Gesunde Ernährung

Nordic Diet – gesund, lecker und nachhaltig

Die Nordic Diet setzt auf regionale Lebensmittel aus Nordeuropa. Sie soll dieselben gesundheitliche Vorteile haben wie die mediterrane Ernährung. 

Die Idee zur „nordischen Diät“ stammt aus Skandinavien. Deshalb nennen einige diese Ernährungsweise auch Wikinger-, Ikea- oder Norweger-Diät.

Das Konzept der Nordic Diet

Bei der Entwicklung dieser interessanten Diät haben sich Ernährungswissenschaftler, Umweltexperten und Spitzenköche aus ganz Skandinavien zusammengetan. Gemeinsam haben sie überlegt, wie sie die Bestandteile der gesunden Mittelmeerdiät auf ihre Region übertragen können.

Denn die mediterrane Ernährung hat für Nordlichter einige Nachteile: Die verwendeten Lebensmittel entsprechen oft nicht den Geschmacksgewohnheiten der Einwohner. Außerdem müssen Lebensmittel wie Artischocken, Auberginen oder mediterrane Kräuter importiert werden, weil sie im hohen Norden nicht gedeihen. Auf dem langen Weg gehen viele wertvolle Nährstoffe verloren. Hinzu kommen die Kosten für den Transport und die Umweltbelastung. Die Forscher legten bei der nordischen Diät deshalb besonderen Wert auf regionale und naturbelassene Lebensmittel.

Der Ernährungsplan der nordischen Diät

Herausgekommen ist keine Diät, bei der Sie die Kalorien zählen müssen. Sondern ein sehr ausgewogener und ökologisch verträglicher Ernährungsplan. Das Ergebnis überzeugt auch deutsche Ernährungswissenschaftler. Die Nordic Diet schmeckt nicht nur hervorragend. Sie sorgt auch für eine schlanke Linie und ist gesund.

Die Nordic Diet

  • ist eine gesunde, schmackhafte und abwechslungsreiche Kost.
  • eignet sich zur dauerhaften Ernährungsumstellung.
  • verwendet viele traditionelle, regionale und saisonale Produkte.
  • berücksichtigt die Geschmacksvorlieben der Einheimischen.

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Welche Lebensmittel sind bei der Nordic Diet erlaubt?

Für uns in Deutschland ist es ganz einfach, die nordische Diät auszuprobieren. Denn zahlreiche Lebensmittel stehen auch auf unserer Speisekarte. Anwohner der Nord- und Ostsee fragen sich wahrscheinlich, was das Ganze soll. Schließlich ernähren sich viele von ihnen schon immer so.

Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren.

Beerenobst enthält nur wenig Zucker und ist deshalb für Diabetiker perfekt. (c) Colourbox

Der Nordic-Diet Speiseplan

Folgende Produkte beinhaltet die Diät:

  • Gemüse: Kohl, Wurzel- und Knollengemüse, Kartoffeln
  • Obst: Äpfel, Birnen und Beeren (wertvolle Antioxidantien)
  • frische Kräuter und Wildkräuter
  • Pilze
  • Getreide: Hafer, Gerste und Roggenvollkorn (Ballaststoffe)
  • heimischen Fisch wie Hering (Omega-3-Fettsäuren)
  • Muscheln und Algen
  • Öle: Sonnenblumen-, Leinsamen- und Rapsöl (Omega-3-Fettsäuren)
  • fettarme Milchprodukte
  • Wild oder fettarmes Fleisch, wenn möglich aus artgerechter Zucht

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Seltener und in Maßen sollten Sie zu diesen Lebensmitteln greifen:

  • fette Fleisch- und Wurstwaren
  • Butter, Zucker, fette Milchprodukte, Salz und Alkohol

Die Lebensmittel werden traditionell und schonend zubereitet. Zum Beispiel durch Niedrigtemperatur-Garen im Schmortopf oder Fermentation von Gemüse und Fisch.

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Wie gesund ist die Nordic Diet?

Ist „nordic“ das neue „mediterran“? Es sieht so aus. Denn die empfohlene Lebensmittelzusammenstellung ergibt ein ähnliches Nährstoffprofil wie die Mittelmeerdiät. Erste Studien belegen, dass die Diät vergleichbare Effekte auf die Gesundheit hat wie die mediterrane Ernährungsweise. Sie hat einen positiven Einfluss auf die Blutwerte, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und einem erhöhten Cholesterinspiegel.

Außerdem fiel es den Probanden leichter, die Ernährungsweise dauerhaft einzuhalten, weil sie viele bekannte Elemente enthielt. Und zu guter Letzt punktet diese Ernährungsweise auch unter ökologischen Aspekten.