Alternativmedizin & Naturheilkunde

15 Hausmittel gegen Schnupfen

Schnupfen ist ein häufiger Begleiter bei einer Grippe oder Erkältung. Gut, dass es wirksame Hausmittel gibt, die schnelle Linderung versprechen. Wir erklären, was gegen die Triefnase hilft.

Bei einem Schnupfen (medizinischer Fachbegriff: Rhinitis) ist die Nasenschleimhaut entzündet, geschwollen und gereizt. Die Verursacher von Schnupfen sind meist Viren, vor allem Erkältungsviren. Wenn die lokale Immunabwehr geschwächt ist, zum Beispiel durch Kälte, Stress oder Schlafmangel, können die Viren nach einer Tröpfcheninfektion die Nasenschleimhaut befallen und sich dort ausbreiten. Oft kommt noch eine Infektion mit Bakterien hinzu.

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Eigentlich ist ein Schnupfen halb so schlimm. Aber die unangenehmen Begleiter wie: eine Nase, die ständig läuft, ein dicker Schädel mit ständigem Druckgefühl, ein trockener Rachen und dann dieser ständige Niesreiz. Auch wenn es keine schlimme Krankheit ist, so ist ein Schnupfen doch lästig.

Das Gute: Spätestens nach einer Woche verschwindet der Infekt wieder. Bis dahin helfen Hausmittel, die Beschwerden zu lindern und die Nase zu befreien.

Die 15 besten Hausmittel gegen Schnupfen

So unangenehm ein Schnupfen ist – zum Glück gibt es viele Hausmittel, die seine Symptome lindern und die Heilung beschleunigen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Nasenschleimhaut. Weil die Entzündung hier sitzt, setzen die meisten Hausmittel auch direkt hier an. Das A und O ist dabei, dass die Nasenschleimhaut gut befeuchtet wird – entweder von innen oder von außen. So kann sie sich wieder gegen Viren und Bakterien wehren.

1. Meerwasser-Nasenspray

Es gibt unterschiedliche Zusammensetzungen von Nasensprays. Einige enthalten einen medizinischen Wirkstoff. Andere beschränken sich ausschließlich auf Meerwasser, das Feuchtigkeit spendet und durch den Salzgehalt auf natürliche Weise leicht antibakteriell wirkt.

Nasenspray hilft beim Abschwellen.

Nasensprays mit Meersalz befeuchten die Nase und desinfizieren. (c) Colourbox

2. Nasenspülung

Spülungen mit Kochsalzlösung befeuchten und reinigen die Nase. Außerdem beseitigt die Nasendusche die Bakterien, die in der Nasenschleimhaut sitzen, und löst Verkrustungen.

3. Inhalieren, z. B. Kamille und Salz (Anleitung)

Die Inhalation heißer Dämpfe ist ebenfalls ein altes Hausmittel gegen Schnupfen, das der Nasenschleimhaut hilft. Die feucht-heiße Luft lässt sie abschwellen, löst den Schleim und erleichtert das Atmen bei Schnupfen. Ätherische Öle aus Kamille wirken antibakteriell und lindern Entzündungen.

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4. Brust einreiben

Verdünnte Ätherische Öle aus Eukalyptus und Kampfer eignen sich auch prima zum Einreiben der Brust. Die Bronchien weiten sich und das Atmen fällt deutlich leichter. Außerdem steigen die flüchtigen Öle in die Nase und befreien so von innen. In der Apotheke gibt es auch fertige Salben zum Einreiben zu kaufen.

5. Viel trinken, am besten Tee

Um die Schleimhaut zu befeuchten, ist auch viel Flüssigkeit von innen nötig. Deshalb sollten Sie während einer Erkältung mindestens 2 Liter täglich trinken. Am besten heißen Tee, denn die aufsteigenden Dämpfe und flüchtigen ätherischen Öle im Tee steigen beim Trinken wunderbar in die Nase auf und erleichtern das Durchatmen.

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Schwarzer Tee in gläserner Tasse

Tees sind die besten Getränke während einer Erkältung. (c) Colourbox

6. Erhöhte Schlafposition

Wenn Sie die Möglichkeit haben, Ihre Schlafposition zu verändern (z. B. mit einem höhenverstellbaren Lattenrost), so hilft auch die erhöhte Schlafposition dem Sekret besser abzufließen. Ein weiteres Kissen tut es ansonsten auch.

8. Scharfes Essen macht die Nase frei

Beim Würzen Ihrer Speisen sollten Sie während einer Erkältung aus dem Vollen schöpfen. Nicht nur, dass man dann ohnehin nur wenig schmeckt, intensive Würze aus Senf, Meerrettich, Zwiebeln, Knoblauch, Rettich und Ingwer macht außerdem die Nase frei. Verantwortlich dafür sind: Senföle, Schwefelstoffe und ätherische Öle.

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9. Heiße (Hühner)Suppe als Hausmittel

Suppe ist aus vielerlei Hinsicht gut bei Erkältungen. Zum einen trägt sie zum Flüssigkeitsbedarf bei, zum anderen hilft der aufsteigende Dampf beim Inhalieren. Hühnersuppe hat noch einen Vorteil gegenüber anderen Suppen: In ihr stecken besondere Eiweiße, die das Immunsystem stärken und so die typischen Erkältungssymptome wie Schnupfen mildern.

Selbstgekochte Hühnersuppe ist ideal gegen Erkältungssymptome. (c) Colourbox

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10. Ein heißes Bad

Auch Wärme hilft gegen Schnupfen. Sie lindert die unangenehmen Symptome und setzt den Viren zu. Wärme steigert außerdem die Durchblutung, sorgt so dafür, dass die weißen Blutkörperchen schnell zum Infektherd kommen und stärkt das Immunsystem. Das heiße Badewasser verdampft und befeuchtet so die Umgebungsluft, was den Schleimhäuten guttut. Wer keine Badewanne hat, kann mit warmen Wickeln die Durchblutung anregen.

11. Kneipp Fußbad

Auch ein Kneipp Fußbad funktioniert auf diese Weise. Der häufige Wechsel zwischen Warm- und Kaltbad fördert die Durchblutung und stimuliert so das Immunsystem.

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12. Ruhe und Schlaf

Wer erkältet ist, kennt das zu gut. Der Kampf des Immunsystems gegen die Viren und Bakterien kostet Kraft. Man fühlt sich oft schlapp und energielos. Hören Sie auf dieses Zeichen des Körpers und gönnen Sie sich während eines Schnupfens ausreichend Ruhephasen und Schlaf.

Besser schlafen: Frau schläft in Bett

Ausreichend Schlaf fördert die schnelle Heilung eines Schnupfens. (c) Xolourbox

13. Heiße Zitrone, besser nur lauwarm

Heiße Zitrone ist ein uraltes Hausmittel bei Erkältung. Denn der frisch gepresste Zitronensaft enthält eine ordentliche Portion Vitamin C. Und das unterstützt das Immunsystem beim Kampf gegen die Viren. Aber: Vitamin C ist hitzeempfindlich. Mit heißem Wasser wird der Gehalt an Vitamin C stark reduziert. Deshalb besser nur lauwarmes Wasser verwenden.

14. Raumluft befeuchten

Weil man nicht den ganzen Tag inhalieren und die Nase besprühen kann, ist es sinnvoll, zusätzlich für eine dauerhafte Befeuchtung der Raumluft zu sorgen. Dazu mit Wasser gefüllte, flache Schalen auf die Heizkörper stellen. Oder mehrmals am Tag auf dem Herd Wasser offen verkochen lassen.

15. Ätherische Öle

Ob in einer Duftlampe, als Zusatz beim Inhalieren oder zum Einreiben: Ätherische Öle lassen die Schleimhäute abschwellen und schaffen Linderung bei Schnupfen. Am effektivsten wirken Pfefferminzöl, Eukalyptusöl, Teebaumöl und Thymianöl.

Pipette mit ätherischem Öl

Ätherische Öle sind vielseitige Helfer bei Schnupfen. (c) miwa /Fotolia

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16. Rotlichtlampe

Eine Lampe mit Infrarot-Glühbirne spendet wohlige Wärme. Bestrahlt man damit die Stirn und die Nasennebenhöhlen, steigert das an diesen Stellen die Durchblutung. Die Immunstoffe gelangen besser an ihren Bestimmungsort und die körpereigene Abwehr funktioniert schneller und besser.

Wie lange dauert der Schnupfen?

Meist verschwindet ein Schnupfen innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Sonst kann sich die Entzündung ausdehnen und eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder Stirnhöhlenentzündung verursachen.

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