Gesunde Ernährung

Blutorange – Die farbenfrohe Vitaminbombe

Sie ist fruchtig, bunt und unglaublich gesund: Die Blutorange hat bis März Saison und ist in der kalten Jahreszeit die ideale Stärkung für Ihre Abwehrkräfte. Denn die knallige Frucht steckt voller gesunder Inhaltsstoffe, die Ihr Immunsystem im Winter dringend benötigt. 

Die Blutorange ist eine richtige Vitaminbombe: In ihr stecken 14 verschiedene Vitamine, unter anderem eine große Menge an immunstärkendem Vitamin C. 100 Gramm Blutorangen liefern etwa 50 mg Vitamin C. Das bedeutet: Zwei Früchte decken bereits den durchschnittlichen Tagesbedarf eines Erwachsenen. Besonders beliebt ist die Blutorange bei Läufern, da der hohe Vitamin C-Gehalt die Eisenaufnahme fördert und sich dadurch die Muskulatur besser regenerieren kann.

Blutorangen beugen Entzündungen vor, unterstützen das Zellwachstum und stärken Haut und Haare. Zudem ist die Citrusfrucht reich an sekundären Pflanzenstoffen, die nachweislich hohen Blutdruck senken.

Kälte erzeugt die rote Farbe der Blutorange

Blutorangen kommen aus dem Mittelmeerraum und sehen der Orange sehr ähnlich. Doch was sie so einzigartig macht, ist ihre Farbe: Während andere Früchte konstant warme Temperaturen benötigen, um zu reifen, braucht die Blutorange ein eher wechselhaftes Klima. Deshalb ist Sizilien, wo es in dieser Jahreszeit tagsüber warm und nachts kalt ist, das Hauptanbaugebiet für Blutorangen. Denn die rote Färbung des Fruchtfleisches entsteht durch starke Temperaturschwankungen. Bei Differenzen zwischen 0-20 Grad Celsius bilden sich sogenannte Anthocyane, Pflanzenfarbstoffe, die im Fruchtfleisch und in der Schale entstehen. Lagern sich die Pigmente im Fruchtfleisch ab, verfärbt es sich. Dabei variiert die Färbung von goldfarben bis rubinrot. Die Farbintensität sagt dabei nichts über die Reife aus, denn auch helle Früchte können kräftig-aromatisch schmecken.

Blutorangen sind saftig und reich an Vitamin C.

Blutorangen: Saftig und reich an wertvollen Vitalstoffen. (c) Angelika Smile / Fotolia

Sekundäre Pflanzenstoffe: Medizin für die Gesundheit

Sekundäre Pflanzenstoffe können noch viel mehr: Die kraftvollen Antioxidantien haben eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem, schützen die Zellen und sorgen für ein schönes Hautbild. Sie wirken auf den Organismus ähnlich wie ein Medikament und halten unsere Gesundheit aufrecht. Diese rein pflanzlichen Inhaltsstoffe stecken im Fruchtfleisch, Saft und in der Schale einer Frucht. Daher zupfen Sie beim nächsten Mal die weiße Haut der Citrusfrüchte nicht zu sorgfältig ab: Auch diese enthält viele Pflanzenstoffe.

> In diesen Lebensmitteln stecken ebenfalls Antioxidantien

Pflanzenstoffe senken hohen Blutdruck

Rote Früchte wie Blutorangen, aber auch Trauben, Rote Beete und Tomaten können den Blutdruck senken. Da sie durch ihre rote Färbung reich an Pflanzenstoffen sind, wirken sich diese Sorten besonders gut auf das Herz-Kreislaufsystem aus. Grund dafür ist die Wirkung der sekundären Pflanzenstoffe auf die Endothelfunktion. Das Endothel ist die innerste Schicht der Blutgefäße, die den Blutdruck steuert und den Sauerstoffaustausch reguliert. Die Pflanzenstoffe weiten das Endothel und dehnen die Schicht, sodass das Blut gegen einen geringeren Widerstand arbeiten muss. Dadurch senkt sich der Blutdruck.

Pflanzliche Pigmente haben eine Zellschutzfunktion

Pflanzenstoffe wie etwa das rot färbende Anthocyanin unterdrücken das Bakterienwachstum und unterstützen die Zellregeneration. Ihre Schutzfunktion geht soweit, dass sie das Risiko verringert, an bestimmten Krebsarten zu erkranken.

Mit ihrer antioxidativen Eigenschaft bekämpfen die sekundären Pflanzenstoffe – wie auch das Vitamin C – freie Radikale. Sie verhindern, dass freie Radikale schädliche Stoffwechselprodukte freisetzen können, das Gewebe in oxidativen Stress versetzen und somit unsere Zellen angreifen. Dadurch schützen sie die Zellen vor Alterung und Entartung. Zudem stimulieren die Pflanzenstoffe das Immunsystem, indem sie die Reparatur geschädigter Zellen anregen und das Erbgut vor krebserregenden Substanzen abschirmen.

Gesunde Ernährung ist vor allem pflanzlich

Bild: Fotolia / colourbox.de

Lutein sorgt für ein schönes Hautbild

Die gesundheitsfördernde Wirkung der sekundären Pflanzenstoffe überträgt sich auch auf unsere Haut, die sich stetig gegen äußere Umwelteinflüsse wehren muss. Vor allem der Pflanzenstoff Lutein sorgt für gesunde Haut. Wie andere Pflanzenstoffe schützt auch Lutein die Hautzellen vor freien Radikalen und UV-Strahlung, hilft der Haut, Feuchtigkeit besser zu speichern und erhöht damit ihre Elastizität.

Des Weiteren wirkt er wie ein natürlicher Zellenauffüller auf Haare, Haut und Nägel. Lutein ist bereits ein natürlicher Bestandteil der oberen und unteren Hautschicht. Wenn Sie über Ihre Ernährung ausreichend sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamin C für die Kollagenproduktion zu sich nehmen, lassen diese Ihre Haut frisch und gesund aussehen.

> Hier erfahren Sie mehr über Vitalstoffe für gesunde Haut

Gerichte mit buntem, gesunden Farbklecks

Blutorangen haben in vielerlei Hinsicht einen positiven Effekt auf unser inneres und äußeres Wohlbefinden. Und auch auf kulinarischer Ebene ist die Blutorange für Überraschungen gut: Sie schmeckt nicht nur roh als gesunder Snack, sondern auch in deftigen und süßen Gerichten. Durch ihren kräftig-fruchtigen, teils herben-beerigen Geschmack lassen sich Blutorangen ausgezeichnet mit Fisch und Fleisch kombinieren. Süße Sorten passen gut in winterliche Salate und Nachspeisen. Probieren Sie sich aus: Fenchel-Blutorangen-Salat, frische Pasta mit gebratenen Garnelen und Blutorangenschnitzen oder eine Blutorangen-Tarte? Egal, wie sie die rote Power-Frucht zubereiten: Der gesunde Farbklecks auf dem Teller hält Sie fit und lässt Sie auch im Winter strahlen.

> Rezept für ein leckeres Zitrusfrucht-Trio