Gesunde Ernährung

Rosarote Superfrüchte: Warum Himbeeren gesund sind

Heizt die Sonne richtig ein, dürfen süß-saure Himbeeren nicht fehlen. Es trifft sich also gut, dass sie im Sommer überall an den Sträuchern hängen – super reif und herrlich aromatisch. Das erfreut Gaumen und Gesundheit gleichermaßen. Denn Himbeeren sind echte Vitaminbomben und haben einen Platz direkt neben sogenanntem Superfood wie Gojibeeren, Chia-Samen und Co. verdient.

Wer „Superfood“ hört, denkt vor allem an die exotischen Samen, Früchte und Kerne, für die derzeit ganze Regalabschnitte in Supermärkten freigeräumt werden. In Vergessenheit geraten dabei die tollen Gemüse- und Obstsorten, die auf unseren Feldern oder im hauseigenen Garten wachsen und mindestens genauso gesund sind – Himbeeren zum Beispiel.

Oder Mollbeere, Hohlbeere, Hirschbeere und Himpelbeere – die kleine Pinke hat viele Namen. Sie gedeiht an einem Strauch, der zu den Rosengewächsen gehört und zwischen Mai und August in Blüte steht. Seine Früchte sind je nach Sorte ab Juni erntereif.

Gaumenfreude und Heilpflanze

Die Himbeere zählt zu den ältesten Kulturfrüchten Deutschlands und gilt seit dem Altertum als Heilpflanze. Doch warum sind Himbeeren gesund? Diesen Ruf verdanken sie in erster Linie ihrem hohen Gehalt an Vitamin C, ihren Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen.

Weil so viel Gutes für die Gesundheit in ihnen steckt, werden die kleinen Beeren hoch gelobt. So sollen sie zum Beispiel …

  • die Abwehrkräfte stärken,
  • den Stoffwechsel stimulieren,
  • den Knochenaufbau fördern,
  • Entzündungen hemmen,
  • Magen-Darm-Beschwerden lindern und
  • entwässernd,
  • fiebersenkend,
  • blutreinigend,
  • wundheilend
  • sowie krebsvorbeugend wirken.

Viel Vitamin C, Eisen & Folsäure

Himbeeren sind richtige kleine Vitamin-C-Bomben. 25 Milligramm sind in 100 Gramm Beeren enthalten, damit wäre ein Viertel des Tagesbedarfs für Erwachsene gedeckt. Außerdem sind die Früchte reich an B-Vitaminen, was dem Stoffwechsel zugutekommt. Sie liefern zum Beispiel Folsäure. Der Vitalstoff unterstützt Zellteilung und Blutbildung und ist vor allem in der Schwangerschaft von immenser Bedeutung.

Dazu kommt noch eine Menge wertvoller Mineralien wie Magnesium, Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen – wichtig für Blut, Knochen, Zähne und Muskeln. Und schließlich dient das Zusammenspiel aus Fruchtsäuren, Gerb- und Ballaststoffen in den frischen Früchtchen unserer Verdauung und wirkt Beschwerden im Magen-Darm-Trakt entgegen.

Kleine Radikalfänger

Für die intensive Farbe der Beeren verantwortlich sind sekundäre Pflanzenstoffe, allen voran Anthocyane. Auch sie tragen dazu bei, dass Himbeeren gesund sind. In unserem Körper wirken sie antioxidativ, das heißt, sie neutralisieren zellschädigende Prozesse, an denen Sauerstoff beteiligt ist und die durch sogenannte freie Radikale ausgelöst werden. Himbeeren sind also echte Zellschützer! Einige Studien legen nahe, dass die gesundheitsfördernden Pflanzenstoffe im Beerenobst generell helfen können, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz, Darm- und Speiseröhrenkrebs zu reduzieren.

Himbeeren

Auch die Blätter der Himbeeren können verarbeitet werden. (c) Nitr / Fotolia

Viel Geschmack, wenig Kalorien

Das große Plus der kleinen Beeren: Sie sind ein Leichtgewicht in Sachen Energie und der perfekte Snack für alle, die auf ihre Linie achten oder abnehmen möchten. Auf 100 Gramm Früchte kommen gerade mal 53 Kalorien. Himbeeren bestehen zum Großteil aus Wasser und enthalten relativ viele Ballaststoffe (knapp sieben Gramm). Damit zählen sie zu Lebensmitteln mit niedriger Energiedichte, das heißt: Man darf ruhigen Gewissens zuschlagen, bis das Sättigungsgefühl eintritt.

Hausmittel Himbeerblätter

Auch die Blätter der Himbeere haben es in sich. Von ihren Wirkstoffen profitieren vor allem Frauen: Sie beeinflussen den weiblichen Organismus ähnlich wie Östrogene und zählen deshalb zu den Phytohormonen (phyto: “aus Pflanzen stammend”). Sie können den Zyklus regulieren und Beschwerden während (und vor) der Menstruation verringern.

Zwar fehlen wissenschaftliche Belege für seine Wirksamkeit, aber Tee aus Himbeerblättern wird traditionell zur Geburtsvorbereitung eingesetzt. Er soll die Beckenmuskulatur lockern, den Muttermund weiten, die Einleitung der Wehen fördern und so zu einer schnellen Geburt beitragen.

Himbeergrün kommt wegen seiner entzündungshemmenden Eigenschaften auch noch anderweitig zum Einsatz. Die Gerbstoffe darin wirken zusammenziehend (Fachbegriff: adstringierend) und können Gefäße so “festschnüren”, dass kleine Blutungen gestillt und entzündete Areale regelrecht ausgetrocknet werden – was Tees und Tinkturen auf Beerenbasis zum beliebten Hausmittel bei Halsschmerzen, Schleimhautentzündungen und Geschwüren im Mundraum macht.

> Nutzen Sie die Johannisbeeren-Zeit

> Kirschen: Kleine Früchte mit großer Wirkung

Spezial: Schön und fit durch den Sommer