Schmerzen im Ohr durch Heuschnupfen

Hals, Nase & Ohren

Schmerzen im Ohr durch Heuschnupfen

Nicht jeder, der an einer Pollenallergie leidet, hat automatisch Beschwerden mit den Ohren. Für diejenigen, bei denen sie auftreten, können sie sich jedoch zu einem der unangenehmsten Heuschnupfen-Symptome entwickeln: Sie sind nicht nur extrem schmerzhaft, sondern können auch das Gehör beeinträchtigen.

Ohrenschmerzen können auftreten, wenn sich die Schleimhäute der Ohrtrompete (Eustachische Röhre) im Mittelohr als Reaktion auf die Pollen entzünden. Dies kann in Bezug auf den Luftdruck im Ohr ein Ungleichgewicht auslösen, wodurch das Gefühl eines verstopften Gehörgangs entsteht.

Was sind die Ursachen für den Ohrenschmerz?

Ohrenschmerzen entstehen, weil der Körper so auf Pollen reagiert, als ob es sich um eine gefährliche Substanz handeln würde. Der Botenstoff Histamin wird freigesetzt, und die Schleimhäute der Nasenhöhlen und der Ohren entzünden sich. Dies kann eine Blockade im Hörorgan verursachen und Flüssigkeiten oder Schleim am Abfließen hindern. Dadurch wiederum baut sich immer mehr starker, schmerzhafter Druck im Inneren der Ohren auf.

Es ist jedoch auch möglich, dass sich im Mittelohr eine Entzündung entwickelt. Besonders häufig geschieht dies bei Kindern, deren Ohrtrompeten weniger entwickelt sind. Häufig heilt eine Ohrenentzündung von alleine aus. Wenn Sie sich aufgrund Ihres Zustands Sorgen machen oder wenn Sie an wiederkehrenden Beschwerden leiden, sollten Sie dies jedoch von einem HNO-Arzt abklären lassen.

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Welche Mittel helfen gegen die Schmerzen?

Es gibt verschiedene Hausmittel zur Behandlung von Ohrenschmerzen, von denen viele auf einfache Zutaten zurückgreifen, die Sie jederzeit zu Hause vorrätig haben.

  • Indem Sie die Blockade der Ohren behandeln, erreichen Sie auch eine Linderung der Ohrenschmerzen. Hierzu können Sie Dampf oder Menthol inhalieren. Das hilft, die Ohrtrompete zu öffnen, sodass dort im Gehörgang vorhandene Flüssigkeiten abfließen können.

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  • Ein Druckausgleich kann die durch die Allergie ausgelösten Ohrenschmerzen ebenfalls lindern. Einen solchen Ausgleich erreichen Sie durch Gähnen, das Kauen von Kaugummi oder indem Sie Ihre Nase zuhalten und pusten, bis Ihre Ohren „knacken“. Seien Sie dabei jedoch vorsichtig, um die feinen Strukturen im Hörorgan nicht zu beschädigen.

Passen Sie auf, bevor Sie irgendeinen Gegenstand in Ihr Ohr stecken, insbesondere wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Trommelfell gerissen ist – Sie könnten den Zustand noch verschlimmern.

Wenn Ihre Schmerzen durch eine allergische Reaktion verursacht werden, hilft Ihnen eine Behandlung des zugrunde liegenden Problems wahrscheinlich am besten und lindert gleichzeitig auch noch andere typische Symptome.

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Wenn Sie gezielt nach einem pflanzlichen Mittel zur Behandlung von Ohrenschmerzen suchen, hat sich Plantago häufig als wirksam erwiesen. Es wird vermutet, dass diese Pflanze die Entzündung in den Schleimhäuten der oberen Atemwege bekämpft und zusätzlich natürliche Antibiotika enthält. Daher erweist sich dieses Mittel bei der Behandlung von Ohrenproblemen häufig als wirksam.

Zunächst wird Ihnen ein Arzt oder Apotheker vermutlich Medikamente wie Antihistaminika empfehlen, um alle durch Heuschnupfen verursachten Symptome zu bekämpfen, sowie ein abschwellendes Nasenspray oder entsprechende Tabletten, um Ohrtrompeten zu befreien. Wenn sich Ihre Ohrenschmerzen jedoch nicht bessern, werden Ihre Ärzte nach Anzeichen für eine Entzündung suchen. Falls diese Vermutung zutrifft, werden Ihnen möglicherweise Antibiotika oder Tropfen verschrieben.

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Heuschnupfen kann zu einer Mittelohrentzündung führen. (c) Picture-Factory / Fotolia

Verstopfte Ohren durch Heuschnupfen

Verstopfte Ohren können ebenfalls ein Symptom bei Heuschnupfen sein. Sie können zum einen sowohl die weiteren Symptome einer verstopften Nase verschlimmern, zum anderen aber auch Ihr Gehör beeinträchtigen.

Genau wie bei den anderen Allergie-Symptomen ist die Antwort Ihres Immunsystems für blockierte Ohren verantwortlich: Es reagiert auf Pollen und produziert daher zu viel Histamin. Eine übermäßige Produktion dieser chemischen Substanz führt zu lokalen Reizungen und zu einer Entzündung der Schleimhäute der Nase, des Rachenraums und der Ohren, insbesondere der Ohrtrompete (Eustachi-Röhre). Die Ohrtrompete verbindet das Mittelohr mit dem Nasenrachen. Wenn Sie schlucken, gähnen oder kauen, öffnet sich die Ohrtrompete und lässt Luft ins Mittelohr. Dadurch bleibt der Luftdruck auf beiden Seiten des Trommelfells gleich.

Zusätzlich fließt eventuell im Mittelohr vorhandene Flüssigkeit durch die Ohrtrompete zurück in den Rachenraum. Wenn jedoch die Schleimhäute entzündet sind, kann sich die Ohrtrompete nicht vollständig öffnen und der Abtransport der Flüssigkeit wird unterbrochen. Dies verursacht das Gefühl der „verstopften Ohren“. Neben diesem Gefühl und den Hörschwierigkeiten bemerken Sie vielleicht weitere Symptome, wie etwa ein Klingeln oder ein Summen im Hörorgan. Das wird manchmal als Tinnitus bezeichnet.

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Hilfreiche Hausmittel

  • Halten Sie sich die Nase zu und pusten Sie bei geschlossenem Mund, bis Sie ein „Knacken“ fühlen. Dadurch wird der Druck im Mittelohr ausgeglichen und die Symptome werden gelindert. Achten Sie allerdings darauf, nicht zu fest zu pusten, um die feinen Strukturen in Ihrem Ohr – wie etwa das Trommelfell – nicht zu beschädigen. Da Ihr verstopftes Ohr von Heuschnupfen verursacht wird, hilft Ihnen diese Methode vermutlich nur vorübergehend.
  • Auch hier kann das Inhalieren von Dampf helfen, den Schleim zu verflüssigen und zu lösen, wodurch er abfließen kann. Ein heiße, dampfende Dusche, ein Besuch in der Sauna oder ein Luftbefeuchter wirkt auf dieselbe Weise.
  • Scharfe Speisen (z. B. Currys oder Meerrettich) können ebenfalls den Schleim lösen, der die Ohren blockiert. Dieses Mittel wirkt auch gegen Verstopfungen der Nasenhöhlen.
  • Auch wenn es sich dabei nicht unbedingt um ein Heilmittel handelt, ist es wichtig, den Kopf oben zu halten – ein Senken des Kopfes nach unten erhöht nämlich den Druck im Inneren des Hörorgans, wodurch sich das Gefühl der Verstopfung verschlimmert.

Wenn eine Pollenallergie die Ursache für Ihre blockierten Ohren ist, hilft Ihnen eine Behandlung des zugrunde liegenden Problems wahrscheinlich am besten, vor allem langfristig gesehen. Darüber hinaus lindert eine solche Behandlung auch die weiteren, von Heuschnupfen verursachten Symptome, die bei Ihnen auftreten. Herkömmliche Arzneimittel können eingesetzt werden, um die Gesamterkrankung „Heuschnupfen“ oder lediglich einzelne Symptome zu behandeln.

Im Allgemeinen empfehlen Ärzte bei Beschwerden durch Allergien eher die Anwendung von Antihistaminika, um die überschüssige Freisetzung von Histamin im Körper zu bekämpfen. Antihistaminika sind rezeptfrei erhältlich und können zur gezielten Symptombehandlung oder zur Vorbeugung eingenommen werden. Einige lösen jedoch Müdigkeit aus, sodass Betroffene beim Autofahren oder beim Bedienen von Maschinen vorsichtig sein müssen.

In Extremfällen und für eine schnelle, kurzfristige Linderung kann Ihnen Ihr Arzt eine Steroidbehandlung empfehlen. Von einer Steroidbehandlung über mehr als zehn Tage wird abgeraten, da bei einer solchen Langzeittherapie unerwünschte Nebenwirkungen auftreten können. Als weitere Behandlungsformen kommen Chromoglycat-Tabletten oder -Sprays in Frage. Ihre Wirkung beruht darauf, dass sie die Immunantwort des Körpers auf Pollen abschwächen.

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