Hygiene am Arbeitsplatz: Keine Chance den Keimen

Gesundheits-Tipps

Hygiene am Arbeitsplatz: Keine Chance den Keimen

Überall dort, wo viele Menschen sich täglich begegnen, tummeln sich auch Viren und Bakterien gern. Das gilt auch fürs Büro oder die Werkstatt. Damit Keime und Erreger weniger leichtes Spiel haben, sollte Wert auf Hygiene am Arbeitsplatz gelegt werden. Dabei reichen einfache Maßnahmen schon aus, um für mehr Sauberkeit und damit mehr Gesundheit am Arbeitsplatz zu sorgen.

Egal ob Magen-Darm-Keime oder Grippeviren – regelmäßig legen Erreger ganze Abteilungen vorübergehend lahm. Kein Wunder, denn am Arbeitsplatz – sei es ein Büro, Lager oder eine Werkstatt – fühlen sie sich wohl. Zum einem gibt es dort viele Menschen, die – zum Teil auf engem Raum – viel Zeit miteinander verbringen und die Keime dabei von einem „Wirt“ zum anderen tragen. Zum anderen gibt es dort einige Orte, wo sie sich prima vermehren können.

Zumindest so lange sie niemand dabei stört. Genau das ist aber die Aufgabe eines Hygienemanagements am Arbeitsplatz. Durch grundlegende Hygienemaßnahmen werden Keime reduziert und damit auch die Verbreitung von Erkrankungen eingedämmt.

Hier fühlen sich Keime besonders wohl

Eine Computertastatur ist für Bakterien und Viren der reinste Wellnesstempel. Über die Finger kommen die Keime auf die Tippflächen. Spuren von Handcreme oder Essen befinden sich als üppiger Nahrungsvorrat schon dort. Das Ergebnis: eine stark verkeimte Oberfläche, mit der der Computernutzer täglich zigfach in Kontakt kommt.

Auch der Telefonhörer ist ein beliebter Tummelplatz für Viren und Bakterien. Beim Sprechen gelangen unweigerlich Speicheltröpfchen auf den Hörer. Sie können Viren oder Bakterien enthalten, die auf der Kunststoffoberfläche einige Stunden, wenn nicht sogar Tage überleben können. Vor allem an Arbeitsplätzen, wo sich mehrere Kollegen einen Apparat teilen, kann das in der Erkältungszeit zum Problem werden.

Auch die Teeküche und die Gemeinschaftsräume bieten Bakterien und Viren reichlich Angriffsfläche. Der von allen genutzte Kühlschrank wird regelmäßig zur Schimmelzuchtstation, die Arbeitsflächen verschmutzen Krümel und undefinierbare Flüssigkeiten, und das Geschirrtuch hat auch schon bessere, sprich sauberere Tage gesehen.

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Hygiene am Arbeitsplatz: Regeln aufstellen

Die allgemeinen Büroregeln sollten zum Wohle aller auch den Bereich Hygiene umfassen. Folgende Vorgaben sind zum Beispiel sinnvoll:

  • Einmal pro Woche werden Tastatur, Telefonhörer und Computer-Maus mit einem fettlöslichen Reinigungsmittel gesäubert
  • Der Kühlschrank wird jede zweite Woche mit heißem Wasser, in dem etwas Neutralreiniger gelöst ist, ausgewischt. Bei dieser Gelegenheit werden abgelaufene Lebensmittel entsorgt.
  • Alle Lebensmittel, die im Kühlschrank gelagert werden, sind luftdicht verschlossen. Wenn dann doch einmal etwas verdirbt, können die schädlichen Sporen nicht auf andere Lebensmittel übergehen.
  • In den Büros wird mehrmals täglich zu festen Zeiten gelüftet. Der regelmäßige Luftaustausch verringert die Anzahl von Viren und Bakterien im Raum.
  • Verschnupfte Kollegen entsorgen benutzte Taschentücher mindestens einmal täglich.
  • Wer erkältet ist, wäscht sich noch häufiger als sonst die Hände und vermeidet Körperkontakt wie zum Beispiel Händeschütteln.

Hygiene am Arbeitsplatz: Eine Aufgabe für alle

Ein bekanntes Phänomen am Arbeitsplatz: Fehlen Zuständigkeiten, kümmert sich am Ende keiner. Allgemeine Appelle, doch auf Sauberkeit zu achten, verhallen ohne große Wirkung, weil sich keiner direkt angesprochen fühlt. Gleichzeitig ärgert sich jeder über den „Dreck der anderen“.

Vielleicht kann es helfen, wöchentlich einen Küchenbeauftragten zu ernennen und diesen Posten im Büro rotieren zu lassen. So sind alle Kollegen gleichermaßen gefragt, auf die Hygiene am Arbeitsplatz zu achten, und alle profitieren davon am Ende.

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