Gesunde Frau

Wechseljahresbeschwerden: Typische Symptome

Einige Frauen leiden unter Wechseljahresbeschwerden, sind aber unsicher, ob es sich dabei um die Symptome einer Erkrankung handelt. Wir stellen die sechs häufigsten gesundheitlichen Beschwerden vor, die durch die Wechseljahre verursacht werden.

Hitzewallungen, die normalerweise mit Schweißausbrüchen einhergehen, sind wahrscheinlich die häufigsten Wechseljahres-Symptome. Über 80 Prozent der Frauen in den Wechseljahren (Klimakterium) sind betroffen. Das Problem entsteht dadurch, dass die hormonellen Schwankungen die Temperaturregulierung des Körpers im Gehirn durcheinanderbringen.

Da Hitzewallungen und Schweißausbrüche häufig zusammen auftreten, werden die beiden Begriffe oft synonym verwendet, um die Symptome zu beschreiben. Bei Nachtschweiß handelt es sich einfach übermäßiges Schwitzen oder eine Hitzewallung in der Nacht. Da Nachtschweiß zu Schlafstörungen führen kann, kann er die Lebensqualität wesentlich beeinträchtigen.

Plötzliche Änderungen der Umgebungstemperatur, der Verzehr scharf gewürzter Speisen sowie Stress können Hitzewallungen und Schweißausbrüche verschlimmern.

> Lesen Sie hier mehr über Hitzewallungen

Veränderungen im Menstruationszyklus

Die Menopause tritt ein, wenn die Monatsblutung endgültig ausbleibt. Die monatliche Menstruationsblutung endet jedoch nur selten abrupt. In der Regel wird der Menstruationszyklus zunächst unregelmäßig und es treten verstärkt starke, verlängerte oder schmerzhafte Blutungen auf.

Diese kennzeichnen häufig die erste Phase der Wechseljahre und werden medizinisch als Perimenopause bezeichnet. Es können auch weitere erste Anzeichen auftreten, etwa Reizbarkeit oder eine gedrückte Stimmung. Häufig machen sich diese Anzeichen ungefähr eine Woche vor der monatlichen Blutung bemerkbar und gelten dann als eine Art PMS (prämenstruelles Syndrom).

Manche Frauen haben monatelang gar keine Regelblutungen mehr, bis diese umso stärker zurückkehren.

Übermäßig starke Blutungen können ein Anzeichen für Gebärmuttermyome (eine Geschwulst in der Gebärmutter) oder für andere gynäkologische Erkrankungen sein, insbesondere dann, wenn sie mit ausgeprägten Schmerzen einhergehen. Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, sollten Sie einen Arzt hinzuziehen.

> Mehr über unregelmäßige Blutungen in der Menopause erfahren

Gedrückte Stimmung, Reizbarkeit und Ängste

Ein niedrigerer Hormonspiegel im Klimakterium kann die Funktion des Gehirns beeinflussen. Viele Frauen kennen das Symptom der Stimmungsschwankungen oder leiden während der Wechseljahre an einer gedrückten Stimmung. Diese Wechseljahres-Symptome sind wahrscheinlich häufiger, als uns bewusst ist. In einigen Fällen können die hormonellen Veränderungen sogar depressive Verstimmungen und Depressionen auslösen.

Ängste und Reizbarkeit können ebenso Teil der Wechseljahre sein. Manche Frauen stellen fest, dass diese Symptome denen des prämenstruellen Syndroms (PMS) ähneln, und gehen entsprechend mit ihnen um. Hin und wieder gehen Ängste und Reizbarkeit mit Herzklopfen oder einem erhöhten Bewusstsein für den eigenen Herzschlag einher.

Niedergeschlagene Frau auf einem Sofa

Stimmungsschwankungen sind in den Wechseljahren sehr häufig. (c) Colourbox

Brustschmerzen, Libidoverlust, vaginale Trockenheit

Die hormonelle Umstellung während der Wechseljahre beeinflusst nicht nur die Regelmäßigkeit des Menstruationszyklus. Sie kann auch zu Brustschmerzen oder einer erhöhten Empfindlichkeit der Brüste führen. Grund hierfür ist, dass die weiblichen Geschlechtshormone aus dem Gleichgewicht geraten. Häufig geschieht dies zum Zeitpunkt des Eisprungs oder der Menstruation.

Darüber hinaus kann der sinkende Östrogenspiegel zusammen mit einem fallenden Testosteronspiegel in dieser Lebensphase zu Libidoverlust führen. Dies wird durch die vaginale Trockenheit weiter verstärkt, die aufgrund des fallenden Östrogenspiegels, einer geringeren Durchblutung und allgemein mangelnder Feuchtigkeit der Scheide auftritt.

 > Hilfreiche Ratgeber zu den Wechseljahren

Gewichtszunahme

Das Älterwerden geht häufig mit einer verringerten körperlichen Aktivität einher – die Menopause ist also nicht der einzige Grund für die Gewichtszunahme. Dennoch beeinflussen die Veränderungen des Hormonspiegels tatsächlich das Körpergewicht, auch wenn dieser Zusammenhang nicht immer ganz eindeutig ist.

Im Allgemeinen neigen Frauen dazu, während der Wechseljahre an Gewicht zuzulegen. Nutzen Sie dieses Wissen, um sich entsprechend vorzubereiten: Treiben Sie mehr Sport und achten Sie auf Ihre Ernährung.

Muskel- und Gelenkschmerzen

Viele Frauen leiden in ihren Wechseljahren an Muskelschmerzen. Studien zufolge treten bei 50 Prozent der Frauen nach der Menopause Gelenkschmerzen auf. Am häufigsten sind Nacken, Schultern, Ellenbogen und Hände betroffen.

Hormone spielen eine wichtige Rolle bei der Gesundheit der Gelenke einer Frau. Der schwankende Östrogenspiegel während der Wechseljahre beeinflusst das Verhalten von Muskeln und Gelenken. Wenn Sie bei sich Gelenk- oder Muskelschmerzen und Steifigkeit feststellen, gibt es viele Möglichkeiten, wie Sie sich auf natürliche Weise helfen können.

Eine Ernährungsumstellung kann sich positiv auf diese Wechseljahresbeschwerden auswirken. Meiden Sie Zucker und nehmen Sie vermehrt Vitamin C zu sich. Die äußerliche Anwendung von Arnika-Gel kann die Schmerzen und Beschwerden ebenfalls lindern.

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