Gesunde Ernährung

So gesund sind Rote Bete

Sie sind lecker, gesund und sollen sogar schön machen: Rote Bete sind echte Tausendsassa und sollten auf keinem Speiseplan fehlen. Wir erklären, mit welchen Eigenschaften und Inhaltsstoffen die roten Rundlinge richtig punkten.

Rote Bete (auch Rote Beete oder Rote Rübe) gelten als klassisches Wintergemüse, sind aber auch im Rest des Jahres im Supermarkt zu finden. Auch wenn die Knollen recht unscheinbar wirken: Rote Bete enthalten jede Menge gesunde Inhaltsstoffe – mehr als die meisten anderen Gemüsesorten. Ob im Eintopf (zum Beispiel Borschtsch), Salat oder als Saft: Wer regelmäßig Rote Bete zu sich nimmt, tut seinem Körper viel Gutes.

>Rezept für Borschtsch (Rote Bete Suppe)

>Dieses Wintergemüse stärkt die Abwehrkräfte

Darum sind Rote Bete so gesund

Wie viele andere Gemüsesorten enthalten auch Rote Bete viele Ballaststoffe, Vitamine, Eisen und Magnesium. Auf diese Weise sorgen sie für eine gesunde Verdauung und schützen das Immunsystem. Doch die rote Wunderknolle hat noch viel mehr zu bieten:

Rote Bete senken den Blutdruck

Die Knollen enthalten große Mengen an Nitraten. Diese werden im Körper in Stickstoffmonoxid verwandelt, welches dafür sorgt, dass die Blutgefäße erweitert werden. Dadurch können Nährstoffe und Sauerstoff besser transportiert werden. Die Folge: Der Blutdruck sinkt.

Tipp: Wer unter hohem Blutdruck leidet, sollte jeden Tag ein Glas Rote-Bete-Saft trinken. Schon eine kleine Menge senkt nachweislich den Blutdruck.

Rote Bete wirken wie ein natürliches Doping

Tests haben ergeben, dass Nitrat die sportliche Leistung und Ausdauer steigern kann. Es erweitert nicht nur die Blutgefäße und senkt den Blutdruck – es bewirkt auch, dass das Herz während der sportlichen Betätigung weniger Sauerstoff benötigt und dadurch weniger belastet wird. Viele Sportler haben aus diesem Grund Rote-Bete-Saft auf ihrem täglichen Ernährungsplan stehen.

>Rezept für Rote Bete Smoothie

Borschtsch ist ein Rote Bete Klassiker. (c) id-art / Fotolia

Rote Bete schützen die Leber und die Galle

Ihre Farbe hat die Rote Bete dem Farbstoff Betanin zu verdanken. Dabei handelt es sich um einen sekundären Pflanzenstoff, der die Funktion der Leber stimuliert und die Galle schützt.

Rote Bete senken das Risiko von Herzerkrankungen

Die in den Knollen enthaltenen Stoffe Betanin, Folsäure und Eisen sind wichtig für die Bildung der roten Blutkörperchen und senken den Cholesterinspiegel im Blut. Wer Rote Bete isst, sorgt dafür, dass die Blutgefäße geschützt sind, und beugt so Herzinfarkt und Schlaganfall vor.

Rote Bete sind gut fürs Hirn

Das in Stickstoffmonoxid umgewandelte Nitrat erweitert auch im Gehirn die Blutgefäße. Studien ergaben, dass man durch den Verzehr von Roter Bete die Hirnfunktion steigern kann. Besonders ältere Menschen sollten daher regelmäßig Rote Bete essen, da im Alter der Hirnstoffwechsel nachlässt und weniger Stickstoffoxide von selbst gebildet werden.

Rote Bete sind gut für die Haut

Einige Inhaltsstoffe der Roten Bete wie das Betanin wirken antioxidativ. Das bedeutet: Sie neutralisieren aggressive Sauerstoffmoleküle im Körper, die seine Zellen schädigen könnten. Dadurch wird die Haut gestrafft, Haare und Nägel werden gefestigt und schöner.

> Rezept: Rote-Bete-Carpaccio mit Blaubeervinaigrette

Das sollten Sie beim Verzehr beachten

Damit die Inhaltsstoffe der Roten Bete erhalten bleiben, sollten Sie die Knollen möglichst kühl und dunkel lagern. Als Saft oder roh enthalten sie die meisten Nährstoffe.
Vorsicht: So gesund Rote Bete auch sind – man sollte nicht zuviel davon konsumieren. Denn das Nitrat kann zu Nitrit umgewandelt werden, das an der Bildung der krebserregenden Nitrosamine beteiligt ist. Wer anfällig für Nierensteine ist, sollte Rote Bete besser gar nicht essen. Die enthaltene Oxalsäure fördert deren Bildung nämlich.