Herz, Kreislauf & Stoffwechsel

Schlaganfall

Was ist ein Schlaganfall?
Was sind die Ursachen eines Schlaganfalls?
Was sind die Schlaganfall-Symptome?
Wie erkennt der Arzt einen Schlaganfall?
Wie wird ein Schlaganfall behandelt?
Wie kann ich einem Schlaganfall vorbeugen?
Wie sind die Heilungschancen bei einem Schlaganfall?

Was ist ein Schlaganfall?

Ein Schlaganfall ist ein absoluter Notfall, bei dem schnelles Handeln gefragt ist. Rufen Sie sofort einen Notarzt unter der Telefonnummer 112, wenn Sie aufgrund der Schlaganfall-Symptome den Verdacht auf einen Hirninfarkt haben!

Einen Schlaganfall bezeichnen Mediziner auch als Gehirninfarkt, Apoplex oder Insult. Entweder verschließt sich ein Gefäß im Gehirn, es kommt zu einer Minderdurchblutung und die Nervenzellen werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt – sie sterben ab. Der Schlaganfall durch Gefäßverschluss wird auch ischämischer Hirninfarkt genannt. Ein Schlaganfall kann aber auch durch eine Gehirnblutung ausgelöst werden (hämorrhagischer Hirninfarkt). In diesem Fall reißt ein Gefäß und Blut tritt ins Hirngewebe aus.

Rund 270.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Schlaganfall, schätzt die Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Etwa 200.000 davon seien erstmalige Schlaganfälle. Bei 80 bis 85 Prozent aller Schlaganfälle ist eine Minderdurchblutung die Ursache, etwa 15 Prozent gehen auf das Konto einer Hirnblutung.

Das Schlaganfall-Risiko steigt mit zunehmendem Lebensalter deutlich an. Die Mehrheit ist bei ihrem ersten Schlaganfall über 60 Jahre als. Aber auch jüngere Menschen und sogar Kinder können einen Schlaganfall erleiden. Männer sind etwas häufiger von einem Schlaganfall betroffen als Frauen.

Was sind die Ursachen eines Schlaganfalls?

Zwei Hauptgründe führen zu einem Schlaganfall: eine Mangeldurchblutung aufgrund eines Gefäßverschlusses (ischämischer Hirninfarkt) oder eine Hirnblutung (hämorrhagischer Hirninfarkt).

Ischämischer Hirninfarkt

Hier verstopft ein  Blutpfropfen (Thrombus) ein Gefäß. Jener Bereich, den das Gefäß normalerweise versorgt, wird schlechter durchblutet. Der Blutpfropf kann sich beispielsweise im Herzen oder in den großen hirnversorgenden Gefäßen wie der Halsschlagader bilden. Vor allem bei Patienten, die unter Vorhofflimmern – einer bestimmten Form von Herzrhythmusstörungen – leiden, können sich Blutgerinnsel bilden, die mit dem Blutstrom mit gerissen und ins Gehirn gespült werden.

Eine Hirnarterie kann aber auch aufgrund von Gefäßverkalkung blockiert sein. Die Arteriosklerose an den Hirngefäßen oder den hirnversorgenden Halsgefäßen führt zu Verengungen oder Verschlüssen. Der Gefäßverschluss betrifft meist die großen Hals- oder Hirnarterien. In der Folge werden größere Hirnareale nicht mehr ausreichend durchblutet. Aber auch kleinste Arterien im Gehirn können verstopft sein – dann entstehen kleinere Defekte im Hirngewebe.

Transitorisch Ischämische Attacke (TIA)

Eine kurzzeitige Mangeldurchblutung kann einen kleinen Schlaganfall auslösen. Mediziner sprechen von einer Transitorisch Ischämischen Attacke, kurz TIA. Patienten leiden bei einer TIA unter den gleichen plötzlichen Symptomen wie bei einem vollendeten Schlaganfall. Die Schlaganfall-Symptome können sich zwar innerhalb weniger  Minuten wieder zurückbilden – trotzdem ist eine TIA ein Fall für den Notarzt! Denn sie kann auch ein Vorbote für einen vollendeten Schlaganfall sein.

Hirnblutung

Bei einer Hirnblutung reißt ein Gehirngefäß und es tritt Blut ins Hirngewebe über. Die angrenzenden Gehirnregionen werden nicht mehr ausreichend durchblutet – es kommt zum Schlaganfall. Außerdem richtet das ausgetretene Blut Schäden am umliegenden Hirngewebe an; es drückt zum Beispiel auf die Nervenzellen. Die Ursache der Hirnblutung ist meist ein Bluthochdruck oder der plötzliche Riss eines Blutgefäßes.

Ein Schlaganfall kann auch durch eine Blutung in den Zwischenraum von Gehirn und weicher Hirnhaut ausgelöst werden (Subarachnoidalblutung). Der Zwischenraum enthält normalerweise Hirnwasser, welches das Gehirn schützt.

Seltene Ursachen

Seltener lösen Entzündungen oder Verletzungen von Gefäßen, Störungen im Blutgerinnungssystem oder Gerinnsel in den venösen Blutgefäßen des Gehirns einen Schlaganfall aus. Mediziner bezeichnen dies als Sinusvenenthrombose.

Was sind die Schlaganfall-Symptome?

Bei einem Schlaganfall ist es wichtig, die Symptome zu erkennen und schnell richtig zu handeln – es zählt jede Minute! Rufen Sie sofort einen Notarzt unter 112! Mediziner sagen auch: „time is brain“, also „Zeit ist Hirn“. Je schneller Sie handeln, desto besser lassen sich die Nervenzellen vor dem Absterben retten. Auch die geistigen und körperlichen Folgen des Schlaganfalls lassen sich begrenzen oder verhindern.

Die wichtigsten Schlaganfall-Symptome, bei denen umgehendes Handeln gefragt ist, sind:

Sehstörungen

Es kann zu einer Einschränkung des Gesichtsfeldes kommen. Auch das räumliche Sehen kann beeinträchtigt sein, was zu Problemen bei der Orientierung führt. Manche Schlaganfallpatienten sehen plötzlich Doppelbilder, Gegenstände überlappen sich und beim Griff nach der Kaffeetasse fassen sie daneben. Manche beschreiben ein Gefühl, als schauten sie durch eine beschlagene Brille.

Störungen der Sprache und des Sprachverständnisses

Schlaganfall-Patienten mit Sprachstörungen sprechen stockend, abgehackt, verwaschen, sie lallen, verdrehen Silben oder verwenden falsche Buchstaben. Selten können Patienten auch gar nicht mehr sprechen. Manche verstehen auch das Gesprochene nicht mehr.

Lähmungen und Taubheitsgefühl

Eine plötzlich eintretende einseitige Lähmungserscheinung, ein gestörtes Berührungsempfinden und ein pelziges Gefühl auf einer Körperseite sind ebenfalls Hinweise auf einen Schlaganfall. Gesicht, Arm und Hand sind oft am stärksten betroffen. Ein typisches Schlaganfall-Symptom ist ein herunterhängender Mundwinkel. Es kann aber auch das Bein in Mitleidenschaft gezogen sein.

Schwindel und unsicherer Gang

Bei einem Schlaganfall können plötzlich Schwindel und ein unsicherer Gang auftreten. Manche haben das Gefühl, Karussell zu fahren (Drehschwindel), andere fühlen sich wie auf einem Schiff auf bewegter See (Schwankschwindel). Manche berichten von einem Gefühl, als würden sie mit einem Fahrstuhl bergab sausen. Der Schwindel ist mit einem Gleichgewichts-  und Koordinationsverlust verbunden.

Extrem starker Kopfschmerz

Zuvor nie gekannte,  extrem heftige Kopfschmerzen können ein Hinweis auf einen Schlaganfall sein. Dazu können Übelkeit und Erbrechen und später auch Lähmungen, Bewusstseinsverlust oder Verwirrtheit kommen.

Die Frühwarnzeichen eines Schlaganfalls beginnen immer plötzlich und können einige Minuten oder Stunden andauern, dann können sie wieder abklingen. Solche vorübergehenden Ausfallerscheinungen bezeichnen Ärzte als transitorisch ischämische Attacke (TIA).  Dauern die Symptome mindestens 24 Stunden an, liegt ein vollendeter Schlaganfall vor.

Wie erkennt der Arzt einen Schlaganfall?

Zunächst versuchen Ärzte, die Schlaganfall-Symptome richtig einzuordnen – hier spielen auch die Angaben der Patienten und der Angehörigen eine wichtige Rolle. Dann gilt es, der Ursache des Schlaganfalls auf die Spur zu kommen. Hier geben bildgebende Verfahren Aufschluss. Die Wahl der Therapie hängt davon ab, ob ein verstopftes Gefäße oder eine Hirnblutung die Ursache des Schlaganfalls ist.

Computertomografie

Die Computertomografie (CT) ist ein bildgebendes Verfahren, das Bilder des Gehirns und der Blutgefäße liefert. Anhand eines CTs können Neurologen zwischen einem ischämischen Infarkt durch einen Mangeldurchblutung  und einer Hirnblutung unterscheiden. Nach der Ursache richtet sich auch die Therapie.

Kernspintomografie (Magnetresonanztomografie, MRT)

Auch mit Hilfe der Kernspintomografie lassen sich das Gehirn und die Blutgefäße bildlich darstellen. So bekommen Ärzte ein genaues Bild darüber, wo der Schlaganfall stattgefunden hat und wie groß die Schädigungen im Gehirn sind.

Angiografie

Blutgefäße im Gehirn lassen sich auch mittels Angiografie sichtbar machen. Es gibt verschiedene Methoden der Angiografie. Eingesetzt wird auch Kontrastmittel.

Gefäßultraschall

Ein Ultraschall der hirnversorgenden Gefäße (Doppler- oder Duplex-Sonografie) liefert Informationen, wie stark die betroffenen Blutgefäße etwa aufgrund einer Arterienverkalkung verengt sind. Die Doppler-Sonografie kann auch Hinweise bringen, wo sich ein Blutgerinnsel abgelöst hat.

Herzultraschall (Echokardiografie)

Mit dieser Methode lassen sich Veränderungen am Herzen feststellen, die zu Verwirbelungen des Blutstromes und Bildung eines Blutgerinnsels geführt haben können. Bei einem Schlaganfall hat sich dieses abgelöst, ist ins Gehirn gewandert und hat ein Gefäß blockiert.

EKG

Herzrhythmusstörungen, vor allem das Vorhofflimmern, sind eine mögliche Ursache eines Schlaganfalls. Eingesetzt werden EKG und ein Langzeit-(24-Stunden)-EKG.

Laboruntersuchungen

Anhand einer Blutprobe werden verschiedene Parameter bestimmt. Dazu zählen die Konzentration der roten und weißen Blutkörperchen, Blutplättchen sowie andere Blutwerte, welche die Blutgerinnung beeinflussen. Ist das Gerinnungssystem gestört, verklumpen die Blutplättchen und bilden gefährliche Blutgerinnsel. Zudem werden Blutzuckerwerte, Kalium- und Natriumkonzentration sowie Leber- und Nierenwerte bestimmt. Wichtig sind auch Hinweise auf Entzündungen im Körper, welche die Blutgerinnung beeinträchtigen können.

Wie wird ein Schlaganfall behandelt?

Ein Schlaganfall muss schnell behandelt werden. Nur so lassen sich Folgeschäden und Behinderungen minimieren oder vermeiden. Schlaganfallpatienten werden am besten in spezialisierten Zentren behandelt: den Stroke Units. Hier arbeiten Mediziner unterschiedlicher Disziplinen eng zusammen und der Patient wird engmaschig überwacht. In Deutschland gibt es mehr als 250 zertifizierte Schlaganfall-Stationen. Die Therapie richtet sich nach der Ursache des Schlaganfalls.

Schlaganfall durch Gefäßverschluss

Blockiert ein Blutpfropf ein Gefäß, muss dieser so schnell wie möglich durch eine Lysetherapie aufgelöst werden. Schlaganfallpatienten erhalten Infusionen mit Medikamenten, die das Blutgerinnsel auflösen (Thrombolytika). Die Lysetherapie muss möglichst schnell, am besten innerhalb von drei Stunden nach dem Auftreten der ersten Schlaganfall-Symptome beginnen. Eine aktuelle Meta-Analyse zeigte aber, dass die Lysebehandlung im Zeitfenster von 4,5 Stunden nach dem Schlaganfall und auch bei älteren Menschen noch effektiv ist. Dies berichten die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN).

Mittels intraarterieller Katheterthrombolyse lassen sich die Medikamente, welche das Blutgerinnsel auflösen sollen, auch direkt zum verstopften Gefäß im Gehirn bringen.

Die Thrombektomie ist ein neuartiges Verfahren, mit dem Ärzte auch große Blutgerinnsel aus dem Gehirn entfernen können. In Deutschland wird die Methode an großen Zentren schon seit einiger Zeit mit Erfolg angewandt.

Zudem setzen Ärzte blutverdünnende Mittel (meist Acetylsalicylsäure ASS) ein, welche die Blutgerinnung hemmen und der Neubildung von Blutgerinnseln entgegenwirken.

Hirnblutung

Bei einer Hirnblutung erhöht das zusätzliche Blutvolumen den Druck im Gehirn, was das Nervengewebe schädigt. Im Rahmen einer Operation versuchen Ärzte, das ins Gehirn ausgetretene Blut zu entfernen.

Sofortige Rehabilitation

Die Rehabilitation beginnt meist schon in der Klinik und wird in spezialisierten Zentren weitergeführt. Wichtig sind die optimale Einstellung des Blutdrucks, der Blutfette,  Körpertemperatur, des Sauerstoffgehaltes des Blutes und des Herzrhythmus. Schluck- und Sprachstörungen, Lähmungen und andere Ausfälle behandeln erfahrene Physio- und Ergotherapeuten frühzeitig. In sehr schweren Fällen sind die Betroffenen dauerhaft pflegebedürftig und auf Pflegedienste und Angehörige angewiesen.

Wie kann ich einem Schlaganfall vorbeugen?

In vielen Fällen ist der Schlaganfall die Folge einer Gefäßverkalkung. Und hier können Sie ansetzen, denn es gibt bestimmte Risikofaktoren für eine Arteriosklerose. Die wichtigsten sind:

  • Bluthochdruck (Hypertonie): Der zu hohe Druck in den Gefäßen schädigt sie langfristig. Lassen Sie einen bestehenden Bluthochdruck unbedingt behandeln – auch wenn Sie keine Beschwerden verspüren. Achten Sie auf eine gesunde Ernährung mit wenig tierischen Fetten und auf Ihren Salzkonsum.
  • Erhöhte Blutfette: Vor allem ein hoher Cholesterinspiegel führt zur Gefäßverkalkung. Lassen Sie erhöhte Cholesterinwerte behandeln. Auch eine gesunde Ernährung und Bewegung können den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen.
  • Diabetes: Ein zu hoher Blutzucker strapaziert die Gefäße ebenfalls. Achten Sie darauf, dass Ihr Blutzucker gut eingestellt ist.
  • Übergewicht: Zu viele Kilos sind ebenfalls schlecht für die Gefäße. Falls Sie unter Übergewicht leiden, versuchen Sie, einige Kilos abzunehmen. Das hilft den Gefäßen.
  • Rauchen setzt den Gefäßen ebenfalls zu. Versuchen Sie, das Rauchen aufzugeben. Dies wirkt sich positiv auf viele Organe aus – nicht nur auf die Lunge.
  • Bewegungsmangel: Dieser ist mittlerweile ein großes Problem in der Bevölkerung, denn die Bundesbürger sitzen zu viel. Versuchen Sie mehr Bewegung in Ihren Alltag zu integrieren und suchen Sie sich eine Sportart, die Ihnen Spaß macht. Gut sind Ausdauersportarten wie Schwimmen, Joggen, Wandern oder Radfahren. Empfehlenswert sind mindestens 30 Minuten Bewegung täglich – am besten an allen Tagen der Woche.

Sekundärprävention

Nach einem ersten Schlaganfall gilt es, einen zweiten Hirninfarkt zu verhindern. Dieses Ziel hat die Sekundärprävention im Blick, die schon auf der Stroke Unit beginnt. Wichtig ist die richtige Einstellung mit Medikamenten, die den Blutdruck, Blutzucker und die Blutfette regulieren. Auch die richtige Menge an Blutverdünnern müssen Ärzte individuell festlegen. Außerdem gilt es, persönliche Risikofaktoren für einen Schlaganfall wie das Rauchen, Bewegungsmangel oder Übergewicht genauer ins Visier zu nehmen und einen gesunden Lebensstil zu pflegen.

Wie sind die Heilungschancen bei einem Schlaganfall?

Der Krankheitsverlauf und die Heilungschancen bei einem Schlaganfall hängen vor allem vom Ort und der Größe des Schlaganfalls und der Hirnschädigung ab. Patienten nach einem Schlaganfall haben ein sehr hohes Risiko, in den nächsten Jahren einen erneuten Schlaganfall zu erleiden. Die Wahrscheinlichkeit liegt nach einem Jahr  bei 13,5 Prozent, nach fünf Jahren fast 40 Prozent und nach zehn Jahren fast 55 Prozent.

Einer von fünf Patienten stirbt innerhalb der ersten vier Wochen. Jeder Zweite, der einen Schlaganfall überlebt, bleibt aufgrund der eingetretenen Schädigungen des Gehirns pflegebedürftig. Die Chancen auf eine vollständige oder zumindest teilweise Rückbildung der Folgen eines Schlaganfalls sind umso größer, je schneller der Patient im Krankenhaus behandelt wird.

Die häufigsten Folgen des Schlaganfalls sind neben einseitigen Lähmungen und Gefühlsstörungen der Arme und Beine, die Sprach-, Schluck-, Seh-, und Gleichgewichtsstörungen sowie Bewusstseins- und Wahrnehmungsstörungen. Bedingt durch diese Einschränkungen oder durch die Schädigung des Gehirns selbst, ist bei etwa der Hälfte der Betroffenen mit depressiven Syndromen, wie Antriebsarmut oder starken Stimmungstiefs  zu rechnen.

Quellen:

  • Kompetenznetz Schlaganfall, www.kompetenznetz-schlaganfall.de (Abruf: 20.9.2015)
  • S1-Leitlinie “Akuttherapie des ischämischen Schlaganfalls”, Dezember 2014
  • Leitlinie Schlaganfall, Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Februar 2012