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Empyem: Vorsicht Blutvergiftung

Ein Empyem ist ein Eiterherd im Körper. Lesen Sie hier, wie diese Herde entstehen, welche Symptome es gibt und wie sie behandelt werden.

Auslöser für ein Empyem ist meist eine bakterielle Infektion in einer Körperhöhle. Ohne sofortige Therapie ist diese Erkrankung möglicherweise lebensbedrohlich. Gelangt das eitrige Sekret in den Blutkreislauf, kann sich eine Blutvergiftung entwickeln. Deshalb sollten Sie ein Empyem immer medizinisch behandeln lassen.

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Was ist ein Empyem?

Das Wort „Empyem“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie „Eiter bildend“. Verursacher des Empyems sind Bakterien, die eine Entzündung auslösen. Bei einem Empyem geschieht dies in einem mit Gewebe umschlossenen Hohlraum des Körpers. Typische Hohlräume sind beispielsweise der Spalt zwischen Lungen- und Rippenfell, Kieferhöhlen, Bauchhöhle oder die Gallenblase. Durch die Entzündung bildet sich in dem Gewebehohlraum eine eitrige Flüssigkeit, das sogenannte Empyem.

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Empyeme – die Formen

Besonders häufig betroffen sind Galle oder Lunge. So bildet sich beispielsweise bei einer Gallenblasenentzündung gerne ein Empyem. Bekannte Formen des mit Eiter gefüllten Gewebe-Hohlraums sind:

  • Gallenblasenempyem
  • Gelenkempyem (Pyathros)
  • Kieferhöhlenempyem
  • subdurales Empyem (unter der Hirnhaut)
  • Lungenempyem
  • Pleuraempyem (Brustkorbvereiterung)

Es gibt noch weitere Formen eitriger Prozesse im Körper. Sie treten aber typischerweise nicht in einem bereits vorhandenen Hohlraum auf. So bildet sich bei einem Abszess zwar abgekapselter Eiter, aber dies kann überall im Körper entstehen und nicht nur in bereits vorgeformten Gewebehohlräumen. Phlegmonen sind eitrige Entzündungen, die nicht abgegrenzt sind und sich diffus in tieferen Schichten ausbreiten.

Der Arzt kann ein Empyem chirurgisch entfernen. (c) Colourbox

Wie entsteht ein Empyem?

Ursache für ein Empyem ist eine bakterielle Infektion. Folgende Risikofaktoren können beispielsweise zur Entwicklung beitragen:

  • Ein undichter Verschlussmechanismus in einer Körperhöhle (zum Beispiel der Gallenblase).
  • Eine allgemeine Abwehrschwäche des Körpers (zum Beispiel bei älteren oder chronisch kranken Menschen).

Häufige Erreger sind folgende Bakterien:

  • Haemophilus influenzae
  • Streptococcus pneumoniae
  • Staphylococcus aureus
  • Pseudomonas aeruginosa
  • Klebsiella pneumoniae

Was sind die Symptome?

Mit einem Empyem fühlen Sie sich mit der Zeit in der Regel krank und kraftlos. Ihre Leistungsfähigkeit nimmt ab. Je nach Lage, Art und Stärke des Befalls variieren die Symptome. Mögliche Kennzeichen sind:

  • Fieber
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Schweißausbrüche
  • Durchfall
  • Schmerzen im infizierten Bereich
  • Kreislaufprobleme
  • Husten
  • Bauchschmerzen
  • Brustschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Kurzatmigkeit
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Muskelsteife im infizierten Bereich

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Wie wird ein Empyem behandelt?

Ein Empyem kann der Arzt chirurgisch entfernen. Oft erhalten Patienten zusätzlich Antibiotika, um die Bakterien abzutöten. Eventuell ist es notwendig, über eine Drainage das Sekret abzuleiten. Erkennt der Arzt die Infektion frühzeitig, kann er die eitrige Flüssigkeit auch über eine Hohlnadel absaugen.

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