Gesunde Ernährung

Maronen: Gesunder Snack in der Vorweihnachtszeit

Wenn die Tage kürzer werden und Weihnachten immer näher rückt, ist Maronenzeit. Viele Menschen naschen dann eine Tüte mit den frisch gerösteten, nussig duftenden Kastanien vom Stand. Aber Maronen schmecken nicht nur lecker, sondern sind auch sehr gesund. Wir verraten, was in ihnen steckt.

Maronen bzw. Maroni stammen aus Kleinasien und wurden in der Antike gerne zu Obst und Wein gereicht. Heute wächst die Kastanienart fast in ganz Südeuropa und in warmen Alpenregionen wie Südtirol und dem Schweizer Tessin.

Maronen sind eine Weiterzüchtung der Edel- bzw. Esskastanie (lat. Castanea sativa) und schmecken im Vergleich zu dieser aromatischer und etwas süßer. Sie sind herzförmig, Esskastanien dagegen eher rund und etwas kleiner. Außerdem lassen sich Maronen leichter schälen.

So gesund sind Maronen

Bevor die Kartoffel nach Europa gebracht wurde, waren Kastanien lange Zeit ein nährstoffreiches und sehr günstiges Grundnahrungsmittel. Sie galten deshalb als „Brot für Arme“. Auch heute versorgen uns die kleinen Kraftpakete mit gesunden Inhaltsstoffen.

100 Gramm Maronen enthalten zum Beispiel:

  • Die B-Vitamine B1-3 und B6: Sie unterstützen die Funktion von Gehirn, Nerven und Muskeln und sorgen für einen gesunden Stoffwechsel.
  • Vitamin C: Als sogenanntes Antioxidans kann es vor zellschädigenden freien Radikalen schützen.
  • Kalium: Der Mineralstoff reguliert unter anderem den Blutdruck und ist wichtig fürs Herz und andere Muskeln.
  • Die Mineralstoffe Magnesium und Phosphat: Sie unterstützen beispielsweise den Knochenaufbau.
  • Kupfer: Das Spurenelement stärkt die Knochen und das Nerven- und Immunsystem.
Heiße Maronen schmecken sehr lecker.

Unter der braunen Schale stecken viele gesunde Inhaltsstoffe. (c) Out There Somewhere/Fotolia

Kalorienarmer Snack

Maroni gehören zu den Nüssen, haben aber im Vergleich zu Walnüssen & Co. einen sehr geringen Fettanteil: In 100 Gramm stecken nur etwa 2 Gramm Fett, während 100 Gramm Macadamia-Nüsse stolze 76 Gramm Fett liefern. Dadurch fällt auch der Kaloriengehalt der Kastanienfrüchte niedriger aus: 100 Gramm Maronen enthalten knapp 200 Kalorien, andere Nüsse dagegen etwa dreimal so viel.

Dafür ist das enthaltene Fett reich an hochwertigen ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, zu denen die entzündungshemmende Alpha-Linolensäure gehört. Außerdem liefern sie hochwertiges Eiweiß.

Maronen sind aber nicht nur ein kalorienarmer Wintersnack, sondern machen auch lange satt. Das liegt an ihrem hohen Anteil an komplexen Kohlenhydraten, die der Körper nur langsam verwertet. Der Blutzuckerspiegel bleibt dadurch relativ konstant und Heißhungerattacken bleiben aus. Zudem enthalten die Kastanien wertvolle Ballaststoffe, die für eine gesunde Verdauung sorgen.

> Erfahren Sie mehr über Ballaststoffe

Frische Maronen kaufen

Die essbaren Kastanienfrüchte sind ab dem Herbst reif und meistens von Ende September bis Ende Dezember erhältlich. Frische Maronen sind nur kurz haltbar, weil sie wegen ihres hohen Stärkegehalts leicht zu keimen beginnen.

Umso wichtiger ist es, beim Kauf auf frische Exemplare zu achten. Sie:

  • haben eine glatte und glänzende Oberfläche,
  • sehen prall aus,
  • fühlen sich in der Hand relativ schwer an.

Leichte, matte, löchrige oder verschrumpelte Ware sollten Sie besser nicht kaufen. Auch daheim können Sie die Kastanien noch auf ihre Frische testen, indem Sie diese in einen Topf mit Wasser legen: Sinken sie auf den Boden, sind sie noch frisch.

Selbst ernten sollten Sie Maroni lieber nicht, da sie leicht mit ungenießbaren Rosskastanien verwechselt werden können.

Maronensuppe ist äußerst beliebt im Wintermenü.

Aus Maronen lassen sich leckere Wintersuppen zaubern. (c) Daniel Vincek/Fotolia

> Rezept für Maronensuppe – super als Vorspeise im Weihnachtsmenü!

Maronen-Produkte

In vielen Supermärkten gibt es mittlerweile vorgegarte und vakuumverpackte Kastanien, die frischen Exemplaren im Geschmack kaum nachstehen. Ihr Vorteil: Sie sind bereits geschält. Zudem sind sie wesentlich länger haltbar und oft das ganze Jahr über erhältlich. Kastanien aus der Dose stellen ebenfalls eine Alternative dar, wenn es keine frische Ware gibt.

Außerdem gibt es Maronenpüree, das sich gut für die Zubereitung von Süßspeisen (z.B. Vermicelles) eignet, sowie Maronenmehl. Dieses ist frei von Gluten und daher als Getreideersatz für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit oder -allergie geeignet. Wegen seiner schlechten Backfähigkeit muss es allerdings mit anderen, gegebenenfalls glutenfreien Mehlen vermischt werden.

So bereiten Sie die Kastanien zu

Maronen sollten immer geröstet oder gekocht werden, denn erst beim Erhitzen wandelt sich die unbekömmliche Stärke in Zucker um. Wer die braunen Nüsse roh isst, riskiert Bauchschmerzen.

Die Kastanienfrüchte können vielseitig in der Küche verwendet werden. Zum Beispiel als Füllung für Truthahn, geröstet mit Rotkraut als Beilage oder als „Topping“ auf Salaten. Auch leckere Desserts lassen sich aus den süßen Esskastanien herstellen, wie etwa Cremes, Torten oder Pudding.

Heiße Maronen aus dem Ofen wärmen uns im Winter.

Heiße Maronen vom Blech: Super einfach und super lecker! (c) Helmut Seisenberger/Fotolia

Wer geröstete Esskastanien einfach als gesunden Snack für zwischendurch schätzt, kann sie auch daheim ganz leicht selbst zubereiten:

  1. Für eine Portion zunächst 100 Gramm Maronen waschen.
  2. Die Schalen an der Spitze kreuzweise einritzen.
  3. Dann auf einem Backblech verteilen und für etwa 20 Minuten bei 200 Grad im Backofen rösten, bis die Schalen aufspringen.

Wir wünschen guten Appetit!

> Rezept: Kürbissuppe mit Maronen im Dutch Oven