Gesunde Frau

Wechseljahre

Was sind die Wechseljahre?
Was sind die Ursachen für die Wechseljahre?
Was sind die Symptome der Wechseljahre?
Wie erkennt der Arzt die Wechseljahre?
Wie werden Wechseljahresbeschwerden behandelt?

Was sind die Wechseljahre?

Die Wechseljahre, die mit der Menopause, also dem endgültigen Ausbleiben der Regelblutung, ihren Abschluss finden, sind eine natürliche Phase im Leben jeder Frau. Diese Phase kann jedoch mit verschiedenen Symptomen wie Nachtschweiß oder Hitzewallungen einhergehen.

Der Begriff „Menopause“ wurde erstmals im 17. Jahrhundert in Frankreich verwendet. Dennoch rückt das Konzept der Menopause und der Wechseljahre erst in jüngster Zeit in den Fokus der Aufmerksamkeit – da vor einhundert Jahren die Lebenserwartung noch deutlich niedriger war, lebten wenige Frauen lange genug, um die Menopause zu erleben. Diejenigen, die damals die Wechseljahre durchmachten, gehörten vermutlich überwiegend der reichen Oberschicht an. Über solche Angelegenheiten zu sprechen, kam für diese Frauen nicht in Frage.

Der Begriff „Menopause“ stammt aus dem Griechischen und leitet sich von den Wörtern mĕn oder menos („Monat“) und pausis („aufhören“) ab. Dies passt sehr gut zur medizinischen Definition der Menopause, die den Zeitpunkt beschreibt, zu dem die Monatsblutung – oder Menstruation – endgültig ausbleibt.

Was sind die Ursachen für die Wechseljahre?

Zwischen Ende der Pubertät und Menopause reift im Körper einer Frau in der Regel jeden Monat eine Eizelle heran. Dieser Prozess wird von einer kleinen Drüse im Gehirn, der Hirnanhangsdrüse, gesteuert.

Mit steigendem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Körpers ab, sodass eine Schwangerschaft im fortgeschrittenen Alter höhere Risiken für Mutter und Kind birgt. Die Natur hat unsere Gene so programmiert, dass der Körper einer Frau zu einem bestimmten Zeitpunkt signalisiert, dass keine weiteren Eizellen mehr heranreifen sollen.

Wenn dies eintritt, produziert die Hirnanhangsdrüse weniger Hormone. Dadurch wird den Eierstöcken mitgeteilt, dass keine weiteren Eizellen benötigt werden. Der Eisprung kommt zum Erliegen. Der zuvor regelmäßige Kreislauf aus Aufbau und Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut ist nun überflüssig, sodass die Monatsblutung ausbleibt. Der Progesteron- und Östrogenspiegel fällt ab.

Aus biologischer Sicht markiert die Menopause also das Ende der fruchtbaren Phase im Leben einer Frau. Damit ist sichergestellt, dass eine Frau, die ein Kind austrägt, körperlich auch tatsächlich dazu in der Lage ist.

Die Monatsblutungen enden jedoch in den Wechseljahren nicht abrupt. Typischerweise bleiben sie einmal aus oder beginnen später als normal, verlaufen stärker und unregelmäßiger, bevor sie schließlich ganz verschwinden.

Viele Menschen beschreiben diese Phase einfach als „Wechsel“ oder als „Lebensveränderung“. Der wissenschaftliche Begriff hierfür ist Perimenopause – der Zeitraum vor der eigentlichen Menopause.

Was sind die Symptome der Wechseljahre?

Die Veränderungen im Hormonhaushalt während der Wechseljahre führen direkt und indirekt zu einer Vielzahl von Symptomen. Einige Frauen werden kaum spüren, dass sie in den Wechseljahren sind, da sich bei ihnen nur wenige Symptome zeigen. Zu den häufigsten zählen Hitzewallungen und Nachtschweiß, da die hormonellen Veränderungen vermutlich die Art, wie der Körper Wärme wahrnimmt, beeinflusst.

Weitere Symptome sind psychischer Natur, dazu zählen Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und ein niedrigeres Selbstwertgefühl. Diese und weitere Symptome der Wechseljahre können einige Monate oder sogar mehrere Jahre andauern. Eine kleine Minderheit der Frauen entwickelt stark ausgeprägte Wechseljahresbeschwerden, die so schwerwiegend sein können, dass sie den Alltag beeinträchtigen und sich negativ auf die Lebensqualität auswirken.

Wie erkennt der Arzt die Wechseljahre?

Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Wechseljahresbeschwerden können einige Zeit vor der letzten Monatsblutung (Perimenopause) und auch noch einige Zeit danach auftreten.

  • Ein erster Anhaltspunkt ist das Alter: Eine Frau kommt durchschnittlich im Alter von 52 Jahren in die Wechseljahre, obwohl diese bereits mit 35 Jahren beginnen können – oder erst mit 60 Jahren. Wenn Sie das 45. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, ist es unwahrscheinlicher (aber nicht unmöglich), dass Ihre Symptome mit den Wechseljahren im Zusammenhang stehen.
  • Symptome wie Hitzewallungen und Nachtschweiß treten am häufigsten auf: Viele Frauen stellen fest, dass sich ihre Stimmung ändert, sie an gedrückter Stimmung leiden oder Muskel- und Gelenkschmerzen haben.

Wenn Sie Zweifel bezüglich Ihrer Symptome haben, sollten Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt konsultieren.

Wie werden Wechseljahresbeschwerden behandelt?

Viele Frauen haben während der Wechseljahre nur geringe Beschwerden und kommen ohne Behandlung gut zurecht. Andere jedoch fühlen sich von den Wechseljahresbeschwerden in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt und suchen nach Hilfe und Rat.

  • Zwei der häufigsten Symptome der beginnenden Wechseljahre sind Hitzewallungen und Nachtschweiß. Mehr als 80 Prozent der Frauen in den Wechseljahren sind davon betroffen. Hier können Extrakte aus Salbeiblättern helfen.
  • Andere Wechseljahresbeschwerden, wie etwa eine gedrückte Stimmung oder Schlafstörungen, können ebenfalls mit Heilpflanzen behandelt werden.
  • Es gibt eine Reihe verschreibungspflichtiger Arzneimittel, die Ihr Arzt Ihnen zur Linderung der Wechseljahresbeschwerden verordnen kann. Besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt, welche Behandlung sich für Sie am besten eignet.
  • Die Hormonersatztherapie (HRT) war in Ärztekreisen viele Jahre lang das Mittel der Wahl, hat aber aufgrund neuer Erkenntnisse über Nebenwirkungen an Popularität eingebüßt. Viele Frauen ziehen es vor, auf diese Behandlungsoption zu verzichten, wobei sie bei schwerwiegenden Wechseljahresbeschwerden nach wie vor von ärztlicher Seite empfohlen wird.