Gesunde Ernährung

Kirschen: Kleine Früchte mit großer Wirkung

Klein, aber oho! Egal ob Amarelle oder Schattenmorelle: Kirschen sind lecker, lassen sich vielseitig verarbeiten und sind ganz nebenbei auch noch unheimlich gesund.

Das Gute liegt oft so nahe. Ob aus Nachbars Garten oder dem eigenen, vom Wochenmarkt oder aus dem Supermarktregal: Kirschen haben jetzt Saison, und das sollten Sie ausnutzen! Denn die kleinen, roten Früchte sind nicht nur köstlich, sondern haben auch so einige wertvolle Inhaltsstoffe vorzuweisen. Das gilt sowohl für die süßen als auch die sauren Sorten.

Das macht Kirschen so gesund

Kirschen haben nur etwa 60 Kalorien pro 100 Gramm. Sie bestehen zu 80 Prozent aus Wasser. Wer also auf sein Gewicht achtet, muss sich hier nicht zurückhalten. Außerdem stecken zahlreiche wertvolle Nährstoffe in dem Obst:

  • Vitamine wie Vitamin C sowie die Vitamine B1, 2 und 6. Die „Acerolakirsche“, eigentlich Acerolafrucht, aus Südamerika besitzt besonders viel Vitamin C.
  • Folsäure ist ebenfalls reichlich enthalten. Daher sollten auch Schwangere  zugreifen, denn nicht nur für die Entwicklung ihres ungeborenen Babys ist Folsäure wichtig, sondern auch für ihre eigene Blutbildung und Zellteilung.
  • Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Eisen, Phosphat und Magnesium
  • Ballaststoffe, Kohlenhydrate und Betacarotin
  • Das Spurenelement Zink, dem eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt wird.
  • Auch die roten Farbstoffe – Anthocyane – sollen einen entzündungshemmenden Effekt haben. Einige Studien haben sogar ergeben, dass sie an entzündlichem Rheuma erkrankten Menschen Linderung bringen. Darüber hinaus können sie Körperzellen vor Schäden, etwa durch UV-Strahlen, schützen und dadurch der Hautalterung vorbeugen. Sauerkirschen haben einen besonders hohen Gehalt an Anthocyanen.
  • Stark sonnengereifte Kirschen fördern zudem den Schlaf, da sie einen hohen Melatonin-Gehalt haben. Wer also Schlafprobleme hat, sollte ebenfalls zugreifen.
Frisch gepflückt sind Kirschen am gesündesten.

Am schmackhaftesten und gesündesten sind Kirschen frisch vom Baum. (c) Colourbox

So sind die Früchte gut verträglich

Wer Kirschen isst und Wasser trinkt, bekommt Bauchschmerzen. Zumindest wurde das vielen von uns früher so eingebläut. Allerdings handelt es sich bei dieser Warnung um einen Mythos. Bauchgrimmen können wir von Kirschen dennoch bekommen, da sie die Verdauung anregen und daher auch blähen und leicht abführend wirken können. Wenn die Früchte nicht mehr ganz frisch sind und schon zu gären begonnen haben, kann das zu Durchfall führen. Manchmal sind auf der Schale der Kirschen auch Keime, die dafür sorgen, dass sie im Magen anfangen zu gären. Deshalb sollten Sie die Kirschen immer gut abwaschen. Wer einen empfindlichen Verdauungsapparat hat, sollte nicht zu große Mengen des Obstes essen.

Generell gilt: Kirschen immer möglichst frisch verzehren. Im Kühlschrank halten sie sich nach dem Pflücken höchstens zwei bis drei Tage. Waschen Sie die Früchte erst, wenn Sie sie essen wollen, durch die Feuchtigkeit können sie sonst noch schneller faulen oder schimmeln. Nur reife Kirschen essen. Sind sie einmal gepflückt, reifen sie nicht mehr nach. Am gesündesten sind sie roh, denn durch Kochen oder Backen gehen die wertvollen Nährstoffe verloren.

Reife, frische Ware erkennen

Wenn Sie Ihre Kirschen im Supermarkt oder an einem Stand kaufen, wissen Sie natürlich nicht, wie frisch die Ware ist. Gehen Sie sicher, dass die Früchte reif, also tief rot (bzw. Amarellen gelb oder gelb-rot), sind, dazu prall und glänzend. Die Schale darf nicht beschädigt sein. Auch Dellen sollten die Kirschen nicht aufweisen. Der Stiel ist glatt und sitzt fest an der Frucht. Wer darauf achtet, hat mit dem Steinobst gut Kirschen essen.