Hausmittel gegen Husten – natürlich gesund werden

Alternativmedizin & Naturheilkunde

Hausmittel gegen Husten

Natürliche Hausmittel gegen Husten sind beliebt. Was hilft gegen schleimigem Husten und wie dämpfen Sie Reizhusten? Die wirksamsten Hausmittel und ihre Anwendung im Überblick!

Zwei- bis fünf Erkältungen im Jahr sind normal – und häufig kommt neben Schnupfen und Halsschmerzen auch noch Husten dazu. Oft lassen sich die Symptome auf sanfte Art lindern. Mittel gegen Husten helfen Ihnen bei Hustenattacken, gegen Verschleimung und quälenden Hustenreiz in der Nacht. Husten gilt jedoch nicht nur bei einer Erkältung (grippaler Infekt) oder einer Grippe als unangenehmer Begleiter. Er kommt auch bei Asthma, Bronchitis oder einer Lungenentzündung vor. Und wer zu oft am Glimmstängel zieht, kennt den quälenden Raucherhusten meistens ebenfalls.

Husten ist einer der häufigsten Gründe, warum Erwachsene ihren Hausarzt aufsuchen. Bei Kindern ist er zusammen mit Fieber ein Symptom, das in allen Altersklassen besonders oft auftritt. Bei den bis zu 40-Jährigen steckt meist eine Infektion mit Viren dahinter. Welches Hausmittel gegen Husten hilft, hängt von der Art des Hustens ab – denn hier gibt es durchaus Unterschiede. Doch viele Bundesbürger kennen sich mit dem Thema Husten wenig aus, und es ist ihnen überhaupt nicht bekannt, dass es verschiedene Hustentypen gibt.

>Die besten Hausmittel bei Erkältung

Was ist Husten?

Husten ist ein wichtiger Schutzreflex des Körpers. Er versucht dadurch, Krankheitserreger, Schleim, Staub oder Fremdkörper aus den Atemwegen zu entfernen. Auch wenn Sie Rauch oder giftige Dämpfe einatmen, setzt automatisch ein heftiger Hustenreiz ein. Die Schleimhäute entzünden sich und reagieren gereizt. Im Grunde ist der Husten also eine Abwehrreaktion des Körpers. Husten ist aber keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Es tritt im Rahmen vieler verschiedener Atemwegserkrankungen auf.

Welche Arten von Husten gibt es?

Mediziner kennen verschiedene Typen und Erscheinungsformen des Hustens. Sie stufen den Husten zunächst nach seiner Dauer ein.

Wie lange husten Sie schon?

  • Akuter Husten ist ein häufiger Begleiter bei Infektionen der oberen (Nase, Nebenhöhlen) und unteren Atemwege (Lunge, Bronchien) mit Viren und Bakterien, etwa einer Erkältung, Grippe oder Bronchitis. Aber auch Allergien, allergisches Asthma, Vergiftungen mit Schadstoffen oder Fremdkörper in den Atemwegen können akuten Husten auslösen. Er klingt meist nach drei, spätestens nach acht Wochen wieder ab.
  • Chronischer Husten ist hartnäckiger und dauert länger als acht Wochen. Häufige Ursachen sind Atemwegserkrankungen wie Asthma, Allergien, chronische Bronchitis, chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD, „Raucherhusten“), Lungenentzündung, eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung, aber auch Lungenkrebs.

Ist Ihr Husten schleimig oder trocken?

Nach der Erscheinungsform lässt sich der Husten so einteilen:

  • Produktiver Husten (schleimiger Husten, Husten mit Schleimproduktion, Husten mit Auswurf): Der Husten geht mit der Bildung von größeren Mengen Sekret einher, das Patienten abhusten. Ärzte sprechen von Auswurf oder Sputum. Beim festsitzenden Husten gelingt es nicht, das Sekret ausreichend abzuhusten. Am häufigsten stecken Erkältungen, eine chronische Bronchitis, COPD oder Lungenentzündung hinter dem produktiven Husten.
  • Reizhusten: Der Husten ist trocken und Betroffene produzieren keinen Auswurf. Dieser Hustentyp heißt auch unproduktiver Husten. Meist beginnt eine Erkältung mit Reizhusten. Dann geht der Erkältungshusten in einen produktiven Husten über. Weitere Gründe für Reizhusten sind Fremdkörper in den unteren Atemwegen (den Bronchien), eine Bronchitis oder eine Kehlkopfentzündung. Auch eingeatmete Schadstoffe wie Staub, Gase und die Dämpfe von Chemikalien kommen als Hustenauslöser in Frage.
  • Wer Blut hustet, sucht besser schleunigst seinen Arzt auf. Dahinter können eine Tuberkulose, Lungenembolie oder Lungenkrebs stecken.

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Bronchitis: Mann hustet

Starker Husten kann eine Folge von Bronchitis sein. (c) Colourbox

Omas Hausmittel gegen Husten sind altbewährt

Manche Mittel gegen Husten setzen Menschen schon seit Jahrhunderten ein. Zu beachten ist, dass die Wirksamkeit dieser Hustenmittel meist nicht wissenschaftlich in Studien nachgewiesen ist. Vielmehr beruht ihr Einsatz auf jahrzehntelangen Erfahrungen und überliefertem Wissen. Dass es kaum Studien zu Hausmitteln bei Husten gibt, heißt also nicht, dass sie unwirksam sind. Medikamente gegen Krankheiten müssen dagegen ein langes Verfahren durchlaufen, bevor sie zugelassen sind. In der Apotheke erhalten Sie meistens beides: Erprobte Mittel gegen Husten und auch in Studien getestete Medikamente gegen Husten.

Welches Hausmittel gegen Husten nützt, hängt von der Art des Hustens ab. So sind manche pflanzlichen Helfer und Mittel aus der Küche bei Reizhusten besser, andere dagegen bei produktivem Husten mit einem festsitzenden Schleim. Es gibt aber auch natürliche Hausmittel, die bei allen Hustentypen gleichermaßen helfen. Beispiele sind die Inhalation oder viel trinken.

Ab zum Arzt! Einen blutigen Husten sollten Sie auf keinen Fall mit Hausmitteln behandeln, sondern sofort Ihren Arzt aufsuchen. Das gilt auch für den Fall, dass Ihr Husten nach drei Wochen nicht abgeklungen ist.

Wirksame Hausmittel bei schleimigem Husten

Viel trinken bei Husten!

Wer Husten hat, achtet am besten auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Viel zu trinken, hilft bei jeder Art von Husten. Das Trinken verflüssigt den Schleim in den Bronchien bei produktivem Husten weiter und Sie können ihn besser abhusten. Bei Reizhusten befeuchtet die Flüssigkeit die Atemwege – das lindert den Hustenreiz.

  • Empfehlenswert sind 1,5 bis zwei Liter Flüssigkeit am Tag.
  • Greifen Sie am besten zu kalorienarmen, ungesüßten Getränken.
  • Viele empfinden warme Getränke als angenehmer bei Husten, zum Beispiel Kräutertees. Aber auch kühle Getränke wie Wasser oder Saftschorlen sind geeignet. Sie lassen die gereizten Schleimhäute abschwellen und dämpfen den Hustenreiz. Probieren Sie aus, ob Ihnen kalt oder warm gut tut. Ansonsten greifen Sie abwechselnd zu warmen und kühlen Getränken.

Kräuter und Pflanzen als Hustenmittel

Heilkräuter und Heilpflanzen zählen zu den besten Hausmitteln bei Husten. In Apotheken, Drogerien und im Internetversandhandel gibt es pflanzliche Arzneien in unterschiedlichen Zubereitungen. Beispiele sind Hustentees, Hustentropfen, Hustensaft, Hustenbonbons oder Hustenpastillen.

Hustentee, der den Schleim löst und das Abhusten verbessert, bereiten Sie aus Schlüsselblume, Thymian, Primel, Fenchel oder Anis zu. Den Hustenreiz lindern können Sie auch mit einem Tee aus Efeublättern, Eibisch oder Spitzwegerich. Trinken Sie mehrmals täglich eine Tasse davon in kleinen Schlucken. Süßen Sie den Hustentee nach Belieben mit Honig, Zucker oder Kandiszucker.

Efeuextrakt gibt es auch als Hustensaft, Hustentropfen oder Tinktur. Achtung! Pflücken Sie Efeublätter auf keinen Fall selbst und bereiten Sie daraus einen Hustentee zu – es drohen schwere Vergiftungserscheinungen!

>Die besten Tees bei Erkältung

Omas Hausmittel gegen Husten: Inhalieren und Dampfbäder

Inhalieren ist ein alt bewährtes Hausmittel gegen Husten. Es befeuchtet die Atemwege, wirkt schleimlösend und hilft, das Sekret besser aus den Atemwegen abzutransportieren. Die Inhalation nützt bei produktivem Husten, aber auch bei Reizhusten.

  • Erhitzen Sie Wasser für ein Kopf-Dampfbad und geben Sie es in eine Schüssel oder einen Topf.
  • Geben Sie eventuell Kräuterextrakte hinzu. Gegen Husten helfen zum Beispiel Eukalyptusöl, Anis, Fenchel, Primelwurzel, Süßholz, Thymian, Pfefferminze oder Kamille, welche die Atemwege beruhigen. Alternativ setzen Sie dem Wasser einfaches Speisesalz oder physiologisches Kochsalz zu.
  • Beugen Sie sich jetzt über das Gefäß und legen Sie ein Handtuch über den Kopf. So entweichen die Dämpfe nicht, sondern gelangen in die Atemwege. Aber Achtung! Vermeiden Sie, dass Sie mit dem Gesicht ins heiße Wasser geraten, sonst drohen Verbrennungen!
  • Atmen Sie die Dämpfe tief über den Mund und die Nase ein, damit die Stoffe ihre Wirkung entfalten können.
  • Statt des heißen Wasserbades können Sie auch einen Inhalator verwenden.
  • Inhalieren Sie mehrfach täglich auf diese Weise.
Inhalieren hilft bei verschiedenen Arten von Husten.

Inhalieren hilft bei verschiedenen Arten von Husten. (c) fakezzz / Fotolia

Inhalieren bei Kindern – Tipps

Wenn Kinder inhalieren, gibt es einiges zu beachten:

  • Bleiben Sie neben Ihrem Kind stehen und beobachten Sie es. So vermeiden Sie Verbrennungen und Verbrühungen durch den Kontakt mit kochendem Wasser.
  • Oft tun sich Kinder mit einem Inhalator leichter.
  • Ätherische Öle sind für Babys und kleine Kinder nicht geeignet. Sie können Krämpfe in den Atemwegen verursachen. Fragen Sie zur Vorsicht vorher Ihren Apotheker oder Kinderarzt. Mittlerweile gibt es spezielle Präparate für Babys und kleine Kinder.

>Tief einatmen! Inhalieren bei Erkältung

Warmer Brustwickel mit Quark

Warme Quarkwickel sind ein wirksames Hausmittel gegen Husten. So geht’s:

  • Bestreichen Sie ein Handtuch oder Geschirrtuch dick mit normalem Quark aus dem Supermarkt.
  • Falten Sie das Handtuch so, dass der Quark später nicht direkt auf der Haut aufliegt. Zwischen der Haut und dem Quark sollte eine Stoffschicht liegen.
  • Erwärmen Sie den Quarkwickel auf Körpertemperatur, zum Beispiel mit Hilfe einer Wärmflasche.
  • Legen Sie den Quarkwickel über Ihre Brust und schlingen Sie ein weiteres Tuch zur Befestigung darüber.
  • Belassen Sie den Brustwickel dort mindestens eine halbe Stunde, wenn Sie mögen auch länger. Der Quark trocknet allerdings mit der Zeit.
  • Wenn Sie den Quarkwickel entfernt haben, bleiben Sie noch einige Minuten ruhig liegen. Decken Sie sich warm zu, damit Sie nicht frieren.

Brustwickel mit Zitrone

Ein gutes Hausmittel gegen Husten ist der Zitronenwickel. Er ist vor allem bei schleimigem Husten wirksam. Und so stellen Sie ihn her:

  • Schneiden Sie eine (Bio)Zitrone in dünne Scheiben und wickeln Sie diese in ein Geschirrtuch.
  • Drücken Sie den Wickel vorsichtig mit den Fingern, um den Saft aus der Zitrone zu pressen.
  • Legen Sie den Wickel um Ihre Brust und befestigen Sie ihn mit einem weiteren Tuch.
  • Den Zitronenwickel können Sie beliebig lange einwirken lassen. Verspüren Sie Juckreiz, entfernen sie ihn.

Zwiebelsirup mit Honig als Hustensaft

Hustensaft gibt es nicht nur in der Apotheke oder der Drogerie zu kaufen. Sie können ihn auch aus einfachen Zutaten selbst herstellen, die in den meisten Küchen vorhanden sind: Zwiebeln und Honig! Zwiebeln enthalten ätherische Öle und andere Substanzen, die Bakterien abtöten und Entzündungen bremsen. Honig wird ebenfalls antibakterielle und hustenreizlindernde Wirkung zugeschrieben.
So stellen Sie den Zwiebelsirup als Hausmittel gegen Husten her:

  • Schälen Sie eine große Zwiebel und schneiden Sie das Gemüse in kleine Würfel.
  • Geben Sie die Zwiebelstücke in ein Schälchen und vermischen Sie diese mit zwei Esslöffeln Honig. Eine Honigalternative für Veganer ist Kandiszucker, Zuckerrübensirup, Ahornsirup oder Agavendicksaft.
  • Lassen Sie den Zwiebelsaft einige Stunden ziehen, am besten über Nacht.
  • Gießen Sie die Zwiebel-Honig-Mixtur durch ein Sieb und fangen Sie den Sud auf.
  • Nehmen Sie mehrmals täglich einen Teelöffel des selbstgemachten Hustensaftes.

Tipp! Bei Husten mit zähem Schleim hilft auch ein Zwiebelwickel. Er wirkt schleimlösend und lindert den Hustenreiz. Schneiden Sie dafür Zwiebeln klein und wickeln Sie diese in ein Geschirrtuch. Legen Sie den Zwiebelwickel auf die Brust und fixieren Sie ihn mit einem weiteren Tuch. Belassen Sie ihn einige Zeit dort, eventuell auch über Nacht.

>Das macht Honig so gesund!

Herkömmlicher Honig gehört aufs Brot, nicht auf Wunden

Honig wirkt wohltuend bei vielen Erkältungsbeschwerden. (c) Daniel Vincek / Fotolia

Fenchelhonig

Der Geschmack von Zwiebelsaft und Honig ist nicht jedermanns Sache. Eine gute Alternative ist Honig mit Fenchel, den besonders Kinder lieber mögen. Die Wirkung des Fenchelhonigs bei Husten ist auf die ätherischen Öle in den Fenchelfrüchten zurückzuführen, in erster Linie Anethol und Fenchol. Die Wirkstoffe verflüssigen den Schleim weiter und er lässt sich besser abhusten.

  • Verrühren Sie für den Fenchelhonig etwa zehn Gramm geschroteten Fenchel mit 100 Gramm Honig.
  • Lassen Sie die Mischung etwa einige Tage ziehen.
  • Gießen Sie Honig und Fenchelfrüchte durch ein feines Sieb, um die Fenchelfrüchte herauszufiltern.
  • Nehmen Sie mehrmals am Tag einen Teelöffel Fenchelhonig zu sich. Sie können ihn pur einnehmen, ihn aber auch in Tee oder heißem Wasser auflösen und trinken.

Tipp! Wenn Ihnen die Herstellung zu aufwändig ist und zu lange dauert: Fenchelhonig gibt es als fertige Zubereitung in Apotheken, Drogerien, Reformhäusern oder im Internetversandhandel.

Schwarzer Rettichsirup als Hustensaft

Schwarzer Rettich gilt als Wunderwaffe gegen Husten. Der Saft aus dem Winterrettich hemmt Keime und Entzündungen. Sie bekommen das Gemüse frisch im Bioladen oder auf dem Markt. So stellen Sie einen Hustensaft aus dem schwarzen Rettich her:

  • Schneiden Sie die Kappe des schwarzen Rettichs ab. Dann höhlen Sie den Rettich zu etwa einem Drittel kugelförmig mit einem Löffel oder geeigneten Werkzeug aus.
  • Stechen Sie in den Boden des Rettichs einige Löcher, zum Beispiel mit einer Stricknadel. Dann setzen sie ihn auf ein Gefäß, etwa ein Schälchen oder passendes Glas.
  • Füllen Sie in den Rettich mit braunem Zucker oder Kandiszucker und einem Esselöffel Honig auf.
  • Verschließen Sie den schwarzen Rettich wieder mit dem abgeschnittenen Deckel.
  • Lassen Sie die süß-scharfe Mischung etwa einen halben Tag an einem warmen Ort ziehen. Der Zucker löst sich auf und entzieht dem schwarzen Rettich den Saft. Der Rettichsirup tropft nun in das Schälchen unter dem Wurzelgemüse, in dem Sie ihn auffangen.
  • Füllen Sie den Hustensaft in ein verschließbares Gefäß und stellen ihn in den Kühlschrank. Bei kühlen Temperaturen hält er einige Tage.
  • Nehmen Sie etwa dreimal täglich einen Esslöffel Rettichsirup ein.

Tipp! Am nächsten Tag lösen Sie wieder ein wenig Fruchtfleisch aus dem Rettich und füllen ihn erneut mit Kandiszucker auf, dann stehen lassen. Bei größeren Rettichen können Sie den Vorgang einige Male wiederholen, bis das Fruchtfleisch „aufgebraucht“ ist.

Meerrettich-Honig

Nehmen Sie frischen Meerrettich und raspeln Sie ihn. Alternativ tut es auch Meerrettich aus der Tube oder dem Glas. Vermischen Sie ihn mit Honig zu einer süß-scharfen Mischung. Nehmen Sie bis zu dreimal täglich einen Teelöffel davon ein. Der Husten sollte sich bessern.

Ingwer

Ingwer gilt als äußerst gesund und ist als Mittel gegen Übelkeit bekannt. Aber auch bei Erkältungshusten hilft die scharfe Wurzel.

  • Kaufen Sie eine frische Ingwerwurzel und entfernen Sie die braune Schale. Dann schneiden Sie einige Scheiben davon ab. Kauen Sie den Ingwer mehrmals täglich eine Zeit lang.
  • Sie können mit dem frischen Ingwer auch einen Tee zubereiten. Schneiden Sie einige Stücke ab und übergießen Sie diese mit etwa einem Liter kochendem Wasser.
  • Lassen Sie den Ingwer ungefähr zehn Minuten ziehen.
  • Eventuell süßen Sie den Ingwertee mit Honig.
  • Genießen Sie täglich mehrere Tassen Ingwertee.

>Ingwer: so gesund ist die scharfe Pflanze

Hustensaft aus Zitrone und Zwiebel

Zitrone und scharfe Zwiebeln sind ein unschlagbares Duo. Dieses Rezept soll bei Husten wahre Wunder wirken:

  • Schneiden Sie eine Scheibe (Bio)Zitrone ab und geben Sie diese in ein Glas.
  • Schichten Sie eine Scheibe der geschälten Zwiebel darüber.
  • Dann geben Sie Honig darüber.
  • Nach diesem Prinzip schichten Sie mehrere Lagen übereinander und lassen sie mehrere Stunden stehen.
  • Quetschen Sie die Mischung zwischendurch vorsichtig, um den Zwiebelsaft und die Flüssigkeit der Zitrone herauszudrücken.
  • Den Zwiebelsirup mit Zitrone nehmen Sie als Hustensaft ein.
  • Im Kühlschrank können Sie ihn einige Tage lang aufbewahren.

Ätherische Öle: Brustwickel und einreiben

Ölwickel mit ätherischen Ölen lindern den Husten. Eukalyptusöl hilft beim Abhusten des Sekrets, Lavendel bei verkrampften Husten und Thymian wirkt hustenstillend. Myrrhe besitzt schleimlösende und entzündungshemmende Wirkung auf die Bronchien. So stellen Sie einen Ölwickel her:

  • Vermischen Sie 100 Milliliter normales Körperöl mit fünf bis sechs Tropfen ätherischem Öl.
  • Tränken Sie ein Baumwolltuch mit der Ölmischung und wickeln Sie dieses in Alufolie ein.
  • Erwärmen Sie den den Wickel, zum Beispiel mit zwei Wärmflaschen.
  • Legen Sie den Wickel über die Brust.
  • Lassen Sie den Ölwickel mindestens eine Stunde lang einwirken, am besten über Nacht.

Ätherische Öle können Erwachsene auch innerlich anwenden und als Kapseln einnehmen. Es gibt sie in der Apotheke oder im Internetversandhandel. Alternativ reiben Sie Ihre Brust mit ätherischen Ölen ein. Das Einreiben vor dem Schlafengehen kennen wohl die meisten aus Kindertagen.

>> Wie ätherische Öle das Wohlbefinden steigern

Pipette mit ätherischem Öl

Die genaue Dosierung ist bei unverdünnten Präparaten sehr wichtig. (c) miwa / Fotolia

Ätherische Öle bei Säuglingen und Kleinkindern

Vorsicht! Für Babys und Kleinkinder unter drei Jahren sind ätherische Öle wie Kampfer, Eukalyptus, Thymian und Pfefferminz sehr gefährlich. Diese Pflanzen gelten als besonders problematisch. Schon kleinste Mengen, die in den Mund oder die Nase geraten, haben fatale Wirkungen. Sie lösen Haut- und Schleimhautreizungen, lebensbedrohliche Atemnot, Krämpfe und Bewegungsstörungen aus.

Es gibt spezielle Präparate für Säuglinge und Kleinkinder. Sie beinhalten die Wirkstoffe in kindgerechter Dosierung. Stark wirksame ätherische Öle wie Kampfer dürfen nicht enthalten
sein.

Tipps für Eltern

Studieren Sie gut die Packungsbeilage, für welche Anwendungsart das Mittel geeignet ist. Im Zweifelsfall lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

  • Wenn Sie nicht auf ätherische Öle bei Ihrem Kind verzichten wollen, beachten Sie unbedingt die vorgeschriebene Verdünnungsweise.
  • Wenden Sie die Präparate nicht im Gesicht an.
  • Tragen Sie ätherische Öle bei Kindern niemals direkt auf die Haut auf, weil die Inhaltsstoffe der Öle die Haut stark reizen.
  • Bewahren Sie ätherische Öle immer außerhalb der Reichweite von Kindern auf.

Erkältungsbad gegen Erkältungshusten

Erkältungsbäder tun bei Erkältungshusten gut. Es gibt sie fertig in Drogerien oder Apotheken zu kaufen. Ein Erkältungsbad wirkt gleich auf mehrere Weisen wohltuend:

  • Es steigert die Körpertemperatur, aktiviert das Immunsystem und kurbelt die Durchblutung an.
  • Zudem wirkt es schleimlösend und dämft den Hustenreiz.
  • Die Badezusätze enthalten ätherische Öle (z.B. Thymianöl, Eukalyptusöl, Minzöl), die im heißen Badewasser verdampfen. Wer darin liegt, inhaliert die Dämpfe und sie gelangen in die Atemwege.
  • Auch für Babys und Kinder gibt es spezielle Erkältungsbäder.

Heublumenkissen

Heublumenkissen erhalten Sie in der Apotheke, im Reformhaus oder im Internetversandhandel. Heublume hilft bei produktivem, aber festsitzendem Husten. So gehen Sie vor:

  • Erwärmen Sie das Heublumenkissen vorsichtig mittels Wasserdampf. Die Temperatur sollte möglichst heiß sein, aber die Haut keinesfalls schädigen.
  • Legen Sie die Säckchen mit den Heublumen auf die Brust.
  • Belassen Sie das Kissen dort, bis es erkaltet ist.

Brust abklopfen

Beklopfen Sie die Brust und den Rücken des hustenden Patienten. Das Abklopfen lockert das Sekret in den Atemwegen und erleichtert das Abhusten. Klopfen Sie etwa viermal von unten nach oben, jeweils einmal rechts, einmal links. Die Erschütterungen des Brustkorbs „rütteln“ den Schleim auf. Diese Maßnahme hilft auch Kindern gut. Das Kind liegt dabei auf dem Bauch und Sie klopfen sanft auf Brust und Rücken. Dann löst sich der Husten.

Hausmittel gegen Husten: Was hilft gegen trockenen Reizhusten?

Reizhusten ist besonders quälend. Viele empfinden ihn als äußerst anstrengend. An erholsamen Schlaf ist nachts oft nicht zu denken, wenn der Husternreiz immer wieder neu einsetzt und es im Hals kitzelt. Oft schmerzt die gesamte Brust durch die pausenlosen Hustenattacken. Trockener Reizhusten setzt meist zu Beginn einer Erkältung ein. Später geht der Erkältungshusten in einen produkiven Husten über. Zu den besten Hausmitteln gegen trockenen Reizhusten gehören Pflanzen, die Schleimstoffe enthalten. Sie legen sich wie ein Schutzfilm über die entzündeten Bronchien und lindern den Hustenreiz.

Inhalieren lindert Reizhusten

Bei Reizhusten gilt das Inhalieren mit Salbei, Thymian oder Kochsalz als wohltuend. Es befeuchtet die Atemwege und beruhigt die gereizten Schleimhäute. Die enthaltenen Schleimstoffe wirken entzündungshemmend und antibakteriell.

  • Erhitzen Sie Wasser, geben Sie es in eine Schüssel oder einen Topf und fügen Sie einige Tropfen des ätherischen Öls oder Salz hinzu.
  • Für die Inhalation legen Sie sich ein Handtuch über den Kopf, damit die Dämpfe nicht entweichen, sondern in die Atemwege gelangen.
  • Atmen Sie die Dämpfe ruhig und tief ein.

Tee trinken! Pflanzen gegen trockenen Husten

Gut wirksam bei Reizhusten und ständigen Hustenattacken sind auch einige Pflanzen. Sie „umhüllen“ die Schleimhaut der Bronchien mit ihren Stoffen und beruhigen sie. Gute Hustenmittel sind:

  • Eibisch
  • Malve
  • Huflattich
  • Königskerze
  • Spitzwegerich
  • Thymian und Efeu wirken zugleich hustenstillend und schleimlösend.
Thymian ist eine wirksame Heilpflanze bei Husten.

Thymian ist eine wirksame Heilpflanze bei Husten. (c) Colourbox

Malvenblätter, Malvenblüten, Eibischwurzel und Spitzwegerichkraut gibt es in Apotheken oder spezialisierten Teeläden zu kaufen. Erhältlich sind auch fertige Mischungen aus verschiedenen Pflanzen.

  • Übergießen Sie die Pflanzen mit kochendem Wasser und bereiten Sie einen Tee zu.
  • Trinken Sie mehrere Tassen Hustentee am Tag.
  • Wenn Sie mögen, süßen Sie den Tee mit Honig.

Noch wirksamer als Tees sind oft Extrakte, die Sie entweder als Pastillen, Sirup, Saft oder Tropfen einnehmen. Diese Hustenmittel sind höher dosiert.

Isländisch Moos: Hausmittel gegen Husten aus dem Norden

Isländisch Moos ist eine Flechtenart, die in Island erstmals als Heilpflanze verwendet wurde. Sie wächst im hohen Norden, aber auch in vielen Ländern Mittel- und Nordeuropas. Optisch sieht die Pflanze aus wie ein verzweigtes Hirschgeweih. Isländisch Moos enthält große Mengen an schützenden Schleimstoffen. Diese legen sich wie ein Film über die Schleimhäute, beruhigen sie und wirken dem Hustenreiz entgegen. Isländisch Moos gibt es als Lutschbonbons, Pastillen, Saft, Tee oder Tinktur.

Hohe Luftfeuchtigkeit aus Hausmittel gegen Husten

Die Feuchtigkeit wirkt hustenstillend und lindert den Hustenreiz. Achten Sie also darauf, dass die Luft in Ihrem Zimmer ausreichend feucht ist. Gerade im Winter drehen viele Menschen ihre Heizungen auf und die Luft wird trocken. Das verstärkt den Hustenreiz.

  • Hängen Sie feuchte Handtücher über die Heizung oder stellen Sie ein Schälchen mit Wasser auf den Heizkörper. Das Wasser verdampft und geht in die Luft über.
  • Daneben bietet der Handel auch spezielle Luftbefeuchter.
  • Lüften Sie Ihre Räume zudem regelmäßig und lassen Sie frische Luft hinein. Gleichzeitig lassen sie abgestandene, verbrauchte Luft hinaus.

Kartoffelwickel

Kartoffelwickel sind gute Wärmespender und ein effektives Hausmittel gegen Husten. Die Wärme fördert die Durchblutung, entspannt die verkrampfte Atemwegsmuskulatur und lindert den Hustenreiz.

  • Kochen Sie einige mehlige Kartoffeln in heißem Wasser, bis sie weich sind.
  • Geben Sie die heißen Kartoffeln auf ein Geschirrtuch und zerdrücken Sie diese mit einer Gabel.
  • Falten Sie das Tuch so, dass später eine Stoffschicht zwischen Haut und Kartoffeln liegt.
  • Lassen Sie den Kartoffelwickel abkühlen, bis Sie die Temperatur als angenehm empfinden (Achtung: Keine heißen Kartoffeln auf die Haut legen!)
  • Platzieren Sie den Kartoffelwickel auf Ihrer Brust und wickeln Sie ein zweites Tuch darüber, damit er nicht verrutscht.
  • Belassen Sie den Wickel mit Kartoffeln dort, bis er kalt ist oder solange sie ihn als angenehm empfinden. Sie können ihn auch über Nacht tragen.
  • Ruhen Sie anschließend noch etwa eine viertel Stunde.

Klassisches Hausmittel gegen Husten: Heiße Milch mit Honig

Die heiße Milch mit Honig gilt als Klassiker und Retter in der Not. Dieses Mittel ist auch bei Kindern äußerst beliebt. Milch enthält Substanzen, welche die Schleimproduktion anregen. Bei trockenem Husten legt die Milch einen wohltuenden Film über die gereizten, ausgetrockneten Schleimhäute.

Honig pur

Ein Löffel mit Honig lindert trockenen Reizhusten, der Sie meistens vor allem nachts quält. Er beruhigt die Schleimhäute und wirkt hustenstillend. Essen Sie vor dem Zubettgehen einen Löffel Honig. Dann schlafen Sie besser!

Homöopathie bei Reizhusten

Auch die Homöopathie kennt einige Mittel, die gegen Reizhusten helfen sollen. Beispiele sind:

  • Belladonna: Die Tollkirsche hilft bei bellendem Husten. Außerdem bei trockenem Reizhusten, bei dem es im Hals kitzelt und der sich nachts verschlimmert.
  • Bryonia alba: Die Zaunrübe setzen Homöopathen bei trockenem Husten ein, bei dem der Auswurf (Sputum) nur gering ist oder ganz fehlt. Der Kopf und die Brust schmerzen, die Schleimhäute sind trocken und die Betroffenen verspüren ein großes Durstgefühl.
  • Nux vomica: Die Brechnuss gilt als wahrer Alleskönner in der Homöopathie. Homöopathen setzen das Mittel ein bei Kratzen im Hals und heftigen Kopfschmerzen durch den extremen Husten.
  • Drosera: Der Sonnentau hilft bei bellendem, krampfartigem, trockenem Husten und Fieber.

Tipp! Suchen Sie immer einen erfahrenen Homöopathen auf, der sich mit verschiedensten Krankheitsbildern gut auskennt. Wichtig ist nämlich die richtige Potenz der homöopathischen Mittel.

>Homöopathische Hausapotheke – das gehört hinein

Allgemeine Tipps bei Husten

  • Ein sehr wirksames Hausmittel gegen Husten ist der Rauchverzicht. Denn der Qualm reizt die Atemwege nur noch mehr. Auch dauert es länger, bis der Husten wieder abklingt. Auch Passivrauchen vermeiden Sie besser.
  • Verzichten Sie am besten auf Alkohol, bis der Husten abgeklungen ist. Der Mythos, dass Rotwein mit Ei sich bei Erkältung und Grippe förderlich auswirkt, hält sich hartnäckig. Alkohol belastet den Körper aber umso mehr.
  • Gönnen Sie sich Ruhe und schonen Sie sich körperlich. Machen Sie es sich auf dem Sofa gemütlich und lassen es ruhig angehen. Der Körper hat mit der Erkältung, Grippe oder anderen Krankheit, die den Husten verursacht, ohnehin schon genug zu tun.
  • Gehen Sie lieber eine Runde an der frischen Luft spazieren und verzichten Sie auf sportliche Höchstleistungen, etwa beim Joggen.
  • Atmen Sie keine zu kalte Luft ein, weil sie den Hustenreiz ankurbelt.

Achtung! Suchen Sie immer einen Arzt auf, wenn der Husten sehr stark ist, mehr als drei Wochen andauert oder mit Blut vermengt ist. Auch wenn Sie Brustschmerzen, Fieber oder Schüttelfrost bekommen, sind Sie ein Fall für den Arzt!

Hausmittel gegen Husten: Immunsystem stärken!

Ein starkes Immunsystem ist die beste Voraussetzung, um sich vor Erkrankungen der Atemwege und damit dem lästigen Husten zu schützen. Folgende Hausmittel bringen Ihre Abwehrkräfte auf Touren. Dann haben Bakterien, Viren und andere Erreger weniger leichtes Spiel.

Gesunde Ernährung

Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen! Greifen Sie häufiger am Tag zu frischem Obst und Gemüse sowie zu Vollkornprodukten. Diese enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Essen Sie mehr Fisch als Fleisch und Wurst. Gesund ist fetter Seefisch wie Hering, Lachs und Makrele. Wählen Sie gesunde ungesättigte Fettsäuren aus pflanzlichen Quellen (Leinöl, Olivenöl, Sonnenblumenöl) statt tierischer Fette (Schmalz, Butter).

Bewegung an der frischen Luft regt das Immunsystem an.

Bewegung an der frischen Luft regt das Immunsystem an. (c) dusanpetkovic1 / Fotolia

Bewegung und Sport

Bewegen Sie sich viel, am besten an der frischen Luft. Gut sind Ausdauersportarten wie Wandern, Nordic Walking, Joggen, Radfahren oder ein flotter Spaziergang. Auch Schwimmen trainiert das Immunsystem und macht es weniger anfällig.

Entspannung statt Stress

Stress weg! Viele stehen im Alltag und Beruf enorm unter Druck. Doch Stress schwächt das Immunsystem. Sorgen Sie für Entspannung zwischendurch. Am besten erlernen Sie eine Entspannungstechnik wie Yoga, Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobson.

Trinken, trinken , trinken …

Trinken Sie viel! Wer zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, ist anfälliger für Infekte. Die Schleimhäute trocknen aus und bieten Mikroben aller Art eine gute Angriffsfläche. Zudem kann der Körper die Erreger nicht ausreichend abtransportieren. Empfehlenswert sind 1,5 bis zwei Liter Flüssigkeit am Tag. Bei Patienten mit Herzschwäche sind es weniger, an heißen Tagen sollten Sie mehr trinken. Gut sind kalorienarme Durstlöscher, zum Beispiel Tee oder Wasser.

Viel schlafen

Schlafen Sie ausreichend! Wer wenig und schlecht schläft, besitzt ein weniger schlagkräftiges Immunsystem. Schlafen Sie am besten sieben bis acht Stunden, damit sich der Körper von den Strapazen des Alltags erholen kann.

Rauchen aufhören

Wenn Sie Raucher sind: Versuchen Sie das Laster aufzugeben. Denn Rauchen schwächt die Immunabwehr des Körpers. Außerdem trocknet der Rauch die Schleimhäute aus, fördert Entzündungen und beeinträchtigt das natürliche Reinigungssystem der Atemwege.

Hände waschen!

Achten Sie auf eine gute Handhygiene. Waschen Sie sich mehrmals täglich gründlich die Hände. Diese einfache Maßnahme vermindert das Risiko erheblich, dass Viren und andere Keime in den Körper gelangen und sich dort ausbreiten.

Omas Hausmittel gegen Husten heilen zwar die zugrunde liegende Atemwegserkrankung nicht, lindern aber die Hustenattacken deutlich. Und das wirkt sich wiederum auf Ihr Wohlgefühl und die Lebensqualität aus.


Quellen: