Gesunde Ernährung

Rosenkohl – das gesunde Wintergemüse

Mit ihrem hohen Gehalt an Spurenelementen, Ballaststoffen und Eiweiß sind die hellgrünen Röschen ein ausgezeichnetes Mittel, um im Winter das Immunsystem zu stärken. Lesen Sie im folgenden Artikel alles über Herkunft, Inhaltsstoffe und Zubereitungsmöglichkeiten des beliebten Wintergemüses.

Rosenkohl – Herkunft und Aussehen

Rosenkohl, auch Brüsseler Kohl genannt, wurde zum ersten Mal im 16. Jahrhundert in Belgien angebaut. Erst im 19. Jahrhundert verbreitete er sich in ganz Europa und in Nordamerika. Die größten Rosenkohlproduzenten stellen heute Großbritannien, die Niederlande und Frankreich dar.

Die runden, grünen Röschen haben einen Durchmesser von zwei bis fünf Zentimetern und bestehen aus dünnen Blättern, die immer heller werden, umso näher sie sich am Strunk befinden. Die zweijährige Pflanze gehört zur Familie der Kreuzblütler und erreicht eine Höhe von bis zu 70 Zentimetern. Sie gedeiht an sonnigen Orten und auf nährstoffreichen Böden.

Die Monate November und Dezember stellen die Haupterntezeit des Rosenkohls dar. Im Gegensatz zu anderen Gemüsesorten werden die Röschen nicht vom Frost beschädigt, sondern erhalten dadurch einen süßeren Geschmack, da die tiefen Temperaturen ihren Zuckergehalt erhöhen.

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Was steckt im Rosenkohl drin?

Mit nur 36 Kalorien und 85 Gramm Wasser je 100 Gramm ist Rosenkohl eine kalorienarme Gemüsesorte. Dafür sind die Röschen reich an Kalium, Calcium, Magnesium und Ascorbinsäure. Während die Spurenelemente Kalium und Magnesium den Flüssigkeits- und Elektrolytenhaushalt, die Herzaktivität und den Stoffwechsel im Körper regeln, kommt Calcium als Grundelement von Knochen und Zähnen eine besondere Bedeutung zu.

Ascorbinsäure, auch Vitamin C genannt, besitzt eine antioxidative Wirkung und stärkt das Immunsystem. Damit sie nicht im Kochwasser verloren geht, sollte der Rosenkohl nicht zu lange gegart werden. Auch Glucosinolate, Stickstoffverbindungen, die der Körper in Senföle umwandelt, schützen vor freien Radikalen und bekämpfen Pilze und Bakterien. Wie bei vielen anderen Kohlsorten drohen bei übermäßigem Verzehr von Rosenkohl Blähungen wegen bestimmter Zuckerarten, die nur im Dickdarm abgebaut werden können, wo eine Gasentwicklung durch die Bakterien stattfindet.

Mit 3,8 g pro 100 g Rosenkohl ist der Inhalt an Ballaststoffen hoch, die die Verdauung anregen. Als Folsäurelieferant eignet sich das grüne Gemüse ebenfalls, die insbesondere werdende Mütter zu sich nehmen sollten. Eine 300 g Portion Rosenkohl deckt bereits den empfohlenen Tagesbedarf.

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Rosenkohl

Rosenkohl stellt eine kalorienarme, aber vitaminreiche Mahlzeit dar. (c) Colourbox.de

Köstliche Rosenkohlrezepte für den Alltag

Ein Vorteil von Rosenkohl ist, dass er, anders als Grün- oder Weißkohl, nicht aufwendig geschnitten werden muss, da die Röschen aufgrund ihrer Größe ganz verzehrt werden können. Auch die Entfernung des Strunks ist nicht notwendig. Nicht nur gegart als Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten machen sie eine gute Figur. Auch im rohen Zustand bleibt Rosenkohl sättigend und behält seinen zarten Eigengeschmack. Die zwei folgenden Rezepte zeigen, wie Sie das Beste aus ihm herausholen.

Rezept – Rosenkohlsuppe mit Kartoffeln

  • 500 g Rosenkohl
  • 300 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 250 ml süße Sahne
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 70 g Speck
  • 30 g Butter
  • 1 Zwiebel
  • Etwas Petersilie
  • 2 Weißbrotscheiben
  • Salz und Pfeffer

Rosenkohl putzen, Kartoffeln und Zwiebel schälen und würfeln. Butter im Topf bei langsamer Hitze schmelzen lassen, Gemüse andünsten und nach Geschmack würzen. Die Brühe und die Schlagsahne zugießen und mit Deckel 25 Minuten auf mittlerer Stufe kochen lassen. In der Zeit aus dem Speck kleine Würfel schneiden und braten. Brot ebenfalls würfeln und im Speckfett braten, bis es eine goldbraune Farbe annimmt. Nach Ende der Kochzeit die Suppe bis zur gewünschten Konsistenz pürieren und würzen. Am Ende den Speck und die Brotwürfel zugeben und servieren.

Rezept – Rosenkohl-Karotten-Salat

  • 500 g Rosenkohl
  • 250 g Karotten
  • 1 Apfel
  • 2 TL Gemüsebrühe
  • 50 g Mayonnaise
  • 100 g Frischkäse
  • 2 EL Balsamico
  • 50 g gehobelte Mandeln
  • 1 TL Ahornsirup

Rosenkohl waschen, putzen und in dünnen Scheiben schneiden. Karotten putzen, waschen und raspeln. Apfel schälen, entkernen und würfeln. Rosenkohl, Apfel und Karotten mischen. Für das Dressing Brühe mit 5 EL Wasser mischen. Mayonnaise, Frischkäse, Ahornsirup und Balsamico hinzufügen und verrühren, dann eine Viertelstunde ruhen lassen. Gehobelte Mandeln in einer Pfanne ohne Öl rösten. Dressing auf den Salat gießen, mit den gerösteten Mandeln garnieren und servieren.