Ihr Kind ist ein Wirbelwind? Tipps für Eltern

Gesundes Kind

Ihr Kind ist ein Wirbelwind? Tipps für Eltern

Manche Eltern haben kleine Rabauken zuhause, die den ganzen Tag wie wild durchs Haus toben. So halten Sie Ihre Wirbelwinde besser im Zaum – und schonen Ihre Nerven.

Ihr Kind hat Energie für fünf Sprösslinge und keine Lust aufs Stillsitzen? Es turnt kopfüber auf dem Sofa herum, stürmt von Zimmer zu Zimmer und fegt wie ein Wirbelsturm durchs Haus oder die Wohnung? Für Eltern – und die Geschwister – ist das täglich eine neue Herausforderung. Denn oft richtet sich schließlich das gesamte Familienleben nach dem Mini-Windfang aus und eher in sich gekehrte Geschwister kommen zu kurz. Es gibt aber einige Tipps, wie Sie Ihr kleines Energiebündel in den Griff kriegen – und dabei Ihre Nerven schonen.

Es kann aber auch ADHS oder ADS hinter bestimmten Symptomen stecken. Im Zweifelsfall sollten Sie mit Ihrem Kind einen erfahrenen Kinderarzt aufsuchen, der sich mit der Diagnose ADHS auskennt. Es gibt wirksame ADHS-Therapien.

Ihr Kind toben lassen

Ein lebhaftes Kind braucht Platz zum Spielen und Toben. Gehen Sie mit Ihrem Kind häufiger raus an die frische Luft – auch wenn es kalt ist. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind sich viel draußen bewegt. Besuchen Sie den Spielplatz mit Schaukeln und Klettergerüsten, lassen Sie Drachen steigen, fahren Sie eine Runde Fahrrad oder gehen Sie Steinewerfen ans Wasser. Die körperliche Aktivität kurbelt den Kreislauf und Stoffwechsel Ihres Kindes an und tut dem gesamten Körper gut. Empfehlenswert ist mindestens eine Stunde körperliche Aktivität. Das erhöht auch die Fitness Ihres Kindes.

Platz schaffen fürs Kind

Wenn Sie Ihr gesamtes Haus mit Möbeln und anderen Dingen vollgestellt haben, fehlt Ihrem Kind der Platz für Ausstoben. Schaffen Sie freie Flächen im Kinder- und Wohnzimmer oder im Flur, damit Ihr Kind sich frei bewegen und spielen kann – ohne dass dauernd etwas zu Bruch geht. Außerdem besteht dann Verletzungsgefahr für Ihr Kind. Legen Sie auch Zonen fest, die für Ihren Wildfang fürs Herumtoben tabu sind, zum Beispiel die Küche oder der Platz, an dem die Geschwister spielen. Sonst denkt ihr Kind irgendwann: „Alles meins!“

Ab in den Sportverein

Fragen und beobachten Sie Ihr Kind, an welchem Sport es vielleicht Spaß hat. Das können Fußball und Reiten genauso sein wie Schwimmen oder Turnen. Hier ist der Sportverein eine gute Möglichkeit, bei dem Ihr Kind auch auf andere Sprösslinge trifft. Beim Sport kann sich Ihr Kind auspowern, sodass es abends eher müde wird und nicht bis in die Puppen herumturnt. Sport stärkt außerdem das Immunsystem, beugt Übergewicht vor, stärkt das Selbstbewusstsein und schult das Gleichgewicht, die Koordination und die Motorik.

Auszeiten nehmen – Entspannung lernen

Kinder, die ständig auf Hochtouren laufen, brauchen auch Zeit zum Durchatmen und Entspannen. Doch genau das fällt den kleinen Energiebündeln oft schwer. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind feste Zeiten hat, in denen es etwas „Ruhiges“ macht, also liest, malt oder etwas anhört, aber nicht herumturnt. Solche Zeiten können zum Beispiel nach dem Mittagessen und vor dem Schlafengehen sein. Ihr Kind lernt, zwischendurch zur Ruhe zu kommen, zu entspannen, sich zu sammeln und wieder Kräfte zu tanken. Denn selbst für Energiebündel ist ständiges Toben anstrengend.

Ihrem Kind Grenzen setzen

Um selbst ab und an Ruhe zu haben, lassen manche Eltern ihre Kinder einfach machen, was sie wollen. Eine gute Idee ist das nicht, denn so gerät Ihr Kind immer mehr außer Rand und Band. Setzen Sie Ihrem Kind Grenzen, und zwar konsequent. Und: Achten Sie darauf, dass es diese Grenzen auch einhält! Wenn Sie Ihrem Kind ständig nachgeben, nur damit Sie selbst Ihre (vermeintliche) Ruhe haben, akzeptiert es irgendwann keine Gegenwehr Ihrerseits mehr und nimmt Sie nicht mehr ernst. Gerade einem Wirbelwind sollten Sie klare Grenzen aufzeigen, die es auch nachvollziehen und verstehen kann. Aber innerhalb diese Schranken kann Ihr Kind sich austoben. Versuchen Sie, die richtige Balance zwischen Freiräumen und Grenzen zu finden.

Ihrem Kind Aufmerksamkeit schenken

Wenn Ihr Kind sich extrem lebhaft verhält, könnte es auch sein, dass Ihr Kind sich mehr Aufmerksamkeit von Ihnen wünscht. Achten Sie also darauf, dass Ihr Kind auch genug Zuwendung von Ihnen erhält. Beschäftigen Sie sich mit Ihrem Kind, kommunizieren, spielen und sprechen Sie mit ihm. Das ist manchmal erfolgreicher als wenn Sie gleichzeitig auf Ihrem Smartphone herumtippen und abgelenkt sind. Kinder bemerken, wenn sie ihm nicht zugewandt sind.

Selbst auftanken an der Energiezapfsäule

Ein kleines Energiebündel zu Hause kostet auch die Eltern Kraft. Geben Sie Ihr Kind gelegentlich zu Oma, Opa, anderen Verwandten oder Freunden. Für ein paar Stunden bringen lebhafte Kinder auch Schwung in deren Leben, was sie sogar als angenehm empfinden. Sie haben Ihr Kind ja nicht 24 Stunden und können es abends wieder abgeben. Machen Sie in dieser Zeit etwas Schönes mit Ihrem Partner, eventuell Ihren anderen Kindern, genießen Sie die Freizeit und tanken Sie selbst wieder auf. Wenn Sie ausgeglichen sind und Ihre Nerven sich wieder beruhigt haben, profitiert auch Ihr Wildfang davon.

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