Gesunde Ernährung

Lucuma – Das subtropische Superfood

In ihrem Herkunftsland Peru gilt die Frucht Lucuma schon seit Jahrtausenden als universell einsetzbares Heilmittel. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Lucuma steckt voller wertvoller Inhaltsstoffe und zählt zu den gesündesten Süßungsmitteln der Welt. Mittlerweile ist sie auch bei uns in Europa angekommen. Bei uns erfahren Sie, was in der Wunderfrucht steckt und wie sie auf unseren Körper wirken kann.

Was ist Lucuma?

In Peru ist Lucuma eine Art „Nationalfrucht“, die vor langer Zeit von den Inkas entdeckt und verbreitet wurde. Man kennt sie auch unter dem Namen „Das Gold der Inkas“. Der Baum an dem die vermeintliche Superfrucht wächst, kann bis zu 15 Meter hoch werden und insgesamt etwa 500 Früchte tragen. Ihren Ursprung hat die Lucuma nicht nur in Peru, sondern generell in der Region der Anden, also auch in Chile und Ecuador. In früheren Zeiten war die Frucht sogar das Symbol für Fruchtbarkeit. Heute wird sie in den Anbaugebieten vor allem für den täglichen Speiseplan genutzt und dient gerade ärmeren Menschen als optimaler Nährstofflieferant.

Lucuma: Die Inhaltsstoffe

Was die Lucuma Frucht von anderen Obstsorten unterscheidet, ist nicht nur ihr überaus hoher und wertvoller Nährstoffgehalt, sie weist auch einen relativ hohen Kaloriengehalt auf. Doch die Vorteile, die die Lucuma der Gesundheit bieten kann, überwiegen eindeutig. Sie liefert Inhaltsstoffe wie:

Außerdem befinden sich in Lucuma zahlreiche Mineralien, Antioxidantien und B-Vitamine, die vor allem dem Immunsystem und dem Zellschutz zugutekommen. Beta-Karotin sorgt nicht nur für die rot-gelbe Farbe der Früchte, es ist zudem äußerst wichtig für die Produktion und das Wachstum unserer Zellen und die Gesunderhaltung des Immunsystems. Beta-Karotin findet man sonst in Karotten, Aprikosen oder Paprika. Das enthaltene Eisen hingegen fördert die Bildung roter Blutkörperchen. Eine frische Lucuma, die man hierzulande jedoch vergebens sucht, liefert auf 100 Gramm knapp 350 Kalorien.

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Die Verwendung von Lucuma

In den Ländern, in denen die Lucuma beheimatet ist, wird die Frucht meist roh und ohne Schale verzehrt. Die Peruaner bereiten sie auch häufig wie Kartoffeln oder Kürbis zu, kochen sie entsprechend und würzen sie mit Salz und Pfeffer. Als Frucht schmeckt die Lucuma sehr süß mit einem Hauch von Karamell. In Chile kommt Lucuma oft in Form von Desserts auf den Tisch. Bei uns sind frische Lucumas leider nicht erhältlich.

Aufgeschnittene Lucuma Frucht.

In ihren Heimatländern wird Lucuma meist roh und geschält gegessen. (c) Colourbox.de

Dafür ist das Pulver, das aus der Lucuma gewonnen wird, umso beliebter und wird gerne als natürliches Süßungsmittel eingesetzt. Aber auch diversen Cremes, dem morgendlichen Müsli oder dem Frühstücksdrink verleiht die Lucuma einen einzigartigen Geschmack. Für die Verwendung in Tee oder Kaffee sollten Sie von Lucuma eher absehen, da sie einen recht starken Eigengeschmack hat und bei unterschiedlichen Süßspeisen besser aufgehoben ist.

Lucuma und der Blutzuckerspiegel

Aufgrund des doch relativ hohen Kohlenhydratanteils der subtropischen Frucht könnte man davon ausgehen, dass der Verzehr für den Blutzuckerspiegel nicht gerade ideal ist. Doch im Gegenteil: die Lucuma-Frucht soll stattdessen anti-diabetische Eigenschaften besitzen, die dazu führen, dass ein bestimmtes Enzym (Alpha-Glucosidase) im Darm gehemmt wird, das bei der Verdauung der zugeführten Kohlenhydrate hilft. Durch diesen Vorgang werden die Kohlenhydrate langsamer verdaut, wodurch auch die Glucose entsprechend langsamer in das Blut abgegeben wird und der Blutzuckerspiegel somit nur langsam ansteigt.

Gerade für Diabetiker und ernährungsbewusste Menschen bietet sich die Lucuma-Frucht in Form von Pulver daher als perfekte Alternative zu herkömmlichem Zucker an, um den Blutzucker möglichst konstant zu halten. Häufige Blutzuckerschwankungen gehören unter anderem auch zu den Auslösern von chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Autoimmunerkrankungen.

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Lucuma für ein gesundes Hautbild

Zu den gesundheitlichen Vorteilen der Lucuma gehört auch der Effekt, den die Frucht als Öl auf empfindliche und gereizte Haut haben kann. Bei Hautproblemen oder Wunden wird das Lucuma-Öl schon seit vielen Jahren in ihrer Heimatregion erfolgreich eingesetzt. Eine Studie konnte belegen, dass sich beispielsweise die Anwendung von Lucuma Nuss-Öl bei Wunden als positiv erwiesen hat. Demnach ist das extrahierte Öl der Frucht in der Lage, Wunden zu verschließen und die Regeneration der Haut zu unterstützen. Auch der Verzehr von Lucuma-Pulver kann dazu beitragen, gestresste und sonnengeschädigte Haut von innen zu heilen und den Alterungsprozess zu verlangsamen. Bei der Auswahl von Lucuma Pulver oder Öl sollte außerdem auf eine hochwertige Bio-Qualität geachtet werden.

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