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Fettabsaugung – Kosten und Risiken im Überblick

Den Körper mit Sport und gesunder Ernährung alleine in Form zu bringen ist für viele Menschen gar nicht so einfach. Eine Fettabsaugung scheint eine einfache Alternative zu sein. Lesen Sie hier mehr dazu.

Immer mehr Menschen achten besonders penibel auf ihr äußeres Erscheinungsbild. Ungewollte Fettpolster an Hüfte, Po oder Oberschenkeln stören da meist beim Blick in den Spiegel. Wenn sportliche Aktivitäten und gesunde Lebensmittel nicht mehr weiterhelfen, hilft oft nur noch eine Fettabsaugung (Liposuktion), um unnötigen Fetteinlagerungen den Kampf anzusagen. Das denken viele. Doch wann kommt der Eingriff überhaupt infrage und welche Risiken sind damit verbunden? All das erfahren Sie im nachstehenden Artikel.

Fettabsaugung: wann sie sinnvoll ist

Es gibt Menschen, die scheinen bereits von Geburt an mit einem wohlgeformten Körper gesegnet zu sein, dem auch der eine oder andere Ausrutscher mit Chips und Schokolade nichts anhaben können. Auf der anderen Seite gibt es jedoch viele Menschen, die ihr Leben lang gegen überflüssige Kilos und die damit verbundenen Fettpolster kämpfen. In der Regel können eine bewusste und gesunde Ernährung sowie gezieltes Fitnesstraining einiges ausmachen und zu einem sportlichen und gesünderen Körper führen. In manchen Fällen reichen diese Anstrengungen jedoch nicht aus und das eingelagerte Fett bleibt bestehen. Meist auch an genau den Körperstellen, die besonders Frauen als ungünstig oder lästig erachten.

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Oft wird dadurch auch der Kauf neuer Kleidung zum Problem. Manchmal liegt es auch einfach an der genetischen Veranlagung, dass sich bestimmte Körperstellen selbst durch regelmäßigen Sport nicht formen lassen. Vor allem Frauen gelingt es beispielsweise nach einer Schwangerschaft nicht mehr oder nur sehr schwer, wieder zu ihrer ursprünglichen Form zurückzufinden. Zwar ist es möglich, selbst nach einer sehr hohen Abnahme, den Körper wieder in Form zu bringen, doch auch das hat oft seine Grenzen. In all diesen Fällen kann es sinnvoll sein, gemeinsam mit dem behandelnden Arzt über eine mögliche Fettabsaugung nachzudenken.

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Fett am Bauch trotz Sport.

Manche Fettpolster schmelzen auch nicht durch Sporteinheiten. (c) Colourbox.de

Was geschieht bei einer Fettabsaugung?

Je nach Umfang der Behandlung kann eine Fettabsaugung zwischen einer und drei Stunden dauern. Dabei findet der Eingriff unter Vollnarkose oder lokaler Betäubung statt. Der Chirurg markiert zunächst die betreffenden Stellen, an denen Fett abgesaugt werden soll. Mittlerweile gibt es sehr schonende Methoden, um eine Fettabsaugung durchzuführen. Es werden zum Beispiel dünne Kanülen eingesetzt, die gewährleisten, dass umliegendes Muskelgewebe, Nerven und Blutgefäße nicht beschädigt werden. Mit dem Eingriff werden die teils hartnäckigen Fettdepots verringert, was zu einer sichtbaren Verbesserung der Körperkontur führt. In manchen Fällen kann eine Fettabsaugung sogar eine Verbesserung des Hautbilds zur Folge haben, was besonders bei vorliegender Cellulite von Vorteil sein kann.

Die Kosten einer Fettabsaugung

Die Kosten für eine Fettabsaugung hängen, genau wie die Behandlungsdauer, vom Umfang des Eingriffs ab. Je nach Körperstelle und Volumen des Körperfetts, das abgesaugt werden soll, schwanken die Kosten in Deutschland zwischen 1.500 und 6.000 Euro. Einen konkreten Betrag kann Ihnen nur der durchführende Arzt mitteilen, nachdem besprochen wurde, welche und wie viele Körperregionen behandelt werden sollen, um wie viel Fettgewebe es sich in etwa handelt und welche Behandlungsmethode angewendet wird.

Beeinflusst wird der Preis für eine Fettabsaugung auch von der regionalen Lage der durchführenden Kliniken sowie den unterschiedlichen Honoraren der Ärzte. Grundsätzlich gilt: je höher der Aufwand und je spezieller und moderner die Geräte, desto höher fällt in der Regel auch der Preis für das Fettabsaugen aus. Hier geht es jedoch um Ihre Gesundheit, daher sollten die Kosten hier auch nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Fettabsaugung: welche Risiken gibt es?

Bei einem chirurgischen Eingriff wie einer Fettabsaugung können Risiken nie komplett ausgeschlossen werden. Um diese jedoch im überschaubaren Rahmen zu halten, sollte darauf geachtet werden, dass der Eingriff nur durch einen qualifizierten Arzt durchgeführt wird, der auf diesen Bereich spezialisiert ist. Folgende Risiken können bei einer Fettabsaugung auftreten:

  • Unregelmäßigkeiten der Haut
  • verstärktes Taubheitsgefühl der behandelten Körperstellen
  • Vergiftungserscheinungen bei Überdosierung von speziellen Flüssigkeiten
  • Beeinträchtigung des Gewebes durch Hitze (z. B. durch die Verwendung von Ultraschallkanülen)
  • Wundheilungsstörungen
  • Überreaktionen aufgrund von Unverträglichkeiten
  • Schockzustände durch hohen Flüssigkeitsverlust

Um etwaige Risiken bei einer Fettabsaugung bestmöglich minimieren zu können, ist es wichtig, das Vorhaben mit einem Facharzt im Vorfeld eingehend zu besprechen. Zudem muss eine sorgfältige und umfangreiche Untersuchung des Patienten stattfinden, um gesundheitliche Risiken und Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.

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