Gesunde Ernährung

Rambutan – die haarige Schwester der Litschi

Die Rambutan ähnelt äußerlich und im Geschmack der Litschi. Ihr feines Aroma und die gesunden Inhaltsstoffe machen sie zu einer willkommenen Abwechslung auf Ihrer Obstplatte.

Warum die Rambutan den Spitznamen „haarige Litschi“ trägt, sehen Sie auf den ersten Blick. Die Früchte ähneln sich optisch und im Geschmack. Sie sind botanisch Verwandte, gehören beide zur Familie der Seifenbaumgewächse: Beide haben perlmuttweißes saftiges Fleisch, das süß-säuerlich in Richtung Weintrauben schmeckt und optisch an ein gekochtes Ei erinnert. Es umhüllt einen haselnussgroßen Kern, der zwar essbar wäre, aber nicht schmeckt. Die äußere Schale ist rot und noppig. Die der Rambutan zieren außerdem rote gebogene Stacheln, der die Frucht ihren Namen verdankt: „Rambut“ heißt auf malaiisch „Haar“.

Ursprünglich stammt die Rambutan aus den tropischen Regionen Malaysiens, Indiens und Südvietnams. Dort gedeihen die etwa fünf Zentimeter großen ovalen Früchte zu zehn bis 20 Stück in einer Rispe an über 10 Meter hoch werdenden immergrünen Bäumen. Angebaut werden sie mittlerweile auch in Afrika, Australien, Costa Rica, Ecuador und auf Madagaskar.

Hier können Sie die Rambutan kaufen

Rambutan finden Sie noch seltener als Litschi unter den Exoten in Obst- und Gemüsegeschäften oder Feinkostabteilungen. Das liegt auch daran, dass sie nicht nachreifen und deshalb genussfertig geerntet werden müssen. Deshalb gelangen sie nach der Ernte zwischen Juni und Oktober per Luftfracht zu uns. Die frischen Früchte erkennen Sie an der leuchtend roten Farbe. Haben Schale und Stacheln sich braun verfärbt, ist die Frucht überreif. Im Kühlschrank können Sie sie zehn bis 14 Tage aufbewahren, wenn Sie sie etwas feucht halten.

In Asiageschäften erhalten Sie die Stachelfrucht in der Dose. Geschmacklich sind sie allerdings mit den frischen Exemplaren nicht zu vergleichen, Zuckerwasser hat das feine Aroma ertränkt.

Rambutan

Rambutan ist eine exotische Frucht. (c) Artkivshar / Fotolia

Die gesunden Inhaltsstoffe der frischen Rambutan

100 Gramm enthalten 82 Kalorien, gehören also zu den schlanken Lebensmitteln. Sie sind reich an Vitamin C und Vitamin A sowie an Mineralstoffen und Spurenelementen, vor allem

  • Eisen
  • Kalium
  • Kalzium
  • Magnesium

Eine Rambutan schälen

Keine Sorge, das Fruchtfleisch aus der Schale zu lösen geht ganz einfach. Die abgebogenen Borsten stechen nicht. Entweder Sie drücken mit zwei Daumennägeln vorsichtig in die äußere Haut, vergrößern den Riss und drehen die zwei Hälften gegeneinander. Oder Sie nehmen ein Messer zur Hilfe. Der nächste Schritt ist dann, den Kern herauszulösen. Das geht leider nicht so gut wie bei der Litschi, da der Rambutankern rauh ist. Deshalb bleibt keine andere Wahl, als das weiße Fleisch in Streifen abzuschälen.

Rezepte mit Rambutan

Die Rambutan schmeckt sehr gut einfach frisch verzehrt mit einem Spritzer Zitrone. Oder die Frucht gibt Obstsalat eine exotische Note. Ihr feines Aroma kommt auch im Kontrast zu geräuchertem Schinken, Bündner Fleisch oder kräftigem Käse gut zur Geltung.