So behandeln Sie Hautausschlag bei Heuschnupfen

Haut, Haare & Nägel

So behandeln Sie Hautausschlag bei Heuschnupfen

Heuschnupfen verursacht bei den meisten Betroffenen vor allem tränende Augen und Niesattacken. Doch auch die Haut kann auf die lästigen Pollen unangenehm reagieren: mit Ausschlag.

Die Haut ist unser sensibelstes Organ. Kein Wunder, dass auch sie bei Allergikern reagiert, wenn die Pollen fliegen. Einem kleinen Hautausschlag messen viele Betroffene keine große Bedeutung bei, da andere Symptome wie juckende Augen oder eine verstopfte Nase deutlich häufiger vorkommen und oft stärker ausgeprägt sind.

Doch für die Menschen, die bei Pollenflug unter starken Hautirritationen leiden, ist die Belastung hoch. Wir sagen Ihnen, wie Sie Hautausschlag aufgrund von Heuschnupfen erkennen, wie Sie ihn behandeln und wie Sie ihm vorbeugen.

Typische Symptome

Wenn Allergene die Haut reizen, beginnt sie in der Regel, an einer Stelle zu jucken, zum Beispiel im Gesicht, auf den Armen oder dem Bauch. Dieser Juckreiz kann sich zu einem Ausschlag entwickeln. Manche Betroffene bekommen aufgrund der Pollenallergie sogar eine Nesselsucht. Dabei handelt es sich um juckende, rote Flecken oder Quaddeln, die bei Druck weiß erscheinen. Wer bereits unter Nesselsucht oder auch Neurodermitis leidet, hat während der Heuschnupfenzeit häufig verstärkte Beschwerden. Der Grund: Die Barriere der Haut ist bei ihnen bereits gestört, so dass die Allergene sie leichter durchdringen und weiter reizen.

   > Ratgeber: Die Allergie-Bibel. Ursachen – Symptome – Behandlung

Einige Pollenallergiker haben gleichzeitig Heuschnupfen, Asthma und Ekzeme auf der Haut. Mediziner bezeichnen das Phänomen als „atopische Triade“ oder Dreiklang. „Atopisch“ beschreibt die allergische Reaktion auf eigentlich harmlose, natürliche Substanzen.

> Was hilft gegen allergischen Schnupfen?

Hausmittel gegen Hautausschlag

Es gibt verschiedene Hausmittel, die Sie ausprobieren und auf die gereizten Hautflächen auftragen können, um die Symptome zu bekämpfen oder zu lindern.

  • Häufig hilft es schon, wenn Sie die Haut kühlen. Dadurch werden die gereizten Stellen beruhigt, der Ausschlag kann schneller abheilen.
  • Umschläge mit Heilerde können bei Hautproblemen positiv wirken. Allerdings sollten Sie auf eine natürliche Zusammensetzung dieser Umschläge achten, da chemische Zusatzstoffe Ihre Erkrankung noch verschlimmern werden.
  • Hafermehl kann dank seiner entzündungshemmenden Eigenschaften den allergischen Hautauschlag ebenfalls lindern. Vermischen Sie einfach etwas Wasser mit dem Mehl. Die Paste können Sie dann direkt auf die Haut auftragen.
  • Bei starkem Juckreiz hat sich auch Zitronensaft bewiesen, da er entzündungshemmende und antiseptische Eigenschaften hat. Achtung: Bei der ersten Anwendung kann der Zitronensaft etwas auf der Haut brennen, besonders dann, wenn diese bereits wund ist.
  • Aloe-Vera-Gel oder direkt auf die Haut aufgetragenen Pfefferminz- oder Basilikumblätter sind ebenfalls traditionelle Mittel zur Behandlung von Hauterkrankungen. Sie haben eine beruhigende Wirkung und mindern den Juckreiz und die Entzündung. Aber: Machen Sie am besten zuerst an einer kleinen Stelle erst einen Verträglichkeitstest. Manche Personen reagieren auf Aloe Vera allergisch.
Hautausschlag bei Heuschnupfen

Blütenstaub kann allergische Hautreaktionen verursachen. (c) Colourbox

Wann Sie besser zum Arzt gehen

Ist Ihr Ausschlag mit starken Schmerzen verbunden oder geht er trotz Selbstmedikation nicht zurück, suchen Sie auf jeden Fall einen Arzt auf.

  • Ein Arzt oder Apotheker wird Ihnen vermutlich Medikamente wie Antihistaminika in Form von Tabletten zur Einnahme oder Cremes zur äußerlichen Anwendung empfehlen. Sie behandeln alle Symptome der Pollenallergie. Die Mittel gibt es zwar ohne Verschreibung, dennoch sollten Sie die Behandlung mit Antihistaminika mit einem Experten absprechen.
  • In schweren Fällen verschreiben Mediziner häufig eine kurzfristige Therapie mit steroidhaltigen Tabletten oder Cremes, um die Entzündung der Haut einzudämmen. Allerdings haben diese Mittel manchmal Nebenwirkungen. Halten Sie sich bitte genau an die Anweisungen des Mediziners.

> Gereizte Augen bei Allergie

Hautausschlägen bei Heuschnupfen vorbeugen

Am besten schützt man sich vor der Allergie, indem man den Kontakt mit Pollen vermeidet. Allerdings ist das nur schwer zu erreichen. Es gibt aber ein paar Dinge, die Sie vorbeugend tun können:

  • Stärken Sie die Barriere Ihrer Haut, um das Eindringen von Pollen zu erschweren oder gar zu verhindern. Dazu können Sie in der Pollenzeit spezielle Cremes für Allergiker auftragen, die Sie in der Apotheke erhalten. Wirksame Inhaltsstoffe sind Allantoin, Dexpanthenol, Harnstoff (Urea) und Nachtkerzenöl.
  • Wie bei anderen allergischen Reaktionen wie Schnupfen und tränenden Augen gilt auch bei Hautausschlag: Duschen Sie vor dem Zubettgehen und waschen Sie die Haare, damit keine Pollen ins Bett gelangen und Ihre Haut während der Nacht weiter piesacken.
  • Heuschnupfen-Geplagte sollten hautschonende Kosmetika verwenden, die die Haut nicht angreifen. Seife ist tabu, denn sie entfernt die natürlichen Öle der Haut. Vermeiden Sie zudem Mittel, die Lanolin enthalten. Es verschlimmert die Hautreizungen noch.
  • Duschen oder baden Sie nicht heiß, sondern lediglich warm, um die Haut nicht zusätzlich zu reizen.
  • Trockene Haut nach dem Duschen nur vorsichtig mit einem Handtuch trocknen, nicht zu sehr rubbeln.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Haut nicht zu trocken wird. Neben regelmäßigem Eincremen sollten Sie darauf achten, dass die Luftfeuchtigkeit bei auf über 40 Prozent liegt.

> allergisches Asthma

Wenn Sie zu den Pollenallergikern gehören, lassen sich einige Symptome nicht gänzlich vermeiden. Mit einigen pflegenden und vorbeugenden Mitteln und Maßnahmen können Sie aber dafür sorgen, dass Sie die Allergiezeit ein wenig angenehmer überstehen.

Spezial Allergie und Intoleranzen