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Hautalterung: Rauchen macht alt

Erschreckende Bilder auf Zigarettenschachteln oder gute Vorsätze im neuen Jahr helfen nur selten, um Raucher von ihrer Sucht zu lösen. Dabei schädigt Rauchen die Gesundheit. Und es hat auch weitere negative Auswirkungen auf den Körper, die häufig unterschätzt werden: Rauchen macht alt.

Rauchen kann gravierende gesundheitliche Schäden zur Folge haben: Lungenkrebs, und Herz-Kreislaufprobleme sind zwei Beispiele. Zudem wirkt sich das Rauchen stark auf den Alterungsprozess der Haut aus. Raucher haben mehr Falten und sehen insgesamt viel älter aus als gleichaltrige Nichtraucher – das haben Studien ergeben. Wir zeigen auf, weshalb das so ist.

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Weshalb Rauchen die Haut altern lässt

In den letzten Jahren haben sich Forscher mit dem Zusammenhang von Zigarettenkonsum und Hautalterung auseinandergesetzt. Dabei hat sich ergeben, dass die Haut eines Rauchers nur wenig Flüssigkeit speichern kann. So trocknet die Haut schneller aus und Falten können sich leichter bilden.

Zudem verengt das Nikotin die Blutgefäße, was nicht nur Herz-Kreislaufprobleme entstehen lassen kann, sondern auch die Versorgung der Haut behindert. Es gelangen weniger Nährstoffe und weniger Sauerstoff in die Hautzellen. Die Folge: Die Haut wirkt fahl und faltig.

Das Bindegewebe unter den oberen Hautschichten wird durch das Nikotin ebenfalls geschädigt. So verliert die Haut (ebenso wie beim Wasserverlust) an Elastizität und Spannkraft.

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Bei Zwillingen sind die Rauchspuren am deutlichsten

In einer US-amerikanischen Studie der Case Western Reserve University aus dem Jahr 2013 wurden die Gesichter von eineiigen Zwillingen fotografiert. Dabei war ein Zwilling Raucher, der andere Nichtraucher. Die unterschiedlich starke Hautalterung war im direkten Vergleich der Zwillinge deutlich zu erkennen.

Im Gesicht waren die Unterschiede besonders deutlich: Die Stirn des rauchenden Zwillings hatte durchschnittlich stärkere Falten, und auch um die Augenpartie waren die Unterschiede sichtbar. So zeichneten sich in den Gesichtern der Raucher stärkere Augenringe ab. Diese unschönen Tränensäcke sind vermutlich auf Schäden im Bindegewebe zurückzuführen. Auch um die Lippen und im Kinnbereich hatten die rauchenden Zwillinge mehr Falten als ihre nichtrauchenden Geschwister.

Hautalterung durch Rauchen.

Rauchen lässt die Haut stark altern, dafür gibt es wissenschaftliche Belege. (c) colourbox.de

Raucher sehen älter aus

Grundsätzlich ist die Haut von Rauchern häufig blasser und faltiger als bei Nichtrauchern. Insgesamt ist davon auszugehen, dass ein Raucher durchschnittlich zehn Jahre älter aussieht als seine Altersgenossen.

Diese Tatsache machen sich nun einige Zigaretten-Gegner für ihre Kampagnen zunutze. Schließlich erreichen Hinweise auf gesundheitliche Auswirkungen eingefleischte Raucher nur selten. Stattdessen wird versucht, Raucher bei ihrer Eitelkeit zu packen. So gibt es zum Beispiel die App Smokerface: Mit dieser App kann man ein Selfie schießen, das anschließend zeigt, wie stark das Gesicht in einigen Jahren durch den Einfluss von Nikotin gealtert wäre.

Rauchkonsum geht zurück

Glücklicherweise ist jedoch festzustellen, dass der Rauchkonsum in den letzten Jahren deutlich abgenommen hat. Gerade unter den Jugendlichen ist das Rauchen inzwischen eher „out“ als „in“. Jugendliche rauchen heutzutage wesentlich seltener als noch vor 15 Jahren. Damals haben fast 30 Prozent aller Jugendlichen zum Glimmstängel gegriffen, heute sind es nur noch acht Prozent. Vor allem junge Männer lassen die Finger von Zigaretten, während die Zahl der rauchenden jungen Frauen in der Relation zugenommen hat.

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