Kurkuma: Wie gesund ist die "Zauberwurzel"?

Alternativmedizin & Naturheilkunde

Kurkuma: Wie gesund ist die „Zauberwurzel“?

Kurkuma ist nicht nur ein vielseitig einsetzbares Küchengewürz. Die gelbe Wurzel, die zu den Ingwergewächsen zählt, ist auch eine Heilpflanze mit großem Wirkungsspektrum. Wir stellen Wirkung und Anwendung der „Zauberwurzel“ näher vor.

Die Ayurvedische Medizin setzt schon seit Jahrhunderten auf Kurkuma. Bei uns ist die Gelbwurzel vor allem aus indischen Gerichten bekannt, denen sie eine kräftige Farbe verleiht. Doch auch ihre gesundheitsfördernde Wirkung hat sich hierzulande bereits herumgesprochen. Das Gewächs hat sich dabei zum Liebling der Gesundheitsforscher in der Pflanzenheilkunde entwickelt.

So wirkt Kurkuma

Bisher gehen Studien zur Wirksamkeit von Kurkuma vor allem auf Untersuchungen im Labor, nicht am Menschen, zurück. Wie sich die Wurzel also direkt auf körperliche Prozesse auswirkt, ist noch nicht eindeutig belegt. Man geht aber davon aus, dass sie entzündungshemmende, antivirale, antibakterielle und leberschützende Eigenschaften besitzt.

Im Allgemeinen werden der Gelbwurzel folgende Wirkungen zugeschrieben:

  • hilft bei Verdauungsstörungen,
  • lindert Übelkeit und Völlegefühl,
  • mindert Appetitlosigkeit,
  • hilft bei Blähungen,
  • reguliert Fehlfunktionen der Galle.

Auch wenn mit Kurkuma manchmal konventionelle Krebstherapien ergänzt werden: Wissenschaftler warnen davor, große Heilserwartungen mit der gelben Wurzel zu verknüpfen. Einige Forscher gehen zwar davon aus, dass sie das Wachstum bestimmter Tumore hemmt. Ausreichende Belege gibt es für diese Eigenschaft aber nicht.

Außerdem wird der gelben Wurzel nachgesagt, dass sie den Heilungsprozess bei Arthrose unterstützt, vor Herzinfarkten schützt, sich positiv auf die Funktion der Blutgefäße auswirkt, die Beschwerden bei Diabetes mildert und das Fortschreiten von Alzheimer verlangsamt.

Kurkuma zählt zu den Heilpflanzen

Kurkuma sieht Ingwer sehr ähnlich. (c) Colourbox.de

Wie hilft Kurkuma dem Immunsystem?

Wer unter einem schwachen Immunsystem leidet und immer wieder von Erkältungen oder gar Fieber geplagt wird, für den ist Kurkuma eine Möglichkeit, den Abwehrkräften auf die Sprünge zu helfen. Kurkuma kann den Körper bei der Bildung von T-Zellen (auch T-Lymphozyten genannt) unterstützen. Diese sind Teil der Immunabwehr.

Wer also regelmäßig Kurkuma zu sich nimmt, stabilisiert damit sein Immunsystem. Außerdem wirken sich die antibakteriellen, antiviralen und entzündungshemmenden Eigenschaften der Wurzel positiv auf die Bekämpfung von Infekten aus.

Wie kann man Kurkuma aufnehmen?

Sie können Kurkuma in Form von Pulver zum Beispiel in Ihr Müsli oder Rührei geben oder es über Obst streuen. Auch in Smoothies, Reis oder einer Gemüsepfanne schmeckt Kurkuma hervorragend.

Zu therapeutischen Zwecken sollten Sie täglich circa einen halben bis einen Teelöffel Kurkuma-Pulver zu sich nehmen. Hoch konzentriert kann Kurkuma sehr bitter schmecken. Gefährlich ist eine zu hohe Dosierung grundsätzlich nicht, allerdings sollten Menschen mit Gallenerkrankungen (z.B. Steine) vorher mit ihrem Arzt sprechen.

Achtung: Der Hauptwirkstoff in der gelben Wurzel, das Curcumin, ist schlecht wasserlöslich und besitzt dadurch eine relativ geringe Bioverfügbarkeit. Damit es der Körper gut aufnehmen kann, sollten Sie das Pulver immer mit Fett (zum Beispiel fetthaltiger Milch oder einem Teelöffel Leinöl) mischen. Auch schwarzer Pfeffer kann zur besseren Aufnahme beitragen.