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Vampiring (Vampir-Lifting) – Was ist das?

Frau (und auch Mann) von heute möchte vor allem eines: sich wohlfühlen, aber trotzdem gut aussehen. Mit zunehmendem Alter verliert die Haut oft an Spannkraft. Vielen machen Falten schwer zu schaffen. Deshalb greifen sie zu Fremdstoffen, wie beispielsweise Botox, um jünger zu wirken. Das Vampir-Lifting soll hierzu eine Alternative sein. Wir erklären, welche Vor- und Nachteile dieses Verfahren mit sich bringt.

Botox war gestern! Inzwischen gibt es eine neue Methode, um die Haut straffer und jünger aussehen und tiefe Falten verschwinden zu lassen – und das ganz ohne Fremdstoffe im Körper. Gemeint ist das sogenannte Vampiring oder Vampir-Lifting. Hollywood-Stars wie Kim Kardashian oder Bar Refaeli schwören auf diese „blutige Methode“, und auch in Deutschland findet sie immer mehr Anhänger.

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Was ist das Vampiring?

Ganz so blutig, wie sich das Vampiring anhört, ist es nicht. Der behandelten Person werden maximal 20 Milliliter Blut abgenommen. Dafür wird, wie bei einer normalen Blutabnahme, eine kleine Spritze in die Armbeuge injiziert. Anschließend wird das Blut so gefiltert, dass einzig das Blutplasma mit seinen Wachstumshormonen und Thrombozyten übrigbleibt. Das überbleibende PRP (Plättchen-reiches Plasma) ist der Hauptakteur des Liftings.

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Der Arzt spritzt das PRP mithilfe einer dünnen, feinen Nadel in die Haut am Dekolleté, um die Augenpartien und Wangenknochen. Das Plasma ist für die Erneuerung der Haut zuständig und sorgt dafür, dass das Bindegewebe gestrafft wird. Es wirkt wie eine Art Füllmaterial. Darüber hinaus besteht das Plasma aus Proteinen, die das Wachstum von Zellen innerhalb des Körpers regulieren. So kann das Volumen der eigenen Haut deutlich verstärkt werden. Das sorgt nach der Anwendung für einen Glättungseffekt. Die Eigenbluttherapie kann also dafür sorgen, dass die Haut jünger aussieht und Falten reduziert werden.

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Welche Risiken birgt das Vampir-Lifting?

Generell ist Vampiring dafür bekannt, dass es nur sehr wenige und leichte Risiken birgt, die keine ernste gesundheitliche Gefährdung für den Patienten darstellen. Unverträglichkeiten und allergische Reaktionen können ausgeschlossen werden, da das Blut aus dem eigenen Körper stammt. Allerdings können kleinere Blutergüsse oder leichte Schwellungen an injizierten Hautstellen entstehen. Diese klingen in der Regel nach wenigen Tagen wieder ab.

Die Schmerzen beim Vampiring werden zwar allgemein als erträglich beschrieben, können aber trotzdem von Patient zu Patient verschieden stark ausfallen.

Junge Frau im Gespräch mit einer Ärztin.

Vor einem Vampir-Lifting sollte sich der Patient mit dem Arzt absprechen. (c) bnenin / Fotolia

Wie effektiv ist das Vampiring und wie lange hält es an?

Viele Patienten wünschen sich ein straffes, aber dennoch natürliches Hautbild. Im Gegensatz zur Botox-Behandlung, kommt es bei der Eigenbluttherapie nicht zum „Maskeneffekt“. Da hier aber mit körpereigenen Substanzen gearbeitet wird, baut der Körper diese auch nach und nach wieder ab. Daher muss das Vampiring regelmäßig wiederholt werden, wenn das neu erschaffene Hautbild erhalten bleiben soll.

Die Behandlungsabstände hängen vom individuellen Hautbild und dem gewünschten Effekt ab. Meist empfehlen Ärzte eine Erneuerung nach drei bis vier Wochen. Insgesamt ist die Wirkung des Vampir-Liftings erst einige Tage nach der Behandlung sichtbar. Je nach Hautbeschaffenheit kann dieser Effekt (bei regelmäßiger Auffrischung) aber bis zu einem Jahr lang anhalten.

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Vampiring: Ja oder nein?

Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob eine Gesichtsbehandlung mit Eigenblut für ihn in Frage kommt und ob er die Risiken in Kauf nehmen möchte. Möchten Sie ein Vampir-Lifting durchführen, sollten Sie dies mit dem behandelnden Hautarzt in einem unverbindlichen Beratungsgespräch durchsprechen. Bei einigen Autoimmunerkrankungen, Durchblutungsstörungen, Hauterkrankungen und auch Krebsformen kommt Vampiring zum Beispiel gar nicht in Frage. Entscheiden Sie sich für eine Behandlung, haben wir hier noch einmal die Vor- und Nachteile der Eigenbluttherapie für Sie übersichtlich aufgelistet:

Vorteile auf einem Blick

  • Frischere, glattere Haut
  • Straffung des Bindegewebes
  • Keine Allergien oder Unverträglichkeiten
  • Natürliche Ergebnisse
  • Kurze Genesungszeit (Regeneration nach circa zwei Tagen)
  • Schnelle und einfache Behandlung

Nachteile auf einem Blick:

  • Eventuelle Schmerzen
  • Unschöne Schwellungen und Rötungen nach Behandlung
  • Nachsorge: Keine Sonneneinstrahlung/Solarium, kein Sport, kein heißes Bad, keine blutverdünnenden Medikamente (ASS, Aspirin, Ibuprofen)
  • Regelmäßige Durchführung
  • Hoher Kostenaufwand (eine Sitzung kostet je nach behandelndem Arzt und Umfang 500 bis 800 Euro!)

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