Schon gewusst?

Warum ist Lachen so gesund?

„Lachen ist die beste Medizin“, denn wer viel lacht, lebt länger und gesünder. Aber warum ist das so? Weshalb hält Lachen so gesund? Wir sind dieser Frage einmal auf den Grund gegangen.

Vor etwa 30 Jahren gelang es dem Journalisten Norman Cousins sich selbst mit einer Lachtherapie von einer eigentlich unheilbaren Knochenerkrankung zu heilen. Wissenschaftler begannen daraufhin, dem Lachen und seiner vermeintlich heilsamen Wirkung mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Die moderne Lachforschung, Gelotologie genannt, bestätigt messbar und zumeist eindeutig, die heilsame Wirkung des Lachens.

Viele Gründe zur Freude

Wer unter dem Druck von Arbeitsbelastungen steht, sich in Krisen oder schwierigen Lebenssituationen befindet, dem vergeht leider schnell das Lachen. Aus diesem Stress können sich ernsthafte Erkrankungen, wie Burn-Out oder Depressionen entwickeln. Lachen wirkt hingegen gerade bei Stress sehr befreiend. Weder intensiver Sport noch ruhige Meditation können derart Positives für unsere Gesundheit leisten.

Auch wenn uns gerade nicht zum Lachen zu Mute ist, lässt sich regelmäßiges Lachen trainieren. Dabei können Erinnerungen an geliebte Menschen, die Vorfreude auf angenehme Ereignisse, heitere Begegnungen oder moderne Therapien wie Lach-Yoga und Lachklubs helfen.

Lachen wirkt positiv auf den Körper

Insgesamt sind beim Lachen rund 300 Muskeln der Gesichts- und Atemmuskulatur beteiligt. Die Lunge nimmt beim intensiven Lachen viel Luft auf. Sauerstoff gelangt vermehrt in den Körper. Es kommt zu einem anregenden Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System, das Verdauungssystem und auf die Muskulatur des Rumpfes.

Die wichtigsten Atemmuskeln entspannen sich, die Lunge und der Brustkorb werden gedehnt. Schlaffe Muskeln werden wieder aktiviert und verspannte Muskeln lockern sich. Dadurch entsteht ein allgemeines Wohlbefinden.

Lachen aktiviert die Selbstheilungskräfte

Lachen unterstützt zudem die Selbstheilungsprozesse im Körper, denn wahrscheinlich stärkt es das Immunsystem. Beim Lachen werden körpereigene Mechanismen aktiviert, die zum Beispiel bei der Abwehr von Krebs von Bedeutung sind und eine Vermehrung von Tumorzellen reduzieren können.

Auch sogenannte Antikörper, die der Körper zum Schutz vor Bakterien und Viren braucht, werden beim Lachen verstärkt gebildet. Bei Herzinfarktpatienten verringert sich der Blutdruck und damit die Gefahr eines erneuten Infarkts. Die durch das Lachen kurzzeitigen Veränderungen im Hormonhaushalt können sogar dabei helfen, Schmerzen zu lindern.

Lachen

Lachen lässt den Serotoninspiegel steigen. (c) EvgeniiAnd / Fotolia

Wohlbefinden für die Seele

Geistige und seelische Anspannungen, Sorgen und Grübeleien, Skepsis, Scham und Ängste sind starke Belastungen für unser Wohlbefinden. Lachen kann dem entgegenwirken und einen positiven Einfluss auf die Gedankenwelt nehmen. Das kann ein wirksamer Schutz gegen Stress sein: Zum Beispiel kann sich der Ärger über ein Missgeschick dank eins herzhaften Lachens in Wohlgefallen auflösen.

Der Grund dafür: Das Gehirn bremst beim Lachen die Produktion von Stresshormonen wie Adrenalin und Kortison. Stattdessen beginnt das Gehirn verstärkt das sogenannte Glückshormon Serotonin auszuschütten. Deshalb ist die Lachtherapie häufig auch ein fester Bestandteil der Behandlung von Depressionen.

Klinik-Clowns bringen heilsame Ablenkung

Auch in anderen medizinischen Bereichen wird Erheiterung gezielt als Therapie eingesetzt. Auftritte von Clowns haben sich zum Beispiel bei demenzkranken Patienten bewährt. Und besonders bei Kindern sorgen solche Klinik-Clowns mit einer kleinen Show-Einlage für heilsame Ablenkung.

Darüber hinaus ist wissenschaftlich bestätigt, dass Lachen die Aufmerksamkeit und Lernfähigkeit verbessert. Wir finden mit guter Laune leichteren Zugang zu Kreativität, Intuition und unbewussten Potenzialen. Auch Humor, Kontaktfreude und gegenseitige Akzeptanz verstärken sich, der Umgang miteinander wird liebevoller.

Lachen von Kindern lernen

Kinder lachen bis zu 400 Mal täglich, Erwachsene lachen in dieser Zeit durchschnittlich nur 15 Mal. Deshalb wird Erwachsenen empfohlen, das tägliche Lächeln ein wenig zu üben. Dazu braucht es gar keinen äußeren Anlass. Studien haben gezeigt, dass sich selbst bei einem „vorgetäuschten“ Lachen die heilsame Wirkung entfaltet. Einfach einmal die Mundwinkel bewusst nach oben ziehen, kann also schon funktionieren. Und im Idealfall kommen Sie sich dabei so komisch vor, dass das echte Lachen bald folgt.

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