterschlingt oder beim Laufen isst, verschluckt dabei viel Luft. Das führt unweigerlich zu Blähungen (Flatulenzen).

Blähungen – Symptome und Ursachen

Medizinisch sind Blähungen nicht klar definiert. Normalerweise handelt es sich bei Blähungen um ein Anzeichen für das Vorhandensein von überschüssiger Luft (oder Gasen), manchmal jedoch auch von Flüssigkeiten. Viele leiden neben den Blähungen an einem Blähbauch und einem Völle- und Überdehnungsgefühl im Bauch.

Das Gefühl des „Aufgeblähtseins“ kann aufgrund von Verdauungsstörungen entstehen, die den ersten Teil des Verdauungssystems betreffen. Dort wird die Nahrung schlecht verdaut und gärt im Magen.

Das dabei erzeugte Gas führt zu den bekannten Symptomen: Der Körper entledigt sich der Gase im Verdauungssystem, indem er sie entweder als Rülpsen oder Aufstoßen nach oben abgibt oder indem sie als Flatulenzen durch den After freigesetzt werden.

Außerdem können Blähungen bei Verstopfung, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder beim Reizdarmsyndrom auftreten. Bei Frauen treten Blähungen häufiger auf als bei Männern.

Warum verursachen Verdauungsstörungen Blähungen?

Eine Verdauungsstörung liegt vor, wenn der obere Teil des Verdauungssystems nach einer Mahlzeit nicht richtig arbeitet. Dadurch kommt es im Magen zur Bildung überschüssiger Gase, einem Gefühl des „Aufgeblähtseins“, dem Bedürfnis aufzustoßen und manchmal auch zu anderen Symptomen einer Verdauungsstörung.

Das Aufstoßen, d. h. die Freisetzung überschüssiger Gase durch den Mund, kann das Unwohlsein bei Blähungen lindern.

Gase, die nicht nach oben aus dem Körper transportiert werden, wandern den restlichen Verdauungstrakt entlang, um schließlich als Flatulenzen abgegeben zu werden. Auf dieser Reise sind die Blähungen im Dünn- und im Dickdarm spürbar, da die überschüssigen Gase diese Organe dehnen.

Blähungen – Tipps zur Ernährung und zum Lebensstil

Nachfolgend werden einige Maßnahmen beschrieben, die Sie ergreifen können, um Ihre Beschwerden zu lindern, wenn Sie an zu viel Luft (Gasen) im Magen und an Blähungen leiden:

  • Tempo drosseln: Hetzen Sie sich nicht beim Essen, sondern nehmen Sie sich Zeit für Ihre Mahlzeiten.
  • Gut kauen: Kauen Sie Ihre Nahrung länger, mindestens zwanzigmal pro Bissen.
  • Nahrungsmittelverträglichkeit prüfen: Meiden Sie Lebensmittel, von denen Sie wissen, dass sie zu Magenverstimmungen führen, etwa fettige oder scharfe Speisen.
  • Trinkgewohnheiten ändern: Meiden Sie kohlensäurehaltige Getränke und Kaffee. Nehmen Sie zu den Mahlzeiten nicht zu viel Flüssigkeit zu sich, da dies die Magenenzyme verdünnt.
  • Bewegen Sie sich: Regelmäßige Bewegung und Sport sind gesund und regen die Verdauung an.

Blähungen behandeln – welche pflanzlichen Mittel helfen?

Falls Änderungen bei Ihrer Ernährung und Ihren Essgewohnheiten keine Wirkung zeigen, können Sie verschiedene Heilpflanzen testen, um Ihre Verdauung zu verbessern.

Verschiedene Heilpflanzen haben den Ruf, die Verdauung der Nahrung zu unterstützen und die Wahrscheinlichkeit von Blähungen verringern. Zu diesen Heilpflanzen zählen Artischocke, Boldo und Löwenzahn.

Mehr Informationen und homöopathische Tipps bei Verdauungsbeschwerden finden Sie im rtv-Artikel “Gut drauf im Bauch“.

Blähungen behandeln – wie sieht es mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln aus?

Für die Behandlung stehen keine Medikamente zur Verfügung, die gezielt bei Blähungen helfen.

Ihr Arzt kann Ihnen Arzneimittel allerdings zur Behandlung von Verdauungsstörungen verschreiben, etwa Antazida, H2-Blocker und Protonenpumpenhemmer, wird dies jedoch nur tun, wenn bei Ihnen schwerwiegendere Symptome wie Sodbrennen oder Bauchschmerzen auftreten.

Blähungen – wann sollte ich den Arzt konsultieren?

Holen Sie ärztlichen Rat ein, wenn Sie unerklärliche Verdauungssymptome haben, falls die Symptome sich verschlimmern und Sie stark belasten oder sich die Symptome trotz Behandlung nicht bessern. Wenn Sie Blut in Ihrem Stuhl oder im Erbrochenen bemerken, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.