Haut, Haare & Nägel

Hautalterung: Was hilft wirklich?

Wir versuchen mit Wundermitteln, Cremes und vielen weiteren Tricks der Hautalterung entgegenzuwirken. Doch Pustekuchen: Die Entstehung von Falten und Co. ist ein ganz natürlicher Prozess. In diesem Artikel zeigen wir auf, was genau passiert und ob es doch Möglichkeiten gibt, den Alterungsprozess aufzuhalten.

Die Wangen fangen an zu hängen, um die Augen bilden sich Falten. Auch in anderen Körperregionen lässt die Elastizität im Gewebe nach. Dies alles gehört zum ganz normalen Alterungsprozess. Zwei Faktoren haben entscheidenden Einfluss auf diesen Prozess: Die Gene und der Lebensstil.

Das passiert bei der Hautalterung

Die Haut junger Menschen ist rosig und voller Spannkraft. Ihre Oberhaut (Epidermis) erneuert sich ungefähr alle 28 Tage. Doch mit dem Alter verlangsamt sich dieser Prozess. Die Zellteilung (und die damit verbundene Hauterneuerung) findet bei 60-jährigen nur noch alle 60 bis 70 Tage statt. Das heißt, die Haut regeneriert sich im Rentenalter nur halb so schnell, wie bei Jugendlichen.

Gleichzeitig kann die mittlere Hautschicht (Lederhaut) mit dem Alter nicht mehr so viel Wasser einlagern und lässt die Haut schlaff wirken und an Spannkraft verlieren. Grund dafür sind die in der Lederhaut angelegten Bindegewebsfasern Kollagen und Elastin. Im Laufe des Lebens werden diese Fasern in der Haut abgebaut und es kann weniger Feuchtigkeit gespeichert werden.

Das fördert die Hautalterung

Gleichaltrige Menschen sehen oft sehr unterschiedlich alt aus. Das liegt vor allem an den Genen. Wir altern tatsächlich unterschiedlich schnell, das ist Sache der Veranlagung. Dennoch spielt auch der Lebensstil eine zentrale Rolle bei der Hautalterung. Rauchen, Alkohol, Stress und ungesunde Ernährung haben genauso Auswirkungen auf die Haut, wie intensive Sonnenbäder oder Solariumbesuche.

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Rauchen ist besonders schädlich

In den letzten Jahren haben sich Forscher mit dem Zusammenhang von Zigarettenkonsum und Hautalterung auseinandergesetzt. Dabei hat sich ergeben, dass die Haut eines Rauchers nur wenig Flüssigkeit speichern kann. So trocknet die Haut schneller aus und Falten können sich leichter bilden.

Zudem verengt das Nikotin die Blutgefäße, was nicht nur Herz-Kreislaufprobleme entstehen lassen kann, sondern auch die Versorgung der Haut behindert. Es gelangen weniger Nährstoffe und weniger Sauerstoff in die Hautzellen. Die Folge: Die Haut wirkt fahl und faltig.

Das Bindegewebe unter den oberen Hautschichten wird durch das Nikotin ebenfalls geschädigt. So verliert die Haut (ebenso wie beim Wasserverlust) an Elastizität und Spannkraft.

Eincremen hilft

Feuchtigkeitsspendende Cremes wirken der Hautalterung entgegen. (c) pictworks / Fotolia

Das wirkt der Hautalterung entgegen

Da die individuelle Veranlagung eine große Rolle spielt, können auch Menschen mit einem gesunden Lebensstil zu Faltenbildung neigen. Dennoch haben Studien gezeigt, dass sich Rauchen und starke Sonnenbäder in jedem Falle negativ auf das Hautbild auswirken.

Daher kann ein gesunder Lebenstil einen positiven Effekt auf den Hautalterungsprozess haben. Auch feuchtigkeitsspendende Cremes können dem Feuchtigkeitsverlust in der Lederhaut entgegenwirken. Auch viel Wasser trinken (durchschnittlich 1,5 bis zwei Liter am Tag) hilft der Haut elastisch zu bleiben. Es ist sogar die beste Variante, da so das Wasser direkt in die Zellen gelangt.

> Trinken statt cremen: Wasser hält die Haut jung

Auch viel Sport und Bewegung an der frischen Luft kann die Hautalterung hinauszögern. Durch den Sport wird der Kreislauf angeregt und die Durchblutung gefördert. So werden die Zellen in der Haut besser versorgt und es kommt zu einer schnelleren Regeneration.

Die roten Bäckchen nach einem ausgedehnten Herbstspaziergang sind also nicht nur gut für die Seele, sondern halten auch jung.