Blauer Fleck: Wann ist ein Bluterguss ein Fall für den Arzt?

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Blauer Fleck aus heiterem Himmel?

Neigen Sie zu blauen Flecken? Kein Grund zur Panik! Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Ein blauer Fleck (Bluterguss) entsteht, wenn ein Teil des Körpers so stark beschädigt wird, dass die kleinen Blutgefäße in der Nähe der Hautoberfläche reißen und sich Blut in das Gewebe unterhalb der Haut verteilt. Auslöser für solche Verletzungen kann ein Stoß, eine Prellung oder auch festes Aufdrücken sein. Bei einer starken Verletzung entsteht er sehr plötzlich, bei leichteren dauert es eine Weile.

Blaue Flecken, die wir keiner klaren Ursache zuordnen können, treten meistens an den Armen oder den Beinen auf, da diese Körperteile am aktivsten sind. Kinder, Jugendliche und Frauen sind am stärksten betroffen.

Ein Bluterguss bleibt seiner Farbe nicht treu. Mit dem „Älterwerden“ nimmt er alle Farben des Regenbogens an – von violett zu blau, anschließend von grün zu gelb. Bei gravierenderen Verletzungen können Blutergüsse zusätzlich anschwellen. Bei den meisten Verletzungen verschwinden die Symptome innerhalb von zehn Tagen.

Einige Blutergüsse treten jedoch ohne eine offensichtliche Verletzung auf, sozusagen „aus heiterem Himmel“. Manche Menschen haben immer wieder einen unerklärlichen blauen Fleck. Wir sagen Ihnen, was es damit auf sich hat.

Blauer Fleck: Die Neigung zu Blutergüssen ist normal

Wer zu Blutergüssen neigt, hat nicht unbedingt ein schwerwiegendes gesundheitliches Problem:

  • Unbemerkt gestoßen? Manche Leute entwickeln einfach schneller Beulen als andere. Sie bekommen Blutergüsse, wenn sie sich ohne es zu merken an Tischen, Stühlen und anderen Gegenständen stoßen.

  • Unfallgefährdet? Kinder sind unfallgefährdeter als Erwachsene. Sie rennen umher, stürzen, stehen wieder auf und fallen direkt wieder hin. Dies kann dramatisch aussehende Blutergüsse zur Folge haben, obwohl die Kinder weder ernsthaft verletzt sind noch über Schmerzen klagen.

  • Medikamente? Menschen, die blutverdünnende Medikamente wie Acetylsalicylsäure einnehmen, sind anfällig für Hämatome, denn diese Mittel erhöhen das Risiko, dass ein blauer Fleck entsteht. Auch Patienten mit einer Blutgerinnungsstörung,etwa der Bluterkrankheit (Hämophilie),bekommen häufig scheinbar ohne ersichtlichen Grund ein Bluterguss
  • Gewebe anfälliger? Ältere Menschen entwickeln schneller Blutergüsse, weil die Haut und das direkt darunterliegende Gewebe mit fortschreitendem Alter dünner werden und die dort liegenden Blutgefäße nicht mehr so gut schützen können. Darüber hinaus verlieren die Gefäßwände im Laufe der Zeit an Elastizität. Diese Faktoren führen dazu, dass die Blutgefäße auch bei geringer Krafteinwirkung eher reißen.

  • Leichte Verletzung? Eine kleine Verletzung kann manchmal zu größeren Blutergüssen führen, als Sie vielleicht annehmen. So kann es passieren, dass Sie beim Fußballspielen stolpern und dem gar keine Bedeutung beimessen, weil kein Blut fließt oder Sie keine Schmerzen verspüren. Später entdecken Sie dann einen Bluterguss – meist das Ergebnis einer leichten Gelenksverstauchung oder Muskelzerrung.

blauer Fleck

Ein blauer Fleck kann beim Blutabnehmen leicht entstehen. (c) Colourbox.de

Blauer Fleck: Zeichen für eine Erkrankung?

Hin und wieder kann eine erhöhte Neigung zu Blutergüssen ein Anzeichen für eine Erkrankung sein. Dabei handelt es sich in der Regel um schwerwiegende Krankheiten, die in die Hände von Ärzten gehören. Dazu zählen:

  • Infektionen: Einige virale und bakterielle Infektionen können zu einer Ansammlung von Toxinen im Blut und zu einer erhöhten Anfälligkeit für Blutergüsse führen.

  • Blutgerinnungsstörungen

  • einige Krebsarten (z. B. Leukämie)

  • Basedow’sche Krankheit

  • Vitaminmangel (z. B. Vitamin B 12)

  • chronische Entzündungskrankheiten

  • Diabetes
  • Medikamente: Aspirin, Antikoagulanzien (Gerinnungshemmer) und einige Antibiotika können ebenfalls zu einer erhöhten Anfälligkeit für Blutergüsse führen.

Blauer Fleck: Wann muss ich zum Arzt?

Die meisten Menschen, die sich schnell Blutergüsse zuziehen, müssen sich keine Gedanken wegen einer ernsthaften Erkrankung machen. In den folgenden Fällen sollten Sie jedoch einen Arzt aufsuchen:

  • wenn Sie vermehrt unerklärliche Blutergüsse an Ihrem Körper bemerken

  • bei Fieber

  • bei Schmerzen ohne erkennbare Ursache

  • wenn Sie sich wegen anderer gesundheitlicher Aspekte Sorgen machen (z. B. bei Verdauungsstörungen, hartnäckigem Husten)

  • wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen

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