Gesunde Ernährung

Swift Diät – Den Darm füttern und dabei abnehmen

Im Mittelpunkt der „Swift Diät“ stehen der Darm und die Bakterien, die ihn besiedeln. Die Entwicklerin des Programms geht davon aus, dass ein gesunder Darm die Voraussetzung für eine schlanke Figur ist.

Entwickelt hat das Ernährungskonzept die britische Ernährungsberaterin Kathie Madonna Swift. In vier Wochen will sie Ihnen helfen, Ihren Bauch zu heilen, Gewicht abzubauen und Blähungen loszuwerden. Laut der Autorin beeinflusst der Darm jeden Bereich unseres Wohlbefindens: das Immunsystem, das Gewicht, die Verdauung, nicht zuletzt die seelische Gesundheit. Sie beruft sich auf Studien, die beispielsweise feststellten, dass die Bakterienzusammensetzung im Darm einen großen Einfluss auf das Körpergewicht hat.

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Die fünf Säulen der Swift-Diät

Die Autorin fasst die fünf wichtigsten Elemente ihrer Diät in ihrem Buch „Heile deinen Darm und werde schlank“ (Riva-Verlag) zusammen in dem Kunstwort MENDS:

  • M wie „Mind your digestion“: Achten Sie auf Ihre Verdauung!
  • E wie „Eliminate problem foods that disrupt the gut“: Streichen Sie Nahrungsmittel, die den Darm reizen!
  • N wie „Nourish the body and the belly“: Nähren Sie den Körper und den Bauch!
  • D wie „Dietary supplements can be powerful aids to health“: Nahrungsergänzungsmittel können eine kraftvolle Unterstützung der Gesundheit bilden! Kathie Madonna Swift empfiehlt Probiotica, Ballaststoffe, Verdauungsenzyme und verschiedene Vitamine einzunehmen. Sie bietet die Möglichkeit, Nahrungsergänzungsmittel über ihre Website zu bestellen.
  • S wie „Sustain“: Bleiben Sie dabei! Die Veränderungen des Lebensstils und des Speiseplans sind nicht nur für 28 Tage, sondern für das ganze Leben gedacht.

Ballaststoffe sättigen schnell

Kalorienzählen ist für die Swift-Diät nicht notwendig, da das Rückgrat des Speiseplans aus kalorienarmen Komponenten besteht. Die wichtigsten darunter sind die pflanzlichen Ballaststoffe. Ihre Vorteile für die Ernährung:

  • Sie füllen durch ihr Volumen den Magen und erzeugen relativ schnell das Gefühl, satt zu sein.
  • Die Ballaststoffe setzen das Verdauungstempo herab. Die Umwandlung der Kohlenhydrate in Glukose erfolgt langsamer. Dadurch gelangt sie langsamer in die Zellen, wodurch weniger Insulin notwendig ist. Das Sättigungsgefühl hält länger an, der Blutzucker ist weniger Schwankungen unterworfen.

Dabei propagiert Ernährungsberaterin Swift einen ganzheitlichen Ansatz: Neben der Ernährungsweise und der Verdauung betrachtet sie auch den gesamten Lebensstil. Sie setzt auf stressreduzierende Übungen und ein Bewegungsprogramm.

> Ballaststoffe: Mehr als nur gut für die Verdauung

Die Swift-Diät setzt vor allem auf reichlich Gemüse. (c) Colourbox

Auf dem Speiseplan der Darmdiät stehen

  • Vollwertige Nahrungsmittel
  • Obst
  • Gemüse
  • Fisch
  • Geflügel
  • Eier

In Maßen erlaubt sind:

  • Kaffee (eine Tasse pro Tag)
  • Alkohol (zwei Drinks pro Woche)

Verboten sind:

  • Industriell verarbeitete Nahrungsmittel
  • Zucker
  • Weizen
  • Milchprodukte

Swift veröffentlicht in ihrem Buch und auf der Website (kostenpflichtig) Rezepte für Veganer und Fleischesser.

Die Vorteile

  • Kathie Swift vermittelt in ihrem Buch solides Ernährungswissen.
  • Die Autorin geht ausführlich auf die Darmgesundheit ein.
  • Die Rezepte sind abwechslungsreich, dabei nicht schwer zu kochen.
  • Die Diät ist nicht auf einen kurzen Erfolg angelegt, sondern zielt auf eine nachhaltige Ernährungsumstellung ab.
  • Swift widmet sich der Psyche Diätwilliger, geht auf mögliche Hemmschuhe einer Ernährungsumstellung ein und räumt sie aus dem Weg.
  • Sie empfiehlt ein Bewegungsprogramm und stellt einige Yogaübungen vor.

Die Nachteile

  • Der Schwerpunkt auf Obst und Gemüse stellt für viele eine starke Veränderung ihrer Ernährungsweise dar.
  • Viel selbst zu kochen, ist zwar lehrreich, doch auch aufwendig.
  • Die empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel sind teuer. Ist die Ernährung ausgewogen, sind sie außerdem nicht notwendig.
  • Kathie Swift verbannt alle glutenhaltigen Nahrungsmittel von den Tellern. Allerdings leidet nur etwa ein Prozent der Bevölkerung wirklich unter einer Glutenunverträglichkeit. Essen Gesunde rein vorsorglich glutenfrei, kann das zu Fehlernährung und Mangelerscheinungen führen.

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