Augen

Trockene Augen: Das hilft, wenn Feuchtigkeit fehlt

Wenn die Oberfläche unserer Augen – die Hornhaut – zu trocken wird, kann das zahlreiche Beschwerden verursachen. Wir erklären, was gegen die Durststrecke im Auge hilft.

Trockene Augen (auch Sicca-Syndrom genannt) treten auf, wenn nicht genug Tränenflüssigkeit gebildet wird, um die Augen befeuchten. Die Tränendrüsen produzieren konstant Tränenflüssigkeit. Beim Blinzeln wird sie durch die Augenlider auf der Oberfläche des Augapfels verteilt – das geschieht etwa zehn bis 15 Mal in der Minute. Dieser Tränenfilm schützt die empfindliche Hornhaut vor dem Austrocknen und hilft dem Auge, Keime und Fremdstoffe auszuspülen. Bei trockenen Augen bilden die Tränendrüsen nicht genug Flüssigkeit und die Hornhaut wird zu trocken.

Was sind die Ursachen für trockene Augen?

Die Ursachen für trockene Augen sind vielfältig. Manchmal ist das Auge nicht in der Lage, genug Tränenflüssigkeit zu produzieren. Dies führt dazu, dass der Tränenfilm auf dem Auge reißt und auf der Oberfläche des Augapfels Flächen entstehen, die nicht bedeckt sind. Oft sinkt die Tränenproduktion mit steigendem Alter. Frauen in der Menopause haben häufig trockene Augen. Zudem gibt es einige Krankheiten wie etwa Rheuma, die zu Tränenmangel führen können.

Eine weitere Ursache für trockene Augen: Es wird zwar genug Tränenflüssigkeit vom Körper produziert, aber diese verdunstet so schnell, dass die Oberfläche des Augapfels nicht feucht gehalten werden kann. Das kann passieren, wenn Sie über eine lange Zeit einen Gegenstand in geringer Entfernung konzentriert betrachten. Das ist zum Beispiel beim Sitzen vor einem Computerbildschirm der Fall. Menschen, die viele Stunden lang am PC arbeiten, haben häufig trockene Augen. Der Grund: Sie blinzeln unbewusst seltener, weil sich das anvisierte Objekt (der Computer) sehr nah ist. Dadurch reduziert sich der Tränenfluss, der das Auge benetzt.

Auch Klimaanlagen, Kontaktlinsen oder große Höhen können dazu führen, dass die Tränenflüssigkeit schneller verdunstet als nachproduziert werden kann.

Was sind die Symptome?

Ist die Oberfläche des Augapfels zu trocken, stellen sich rasch folgende Beschwerden ein:

  • Schmerzen und Brennen
  • Juckreiz an oder um die Augen
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • Das Gefühl, ein Fremdkörper sitze im Auge
  • Verschwommenes Sehen
  • Verklebte Augenlider, vor allem direkt nach dem Aufwachen
  • Geschwollene Lider

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Versuchen Sie so gut wie möglich, alle Faktoren zu meiden, die dazu beitragen, dass die Hornhaut austrocknet:

  • Sorgen Sie dafür, dass die Raumluft nicht zu trocken ist – zum Beispiel mit einer Schale Wasser auf dem Heizkörper.
  • Gönnen Sie Ihren Augen regelmäßig Pausen von der Arbeit am PC-Bildschirm. Blicken Sie für ein paar Minuten einfach in die Ferne.
  • Befeuchten Sie Ihre Augen mehrmals täglich mit speziellen Augentropfen aus dem Drogeriemarkt oder der Apotheke. Greifen Sie dabei bevorzugt zu Produkten, die ohne Konservierungsstoffe auskommen. Diese Substanzen können auf Dauer das Problem trockene Augen noch verschlimmern.

Wann sollte man zum Arzt?

Oft kommen und gehen die Symptome, ohne dass aus medizinischer Sicht Handlungsbedarf besteht. Unter bestimmten Umständen ist es jedoch ratsam, einen Arzt aufzusuchen:

  • Wenn es keine klare Ursache für Ihre trockenen Augen gibt.
  • Wenn Ihr Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigt ist.
  • Wenn die oben genannten Maßnahmen keine Besserung bringen.