Gesundheit kompakt

Schlafstörungen

Was sind Schlafstörungen?
Was sind die Ursachen von Schlafstörungen?
Welche Formen von Schlafstörungen gibt es?
Was ist Schlaflosigkeit?
Was ist das Schlafapnoe-Syndrom?
Was ist Narkolepsie (Hypersomnie)?
Wann spricht man vom verzögerten Schlafphasen-Syndrom?
Woher kommt Schlafwandeln?

Was sind Schlafstörungen?

Schlafstörungen – jeder zweite in Deutschland leidet an Einschlaf- oder Durchschlafproblemen. Mehr zu den verschiedenen Formen von Schlafstörungen erfahren Sie hier.

Was sind die Ursachen von Schlafstörungen?

Schlafstörungen können verschiedene Ursachen haben. In der Regel steckt hinter einer Schlafstörung eine psychische oder psychiatrische Erkrankung. Schlafstörungen unterscheiden sich dadurch von Schlafproblemen, bei denen es sich eher um Beschwerden ohne Krankheitsbefund handelt und die weitaus häufiger anzutreffen sind. Richtige Schlafstörungen müssen von Ärzten, Psychiatern oder Psychologen behandelt werden.

Welche Formen von Schlafstörungen gibt es?

Schlafstörungen haben kein einheitliches Krankheitsbild, es werden mehrere Gruppen unterschieden:

  • Schlaflosigkeit (Insomnie)
  • Schlafapnoe
  • Narkolepsie: plötzliche Schlafanfälle
  • verzögertes Schlafphasensyndrom (Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus)
  • schlafgebundene Störungen wie Schlafwandeln

> Mehr Informationen zum Thema Narkolepsie finden Sie hier

Was ist Schlaflosigkeit?

Hierbei handelt es sich um einen Begriff, der häufig verwendet wird, wenn eine Person nicht gut schlafen kann. Echte Schlaflosigkeit (Insomnie) ist jedoch selten. Tatsächlich leiden die meisten Menschen, die über Schlaflosigkeit klagen, meist an Schlafschwierigkeiten, die als Ergebnis von einem oder mehreren Schlafproblemen auftreten.

Schlaflosigkeit ist – wenn der Begriff richtig verwendet wird – eine psychische Erkrankung, die den Schlaf beeinträchtigt. Wer daran leidet, kann selten mehr als eine oder zwei Stunden pro Nacht schlafen.

Was ist das Schlafapnoe-Syndrom?

Bei dieser Schlafstörung wird die normale regelmäßige Atmung im Schlaf für zehn Sekunden oder länger unterbrochen. Diese Erkrankung tritt vor allem bei übergewichtigen Menschen auf.

Während dieser Atemaussetzer entspannen sich die Muskeln im Bereich der Kehle und verursachen dadurch eine teilweise Blockierung der Atemwege. Personen, die an dieser Erkrankung leiden, bemerken das nicht bewusst, aber die Blockade der Atemwege stört den normalen Schlafzyklus und löst einen Wechsel von der REM- („Rapid Eye Movement“, schnelles Augenrollen) in die Non-REM-Schlafphase aus. Da der Schlaf unterbrochen wird, fühlen sich die Betroffenen am nächsten Tag weniger ausgeruht.

Darüber hinaus kann es sein, dass das Gehirn auf die Blockade der Atemwege mit lautem Schnarchen oder Schnauben reagiert, um die Person aufzuwecken. Dies kann mehr als zehn Mal pro Stunde geschehen.

Was ist Narkolepsie (Hypersomnie)?

Diese Schlafstörung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Gehirn die normalen Schlafzyklen nicht steuern kann. Dadurch schlafen die Personen, die an dieser Krankheit leiden, unerwartet ein, auch wenn es mitten am Tag ist oder sie sich gerade in einer Sitzung befinden oder Auto fahren. Häufig rutschen die Betroffenen sofort in den REM-Schlaf.

Narkolepsie (Schlafkrankheit) wird häufig mit Kataplexie in Verbindung gebracht, einer Erkrankung, bei der die Muskeln abrupt entspannen oder so schwach werden, dass sie das Gewicht des Körpers nicht mehr tragen können. Dies geschieht meistens, wenn der Betroffene starke Emotionen durchlebt, wie etwa Lachen oder Weinen.

Einer groben Schätzung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) zufolge leiden rund 40.000 Menschen in Deutschland an Narkolepsie. Männer scheinen geringfügig häufiger betroffen zu sein als Frauen.

Wann spricht man vom verzögerten Schlafphasensyndrom?

Bei diesem Syndrom gerät die biologische Uhr eines Menschen durcheinander. Diese extreme Ausprägung der „Nachteule“ und des „frühen Vogels“ wird zu einem medizinischen Problem. Wer betroffen ist, kann beispielsweise morgens häufig erst nach 4 Uhr einschlafen, dann aber problemlos bis zum Nachmittag im Bett bleiben.

Wenn die Verpflichtungen einer normalen Arbeit oder gesellschaftlicher Ereignisse den Schlaf nicht begrenzen, können die Betroffenen durchaus einen regelmäßigen Schlafrhythmus entwickeln – nur ist der im Vergleich zum Umfeld um mehrere Stunden versetzt.

Obwohl die Krankheit jeden treffen kann, tritt sie am häufigsten bei Jugendlichen auf, wobei sie häufig nach einigen Jahren vorbei verschwindet.

Woher kommt Schlafwandeln?

Schlafwandeln wird auch als „Somnambulismus“ bezeichnet. Kennzeichen dieser Schlafstörung ist, dass alltägliche Tätigkeiten im Stadium der Bewusstlosigkeit ausgeführt werden können. Diese Tätigkeiten reichen vom Aufsitzen im Bett bis hin zu gefährlicheren Handlungen wie Autofahren.

Die Episoden können nur 30 Sekunden, eine halbe Stunde oder auch länger anhalten. Häufig erinnern sich die Schlafwandler nicht an ihre nächtlichen Eskapaden.

Schlafwandeln tritt meistens bei Kindern auf und ist manchmal ein Anzeichen für Schlafentzug. Schätzungen zufolge sind bis zu 15 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens mindestens einmal von dieser Störung betroffen.

Zu weiteren Parasomnien, also im Schlaf auftretenden Verhaltensauffälligkeiten, zählen beispielsweise Albträume oder Zähneknirschen.