Keimfrei kochen: So geht Hygiene in der Küche

Gesundheits-Tipps

Hygiene in der Küche: Keimfrei kochen

Am Messer, auf dem Schneidebrett oder im Spüllappen: Mikroorganismen tummeln sich überall, wir sehen sie nur nicht. Wer ein paar einfache Regeln zur Hygiene in der Küche beachtet, hält die potenziellen Krankheitserreger im Zaum.

Schnippeln, rühren, braten, zwischendurch schnell das Rezept ablesen – und am besten alles gleichzeitig. Beim Kochen entsteht schnell ein Durcheinander, das Keimen ein perfektes Umfeld bereitet. Jedes Jahr erkranken mehr als 100.000 Menschen durch Bakterien, Viren oder Parasiten in ihrem Essen – und das sind nur die gemeldeten Fälle. Die Dunkelziffer schätzt das Bundesinstitut für Risikobewertung wesentlich höher ein. Viele dieser Erkrankungen ließen sich mit der richtigen Hygiene in der Küche vermeiden.

Wo Keime zuhause sind

Bakterien besiedeln vor allem rohe Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse und Kräuter und gelangen über sie in die Küche. Aber auch Menschen, Haustiere oder Insekten bringen Keime in die Küche und auf Lebensmittel. Mikroorganismen, darunter auch krankheitserregende, sind also allgegenwärtig. An dieses Grundrauschen von Keimen ist unser Körper gewöhnt und kann damit gut umgehen.

Problematisch wird es, wenn wir uns in der Küche falsch verhalten. Was das genau bedeutet? Ein Beispiel: Ein Tiefkühl-Rindersteak taut auf, langsam bildet sich eine Pfütze aus Schmelzwasser und Fleischsaft. Daneben der Salat, frisch geschnitten. Und jetzt? Das Ei trennen. Ups! Daneben gekleckert. So oder so ähnlich läuft Kochen typischerweise ab.

> Listerien: Wie gefährlich sind die Keime in der Wurst?

Der Kontakt von Eigelb mit Fleisch und Gemüse kann problematisch werden. Denn: Keime können dann von einem Lebensmittel auf das andere übergehen – zum Beispiel, wenn rohes Fleisch oder Fleischsaft die Salatgurke berührt, die wir vor dem Essen ja nicht mehr erhitzen. Eine Übertragung ist ebenso möglich, wenn Messer, Brettchen und Schüsseln nach dem Kontakt mit einem riskanten Lebensmittel nicht gewechselt werden. Auch beim Erhitzen der Lebensmittel können sich einige Fehler einschleichen, die zur Vermehrung von Keimen führen.

Tipps zu mehr Hygiene in der Küche

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Händewaschen

 

Oft unterschätzt ist das gründliche Händewaschen. Es gehört zu den wichtigsten Regeln einer effizienten Hygiene in der Küche. Lassen Sie dabei warmes Wasser über Ihre Hände laufen. Verwenden Sie dann Seife und verreiben Sie sie 30 Sekunden lang zwischen den Händen. Vergessen Sie dabei nicht Ihre Fingerspitzen und Fingerzwischenräume. Spülen Sie danach die Hände gründlich ab und trocknen Sie diese.