Gesunde Ernährung

Was macht Okra so gesund?

Okras (lat. Abelmoschus esculentus) sind echte Südländer: Die schmalen grünen Schoten reagieren empfindlich auf Kälte. Trotzdem werden sie aber auch bei uns immer beliebter – weil sie überaus gesund und vielseitig in der Küche verwendbar sind.

Okra gehören zu den ältesten Gemüsen. Die ersten Spuren der grünen Schoten reichen 4000 Jahre zurück. Angebaut wurde der bis zu zwei Meter hohe einjährige Strauch, der zur Familie der Malvengewächse gehört, ursprünglich im Hochland Ostafrikas und in Äthiopien. Von dort gelangten seine Früchte auf die Teller verschiedenster Länder.

Als Importware das ganze Jahr erhältlich

Heute gedeiht die Pflanze in Afrika, auf dem gesamten amerikanischen Kontinent, in Indien, der Karibik, Thailand und in vielen Mittelmeerländern. Da sie viel Wärme braucht, eignet sie sich nicht für den Anbau in Mitteleuropa. Nicht zuletzt, weil sie fester Bestandteil der griechischen und türkischen Küche ist, können Sie Okraschoten durch Importe mittlerweile in mediterranen Gemüsegeschäften und gut sortierten Supermärkten ganzjährig kaufen.

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Die mit leichtem Flaum überzogenen vier bis 15 Zentimeter langen Okras ähneln geschmacklich grünen Bohnen. Sie lassen sich aber im Gegensatz zu diesen auch roh genießen. Optisch erinnern die gelben bis dunkelgrünen Schoten an Paprika oder Zucchini. Wegen ihrer länglichen Form tragen sie auch den Namen „Ladyfinger“. In ihrem Inneren stecken zahlreiche kleine weiße Samenkörner.

Die positiven Inhaltsstoffe der Schoten

Okra gehören mit 25 Kilokalorien und 0,2 Gramm Fett pro 100 Gramm zu den figurfreundlichen Lebensmitteln, die Sie ohne Vorbehalte häufig genießen können.

Sie enthalten einen relativ hohen Wert an

Außerdem sind sie reich an den Mineralstoffen

Und sie liefern die Spurenelemente:

  • Eisen,
  • Kupfer,
  • Mangan,
  • Selen,
  • und Zink.

Mit etwa 4,9 Gramm auf 100 Gramm sind Okraschoten zudem reich an Ballaststoffen, die die Verdauung unterstützen.

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Okraschoten, die auf einem Schneidebrett geschnnitten werden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Okraschoten zu verarbeiten. (c) Colourbox.de

So unterstützen Okra Ihre Darmflora

Eine wichtige Rolle für die Darmgesundheit spielen pflanzlichen Schleimstoffe, die Okras enthalten. Sie bilden sich, wenn Sie die Schoten kochen. Diesen Vorteil kannten schon die Menschen in der Antike und setzten das Gemüse deshalb bevorzugt bei Magen- und Darmbeschwerden ein. Die Schleimstoffe pflegen den Nährboden für nützliche Mikroorganismen in Ihrem Darmtrakt und können damit eine intakte Dünn- und Dickdarmflora fördern.

Die besten Rezepte für das gesunde Gemüse

Wenn Sie Okraschoten roh im Salat genießen wollen, haben Sie wenig Aufwand damit:

  • Waschen Sie die Schoten und reiben Sie mit den Fingern den feinen Flaum von der Schale.
  • Kappen Sie den harten Stielansatz und die Spitze.
  • Schneiden Sie die Schoten in Scheiben oder mundgerechte Stücke.

Wollen Sie die Okras garen, sollten Sie das schonend tun:

  • Bereiten Sie die Schoten vor, wie oben beschrieben.
  • Schneiden Sie sie in mundgerechte Stücke und garen Sie sie beispielsweise in einem Eintopf mit.
  • Nach kurzer Zeit tritt ein milchig-weißer Schleim aus, der die Darmflora pflegt. Außerdem fungiert er als natürliche Bindung für den Eintopf und verleiht ihm eine sämige Konsistenz.

Sollten Sie den Schleim nicht mögen, dann können Sie ihn folgendermaßen verhindern:

  • Die Schoten nach dem Waschen und Zerteilen in kochendem Essigwasser blanchieren.
  • Wasser abgießen, das Gemüse kalt abschrecken und gut abtropfen lassen.

Puristen braten die Schoten mit Knoblauch und Chili in Olivenöl scharf an, essen sie zu kurz gebratenem Fleisch oder einfach mit einem Stück Brot.

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